»Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben«, dichtete einst Wilhelm Busch, heute zu lesen in der Weinliste von Familie Ruesch. Und sollten Sie sich jetzt direkt angesprochen fühlen, so besuchen Sie deren Weingut in Buggingen, im Herzen des Markgräfler Landes. Denn hier bilden die roten Sorten den Schwerpunkt im Weinberg. Der Spätburgunder benötigt viel Sonne und fruchtbaren Boden und ist daher in Baden weit verbreitet. Sein Wein, samtig rot im Glas, ist kräftig und geht doch weich über die Zunge. Die Rueschs bieten ihn auch als Weißherbst an. Die Weine der pilztoleranten Sorte Regent werden dank des Holzfassausbaus sehr mild, ihr Säuregehalt ist gering. Alle Trauben werden selektiv mit der Hand gelesen (obwohl Buggingen als Hochburg des Vollernters bezeichnet werden könnte), bevor sie auf der Maische vergoren werden und im Holzfass reifen.

Als Vertreter der Weißweine darf der Gutedel, die Spezialität des Markgräfler Landes, nicht fehlen. Die gelben, großfruchtigen Trauben geben einen milden, süffigen Wein, der am besten jung schmeckt. Der Johanniter, eine pilztolerante Neuzüchtung des Weinbau-Instituts Freiburg, bringt einen kräftigen, fruchtigen Wein mit harmonischer Säure hervor. Im Charakter erinnert diese Rebsorte, die am besten auf tiefgründigem Boden in warmer Lage gedeiht, an Riesling und Grauen Burgunder. Den Anteil an pilztoleranten Sorten möchte Friedrich Ruesch allmählich auf 50 Prozent steigern, um die Pflanzenschutzmaßnahmen und das Risiko weiter zu senken. Der interessante Gewürztraminer rundet das Angebot ab. Aus seinen kleinen, dichtbeerigen Trauben wird ein geschmackvoller, bukettreicher Wein gekeltert. Im Rotweinbereich sind trockene und halbtrockene Weine etwa gleich stark vertreten, dagegen dominieren bei den Weißen eindeutig die halbtrockenen und lieblichen Weine.

Insgesamt ist das Angebot recht überschaubar, schließlich baut der Winzermeister noch nicht alle Trauben seiner insgesamt 7 ha großen Rebfläche selbst aus. Er möchte guten, preisgünstigen Wein für einfache Leute machen, erklärt Friedrich Ruesch. Zumeist wird Qualitätswein, seltener ein Kabinett angeboten. Alle Weine zeichnen sich durch ihre leichte, fruchtige Art aus. Die Preise bleiben stets unter 5 Euro. Verständlicherweise darüber liegen die Preise für die in der Flasche vergorenen Winzersekte aus Spätburgunder-, Regent- und Johannitertrauben.

Neben den Rebflächen, die seit 1990 nach den Richtlinien des Ecovin-Verbandes bewirtschaftet werden, gehören 50 ha Obst- und Ackerbau zum Betrieb. Diese Flächen sind dem Naturland-Verband angeschlossen und obliegen der Obhut des Schwiegervaters, damit sich Friedrich und Bärbel Ruesch voll auf den Weinbau und Weinverkauf konzentrieren können. Im neuen Probierraum dürfen Sie die Weine in aller Ruhe und in gemütlichem Ambiente kennen lernen.

Das Obst wird unter anderem zu delikaten Bränden veredelt, so etwa zu Schwarzwälder Kirschwasser oder Obstbrand aus Äpfeln und Birnen. Auf den Ackerflächen wachsen Sonnenblumen, Soja, Futtererbsen, Getreide und Kartoffeln. Aus den Sojabohnen wird in Freiburg Tofu hergestellt.

Öffnungszeiten

Montag

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Dienstag

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Mittwoch

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Donnerstag

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Freitag

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Samstag

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Sonntag

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nach Vereinbarung

Adresse & Kontakt

Unsere Adresse

Gebirgstraße 18 79426 Buggingen

GPS

47.8448977, 7.643738900000017


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Spätburgunder, Regent
Weißwein:
Gutedel, Gewürztraminer, Johanniter
Weitere Erzeugnisse:
Sekt, Saft, Brände

Angebote & Leistungen


Weinbergsführungen:
 
Weinkellerführungen:
 
Weinprobe / Verkostung:
  bis 50 Personen (auch mit geführter Wanderung kombinierbar)

Anreiseinformationen (Anfahrt)

A 5 Karlsruhe-Basel bis Ausfahrt Bad Krozingen, dann nach Bad Krozingen fahren und von dort der B 3 Richtung Müllheim bis Buggingen folgen.
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