Gemessen an der Anbaufläche bildet der Riesling den Schwerpunkt des Weinguts von Klaus Stülb in Zell-Kaimt. Charakteristisch für den Betrieb – weil untypisch für die Region – sind allerdings die Rebsorten Grauer Burgunder, Gewürztraminer und Gelber Muskateller. Besonderer Beliebtheit erfreut sich als Vertreter der roten Rebsorten auch der Regent, den Klaus Stülb unter dem Namen »Devon« anbietet. Dieser trockene Wein, dessen Aromen an Waldbeeren und Nelke erinnern, wächst auf einer besonders steilen Parzelle mit Devonschiefer-Boden. Die Reben dieser pilztoleranten Rebsorte mussten hier seit ihrer Anpflanzung 1994 noch nie gegen Pilzkrankheiten gespritzt werden. Den Müller-Thurgau, neuerdings Rivaner genannt, gibt es als leichten, angenehm zu trinkenden Sommerwein – ein typischer, süffiger Schoppen eben.

Der Winzerberuf sei bei ihm fast genetisch bedingt, bemerkt Klaus Stülb schmunzelnd. Seit Ewigkeiten werde in der Familie Weinbau betrieben, er selbst habe 1986 den Betrieb des Vaters übernommen. Dieser beschränkte sich allerdings noch auf die Bewirtschaftung der Weinberge und auf die Erzeugung von Fasswein. Erst als Klaus Stülb die Ruder in die Hand nahm, baute er ein kleines Weingut auf, in dem alle anfallenden Arbeiten inklusive Sektherstellung bis hin zum Verkauf ihm allein obliegen. Durch die zeitgleich stattgefundene Umstellung auf die ökologische Wirtschaftsweise gewann der Arbeitsaufwand zusätzlich an Umfang. Doch der konventionelle Weinbau mit seinen chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln kam für Klaus Stülb nicht in Frage. Denn bei seiner vorherigen Arbeit im Weinberg hatte er festgestellt, dass ihm diese Mittel gefühlsmäßig aufs Äußerste zuwider waren und er jeden Kontakt mit ihnen verabscheute. Daher wollte er den ökologischen Weg gehen. Und wenn dieser aus irgendwelchen Gründen bei ihm nicht geklappt hätte, so ist sich Klaus Stülb sicher, dann hätte er etwas ganz anderes als Weinbau gemacht. Was das gewesen wäre? Dieser Frage erübrigt sich, denn die Mitgliedschaft bei Ecovin besteht nach wie vor und die Weine überzeugen durch ihre feinfruchtige und individuelle Art.

Während Klaus Stülb anfangs ausschließlich trockene Weine auf seiner Weinliste stehen hatte, gesellt sich heute hier und da ein halbtrockener oder lieblicher Wein dazu. Die Auslesen sowie der Sekt sind jedoch nach wie vor konsequent trocken. Trocken ist gleichzusetzen mit durchgegoren, wobei die Säure aber nicht im Vordergrund steht, sondern harmonisch eingebunden ist. Die Weißweine, die geschmacklich keinen Holzton annehmen sollen, gären im Holzfass und reifen anschließend im Tank, während die Rotweine erst nach der Maischegärung ins Holzfass kommen. Zwar verwendet Klaus Stülb dafür die kleinen Barriquefässer, durch eine nur kurze Lagerzeit wird der Rotwein jedoch lediglich abgerundet. Die Erzeugung von Barriqueweinen ist nicht sein Ziel.
Die Veredelung von Rieslingtrauben zu Sekt nach der Champagnermethode bildet eine weitere interessante Facette des Weinguts. Seit 1988 gelingt Klaus Stülb dank dieses schonenden Verfahrens eine extra feine Perlung. Durch den Verzicht auf mechanische Bewegungen des sich entwickelnden Sektes bleiben die Bukettstoffe und die Feinheit erhalten. Eine lange Hefezeit von bis zu drei Jahren bewirkt zusätzlich die eindrucksvolle Perligkeit des prämierten Sektes.

Öffnungszeiten

Montag

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Dienstag

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Mittwoch

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Donnerstag

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Freitag

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Samstag

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Sonntag

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nach Vereinbarung

Adresse

Unsere Adresse:

Untere Barlstraße 20 56856 Zell-Kaimt

GPS:

50.0226, 7.177609999999959


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Regent
Weißwein:
Riesling, Müller-Thurgau, Grauer Burgunder, Gewürztraminer, Gelber Muskateller
Weitere Erzeugnisse:
Sekt, Saft, Trester-, Hefe- und Zwetschgenbrand

Angebote & Leistungen


Weinbergsführungen:
 
Weinkellerführungen:
 
Weinprobe / Verkostung:
 
Übernachtungsmöglichkeiten:
  Ferienwohnung für maximal 6 Personen

Anreiseinformationen (Anfahrt)

von Norden: A 61 Mönchengladbach-Bingen bis Kreuz Koblenz, dann auf die A 48 bzw. A 1 Richtung Trier wechseln und dieser bis Ausfahrt Kaisersesch folgen. Von dort nach Cochem und dann auf der B 49 über Ediger-Eller, Alf und Bullay nach Zell-Kaimt fahren.

von Süden: A 61 Bingen-Mönchengladbach bis Ausfahrt Rheinböllen fahren, dann der B 50 bis Kirchberg folgen und von dort auf der B 421 nach Zell-Kaimt fahren.
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