Bei Alfred Cuy kam die Liebe zum Wein mit der Distanz, sagt er rückblickend. Denn zunächst verließ er seinen Heimatort Merl und ging nach Köln, um dort seinen Lebensunterhalt als Ingenieur zu verdienen. Als er jedoch erfuhr, dass seinem leer stehenden Elternhaus der Abriss drohte, damit ein Parkplatz entstehen könne, zog es Alfred Cuy zurück an die Mosel. Denn an dem jahrhundertealten Fachwerkhaus hatte er schon immer gehangen – und nun war der Anlass gekommen, ihm wieder Leben einzuhauchen. In seiner Jugend, als er dem Vater in den Weinbergen helfen musste und so um seine Freizeit gebracht wurde, hatte er den Wein gehasst. Jetzt aber war der Reiz groß, sich hier gemeinsam mit seiner Frau Marie Meyes-Cuy eine neue Existenz aufzubauen.

Das aus dem 15. Jahrhundert stammende Fachwerkhaus renovierten sie mit viel Ausdauer und Freude nach historischen und baubiologischen Gesichtspunkten. Dabei war das Paar bemüht, den besonderen Stil und die Ausstrahlung des Burghofes zu erhalten.

Den Weinbau begann Alfred Cuy 1984 mit einem klapprigen Traktor und einer Handvoll Weinberge, erzählt er heute. Die notwendigen Arbeiten draußen und im Keller waren ihm vertraut, und so machte er sich mit viel Elan daran, kontinuierlich an der Qualität der selbst ausgebauten Weine zu feilen und einen Kundenstamm aufzubauen. Ökologisch zu wirtschaften, war von Anfang an sein Ziel gewesen. Deshalb ist der Betrieb seit 1987 Mitglied bei Ecovin.

Auf seiner 2 ha großen Rebfläche kultiviert Alfred Cuy zu 95 Prozent den Riesling. Er baut ihn sortenrein und spritzig aus, verbunden mit einer herzhaft-fruchtigen Weinsäure. Doch die Weine sind keineswegs knochentrocken und mit exorbitant hohen Säuregehalten ausgestattet, so wie es sich für Moselrieslinge der 1980er Jahre gehörte.

Das Angebot reicht von leichten Kabinettweinen als optimale Begleiter der feinen Küche über kräftige, trockene Weine bis hin zu milden und feinherben Weinen. Zu den Spitzenweinen zählen die Auslesen – trocken, halbtrocken oder edelsüß – ebenso wie elegante Spätlesen. Alfred Cuy ist der Ansicht, dass nicht allein die Öchslegrade die Qualität eines Weines ausmachen. Im gleichen Maße bestimmten Bodenbeschaffenheit, schonender Ausbau und die Harmonie der Extrakte den Ausdruck des Weines. Gleiches mag für den Sekt gelten, der nach dem klassischen Flaschengärverfahren selbst hergestellt wird und zu den Spezialitäten des Weinguts zählt.

Alle Trauben reifen ausschließlich in den traditionellen Steilhängen des Moseltales. Die wohl beste Lage ist der Merler Stephansberg. Er ist optimal nach Süden ausgerichtet und ermöglicht durch seinen sehr kräftigen Boden äußerst fruchtige, bukettreiche Weine. Die Vergärung des Traubenmostes erfolgt stets ohne Reinzuchthefe. Hierbei kommt Alfred Cuy der Felsenkeller, der 1435 gebaut wurde und somit schon existierte, bevor Kolumbus Amerika erreichte, zugute. Er bewirkt durch seine konstant kühle Temperatur einen langsamen Gärprozess, so dass die entstehende Kohlensäure weitgehend erhalten bleibt.

Es locken aber nicht nur die ausdrucksstarken Weine des Betriebes nach Merl. Besonders reizvoll sind die geräumigen und stilvoll eingerichteten Ferienwohnungen, die nicht zuletzt wegen der integrierten Sauna zu einem Kurzurlaub einladen. Das i-Tüpfelchen dürfte dann eine ayurvedische Massage sein, die Sie in Ihrer Ferienwohnung genießen können.

Öffnungszeiten

Montag

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Dienstag

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Mittwoch

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Donnerstag

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Freitag

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Samstag

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Sonntag

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nach Vereinbarung

Adresse

Unsere Adresse:

Zandtstraße 82 56856 Zell-Merl

GPS:

50.04158, 7.162990000000036

E-Mail:

Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Spätburgunder
Weißwein:
Riesling
Weitere Erzeugnisse:
Sekt, Tresterbrand, Öl, Essig

Angebote & Leistungen


Weinbergsführungen:
 
Weinkellerführungen:
 
Weinprobe / Verkostung:
  bis 12 Personen
Übernachtungsmöglichkeiten:
  drei Ferienwohnungen
Weitere Besonderheiten:
  Räumlichkeiten für Seminare, Workshops, Massage, Sauna, Fahrrad- und Kanuverleih

Anreiseinformationen (Anfahrt)

A 61 Bingen-Mönchengladbach bis Kreuz Koblenz, dann auf der A 48 bzw. A 1 Richtung Trier bis zur Ausfahrt Wittlich fahren. Dann der B 49 über Kinderbeuren, Bengel und Alf nach Bullay folgen, dort rechts nach Merl abbiegen.

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