SPhilipp Isele und sein Sohn Bertram gehören zu den wenigen biologischdynamisch arbeitenden Winzern. Sie orientieren sich an der Theorie Rudolf Steiners und wollen an dessen Denkanstößen aus der Sicht des Praktikers weiterarbeiten. Daher beschäftigen sie sich intensiv mit den nichtwissenschaftlichen, nicht-materiellen Zusammenhängen der Natur. Beispielsweise werden Pflanzengemeinschaften, die freiwillig im Weinberg existieren wollen, als Begrünung akzeptiert. Frei nach dem Motto: Was sich nach der Einsaat am Standort wohl fühlt, das bleibt, und was nicht recht wachsen will, wird auch nicht durch ständige Nachsaaten dazu »gezwungen«.

Ein weiteres interessantes Beispiel für den biologisch-dynamischen Ansatz ist folgendes: Ein Kuhhorn wird mit Quarzmehl gefüllt und den Winter über im Erdreich vergraben. So kann der Bergkristall das tierische Element in sich aufnehmen. Später bringt der Winzer das Quarzmehl zwischen seinen Rebstöcken aus, wodurch eine Weitergabe des tierischen Elements an die Pflanzen stattfindet. Die spezielle Stimmung, so erklärt Philipp Isele, die damit aufgenommen wird, aktiviert schließlich die Vielfalt der Bodenpilze und Mikroorganismen im Weinberg. So zweifelhaft diese Vorgänge dem Skeptiker auf den ersten Blick auch erscheinen mögen, die positiven Erfahrungen bestätigen die Iseles immer wieder. Durch das Stimulieren des Bodens, der Vielfalt und der Gemeinschaft werden die Reben robuster und sind nicht so krankheitsanfällig.

Dass die von Philipp Isele gewonnenen Erfahrungen, der seit 1973 biologisch-dynamisch wirtschaftet, auch international und von höchster Prominenz gefragt ist, zeigt ein Zusammentreffen vom Sommer 2002. Prinz Charles besuchte ihn damals in Rumänien, wo der Winzer seit Jahren ehrenamtlich landwirtschaftliche Projekte betreut und den Bauern mit Rat und Tat zur Seite steht. Der britische Thronfolger, ebenfalls ein Verfechter der ökologischen Wirtschaftsweise, erkundigte sich in einem langen Gespräch interessiert über ein Obstbaumprojekt. Philipp Isele freut darüber hinaus besonders, dass die rumänischen Bauern ermutigt erkennen, dass sie mit ihrem Naturgefühl näher am Landbau der Zukunft sind als die Menschen in den westlichen Industrieländern. Auf der 3 ha großen Rebfläche rund um das sonnenverwöhnte Achkarren bauen Vater und Sohn hauptsächlich Burgundersorten an. Doch auch regionaltypische Sorten sowie pilzfeste Rebsorten werden angeboten. Der Ausbau erfolgt ausschließlich im Holzfass, und die Weine sind in der Regel durchgegoren. Dementsprechend sind sie auch für Diabetiker gut geeignet. Der biologische Säureabbau ermöglicht die Erzeugung von säuremilden Weinen.

Auf der Weinliste gesellen sich zu verschiedenen Land- und Tafelweinen auch der eine oder andere Kabinettwein sowie eine Gewürztraminer Spätlese, zwei Auslesen und ein Eiswein. Als »Ebbis Bsunder’s« gibt es unter anderem einen trockenen Grauburgunder Tafelwein, der auf der Maische vergoren wurde und daher eine roséähnliche Farbe aufweist. Der selbst hergestellte Sherry aus Müller-Thurgau-Trauben, vier Jahre im Holzfass gereift, ist eine weitere Besonderheit.

Mit der Selbstvermarktung begann man 1985 nach dem Bau eines eigenen Kellers. Zuvor wurden die Trauben an eine Genossenschaft geliefert, welche diese auch getrennt ausbaute. So wurde der spezielle Anbau, der seit 1978 nach den Richtlinien des Demeter-Verbandes erfolgt, auch von dieser Seite honoriert.

Öffnungszeiten

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Adresse

Unsere Adresse:

Kaibengasse 3 79235 Vogtsburg-Achkarren

GPS:

48.0660976, 7.623886500000026


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Spätburgunder, Regent
Weißwein:
Müller-Thurgau, Grauer und Weißer Burgunder, Silvaner, Gewürztraminer
Weitere Erzeugnisse:
Sekt, Saft, Sherry

Angebote & Leistungen


Weinprobe / Verkostung:
  bis 50 Personen (auf Wunsch mit Vesper)
Übernachtungsmöglichkeiten:
  3 Ferienwohnungen

Anreiseinformationen (Anfahrt)

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