Zwei Drittel der Weine des Weinguts Mißbach sind Weißweine. Die Hauptrebsorten bilden die Burgundersorten und – wir sind im Markgräfler Land – der Gutedel. Diese hiesige Spezialität zählt zu den ältesten Rebsorten der Welt; ihre Herkunft wird in Ägypten vermutet, wo sie seit 2800 Jahren angebaut wird. Im Markgräfler Land bezog man den weißen Gutedel erstmals 1780 aus der Schweiz. Die Weine dieser Rebsorte sind von einem zarten Aroma, einem angenehm einfachen Charakter und einer milden Säure geprägt. Gerne werden sie jung als süffige Zechweine getrunken.

Nicht alle Weine stammen von der 4 ha großen eigenen Rebfläche, die seit 1992 nach den Richtlinien des Ecovin-Verbandes bewirtschaftet wird. Zusätzlich baut Ralf Mißbach die Trauben einer Erzeugergemeinschaft von hiesigen Winzern aus. Die Kellerei hat 1923 sein Urgroßvater Ludwig Mißbach gegründet, dessen Namen das Weingut heute noch trägt. Bereits dessen Vater betrieb um 1850 Weinbau und Landwirtschaft sowie eine Holzküferei. Heute wird demnach bereits in der fünften Generation der Familie Wein erzeugt, nachdem Ralf Mißbach 1997 den Betrieb von seinem Vater Arthur anvertraut bekam. Gemeinsam stellten sie das Weingut auf die ökologische Bewirtschaftung um, als sich eine zunehmende Problematik nicht mehr von der Hand weisen ließ. Die Weine waren mit den Jahren immer wässriger geworden, ihnen fehlte Ausdruckskraft und Aroma. Der Grund dafür war besonders beim Boden zu suchen, dem es an Vitalität und Humus mangelte Seit der Umstellung haben sie wieder Charakter und spiegeln auf vorbildliche Weise ihr Terroir wider. Die Qualität wächst am Rebstock, weiß Ralf Mißbach, und sein bewusster Weinbau ermöglicht es ihm, über Durchschnittsqualität hinaus Spitzenweine zu erzeugen, die ihr ganzes Potenzial des jeweiligen Jahrganges zeigen.

Sämtliche Trauben der eigenen Weinberge werden mit der Hand gelesen und wie alle angebotenen Weine vorrangig trocken ausgebaut. Trocken heißt in diesem Falle durchgegoren, beim Restzuckergehalt häufig mit einer Eins vor dem Komma. Als halbtrockene Variante findet sich höchstens mal eine Auslese im Sortiment.

Die Weine zeigen sich alle recht säuremild, schließlich erfolgt sowohl bei den roten als auch bei den weißen Sorte ein biologischer Säureabbau. Je nach Jahrgang, Qualität und Eigenschaften des Leseguts werden Edelstahl- oder Holzgebinde zum Vergären und Reifen verwendet. Sämtliche rote Rebsorten werden jedoch auf der Maische vergoren, hier gibt es für Ralf Mißbach keine Alternative.

Besonders die Weißweine vergären gekühlt, um jung, frisch und fruchtig genossen zu werden. Nicht nur auserlesene rote Spätburgunder, sondern durchaus auch ein Weißer Burgunder erhält im Barriquefass seine optimale Abrundung, wenn die Qualität entsprechend hoch ist. Mit dem Barriqueausbau hat Ralf Mißbach vor einigen Jahren begonnen. Ihn reizt das Experimentieren im Keller, um aus den Weinen stets noch ein bisschen mehr an Ausdruckskraft herauszuholen. An dieser Stelle sei auch auf seine persönliche Passion für den Gutedel hingewiesen, der sowohl im Anbau schwierig ist als auch im Keller sehr behutsam behandelt werden möchte. Diese Sorte sei ein filigranes Sensibelchen, so Ralf Mißbach, das den Winzer immer wieder aufs Neue herausfordert.

Öffnungszeiten

Montag

8:00 - 12:30 und 13:30 - 18:30 Uhr

Dienstag

8:00 - 12:30 und 13:30 - 18:30 Uhr

Mittwoch

8:00 - 12:30 und 13:30 - 18:30 Uhr

Donnerstag

8:00 - 12:30 und 13:30 - 18:30 Uhr

Freitag

8:00 - 12:30 und 13:30 - 18:30 Uhr

Samstag

9:00 - 13:00 Uhr

Sonntag

-

Adresse

Unsere Adresse:

Schönbergstraße 32 79285 Ebringen

GPS:

47.9577842, 7.774144799999931


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Spätburgunder
Weißwein:
Müller-Thurgau, Gutedel, Nobling, Weißer und Grauer Burgunder, Chardonnay, Kerner, Riesling, Gewürztraminer
Weitere Erzeugnisse:
Sekt, Edelbrände

Angebote & Leistungen


Weinbergsführungen:
 
Weinkellerführungen:
 
Weinprobe / Verkostung:
  bis 15 Personen (auch im Holzfasskeller oder im Weinberg)
Besondere Ereignisse:
  Ebringer Weintage am dritten Augustwochenende

Anreiseinformationen (Anfahrt)

A 5 Karlsruhe-Basel bis Ausfahrt Freiburg-Süd fahren, dann der B 31 Richtung Freiburg folgen, bis kurz vor St. Georgen die B 3 Richtung
Bad Krozingen abzweigt. Der Straße ein kurzes Stück bis Ebringen folgen.
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