Das Weingut Netzhammer ist ein kleiner Nebenerwerbsbetrieb an der Schweizer Grenze. Ganz der Erzinger Tradition entsprechend, bauen Joachim und Nicole Netzhammer überwiegend Spätburgunder an. Die extensive Produktion bedingt relativ geringe Erträge und ermöglicht dadurch eine flexible Kellerwirtschaft.

Das Traubengut, das mit der Hand gelesen wird, vergärt zunächst auf der Maische. Dabei wird auf Reinzuchthefe und Gärhilfen verzichtet. Joachim Netzhammer möchte lieber die Natur schaffen lassen, sagt er. Denn jedes Jahr entwickelten sich auf der Traube speziell diejenigen Hefen, die am besten zum Wein passen. Und er stelle jedes Jahr wieder aufs Neue fest, dass ein Wein – entgegen der vorherrschenden Lehrmeinung – aus natürlichem Lesegut idealerweise von selbst entstehe. Gärverlauf, biologischer Säureabbau, Klärung und Reife erfordern ihm zufolge weniger ein Eingreifen als ein moderates Begleiten des Weines. Und hier merkt Joachim Netzhammer an, dass das moderate Begleiten zu 90 Prozent aus Geduld bestehe. Diese Erfahrungen und Erkenntnisse möchte er weiter konsequent umsetzen, um die natürliche Ursprünglichkeit des Weines zu fördern. Sein Ziel sind trockene Weine, die sich sowohl durch ihre Jahrgangsunterschiede als auch durch ihren besonderen Sortencharakter auszeichnen. Großer Wert wird auf die Bekömmlichkeit gelegt. Die Weine sind zumeist sehr süffig, bereiten auf Grund der geringen Schwefelung aber nie Kopfschmerzen.

Der Spätburgunder wird als Rotwein und als Rosé angeboten. Die charaktervollen, gut bekömmlichen und vollmundigen Spätburgunder wachsen auf schweren Lehmböden. Der hiesige Weinbergsboden ist einer der schwersten und tonigsten Böden im ganzen badischen Anbaugebiet. Der Chardonnay, der weiße Bruder des Spätburgunders, passt bestens zum Weingut. Auch er liebt schwere Böden und bringt facettenreiche Weine hervor. Der Aufbau und Erhalt der Bodenvitalität ist ein zentrales Thema, das dank der konsequent ökologischen Bewirtschaftung seine notwendige Aufmerksamkeit erhält.

Joachim und Nicole Netzhammer beschlossen 1992, ihren privaten Weinbau in bescheidenem Umfang zu erweitern. Sie wollten ehrlichen, sauberen Rotwein nach dem Vorbild des traditionsreichen Erzinger »Stägliwi« keltern. Für ihr Vorhaben fand sich der Pfarrkeller, ein geräumiger Gewölbekeller unter der alten Zehntscheuer beim Pfarrhof in Erzingen. Der aus dem 14. oder 15. Jahrhundert stammende Keller bietet ideale Voraussetzungen für die Weinbereitung. Unterstützung erhielten sie von einem innovativen Weinbaumeister aus dem schweizerischen Osterfingen. Er lehrte sie den Sinn und das Gespür für den Wein und den schonenden Umgang damit. Gleich zu Anfang versuchte Joachim Netzhammer, die ursprünglich konventionell bewirtschafteten Reben ökologisch zu pflegen. Nach anfänglichen Rückschlägen meisterte er schließlich die konsequente Umstellung auf die ökologische Wirtschaftsweise, unterstützt vom badischen Berater Matthias Wolff. Seit 1996 wird das Weingut nun nach den Richtlinien des Ecovin-Verbandes bewirtschaftet.

Öffnungszeiten

Montag

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Dienstag

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Mittwoch

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Donnerstag

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Freitag

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Samstag

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Sonntag

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nach Vereinbarung

Adresse

Unsere Adresse:

Degernauerstraße 85 79771 Klettgau-Erzingen

GPS:

47.66202999999999, 8.419969700000024


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Spätburgunder
Weißwein:
Müller-Thurgau, Chardonnay
Brände:
Brände

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

A5 Freiburg-Basel bis Dreieck Weil am Rhein fahren, dann der A 98 bis Lörrach folgen und danach auf der B 316 nach Rheinfelden fahren. Von dort der B 34 über Bad Säckingen, Laufenburg und Waldshut-Tiengen bis Klettgau folgen, dort links nach Erzingen abbiegen.
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