Rudolf Trossen wollte bereits als Zehnjähriger Winzer werden und hatte Mitleid mit denjenigen, die aufs Gymnasium gingen und noch weitere Jahre die Schulbank drückten. So übernahm er denn auch mit 21 Jahren und der Winzerausbildung in der Tasche den elterlichen Weinbaubetrieb. Da er allerdings seit jeher einen Ekel gegenüber chemischen Pflanzenschutzmitteln empfunden hatte, so erzählt er heute, gab es für ihn von Anfang an nur eine alternative Bewirtschaftung. Er lernte den biologisch-dynamischen Denkansatz kennen und fand bei Demeter die meisten Erkenntnisse darüber, was eine Pflanze im Grunde sei und dass die Weinrebe wie keine andere Pflanze die Gesellschaft präge. Rudolf Trossen beschäftigte sich intensiv mit diesen geistigen Hintergründen und begann 1978 mit seiner Frau Rita, das Weingut auf die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise umzustellen. Er war Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft biologisch-dynamische Wirtschaftsweise Rheinland-Pfalz und Saarland und später auch des Bundesverbandes Ökologischer Weinbau (BÖW).

Das Pionierdasein ist nicht leicht gewesen und es bedurfte einer harten Zeit des Lernens und Experimentierens, bis Ertrag und Qualität mit einer standortangepassten Humuswirtschaft und Bodenpflege sowie einem schonenden Pflanzenschutz gesichert werden konnten. Der Boden der 2 ha umfassenden Rebfläche, die vornehmlich mit Riesling bestockt ist, wird mit biologisch-dynamischen Präparaten stimuliert. Dadurch wird er sensibel für die Rhythmen der Natur, durchlässig für das Besondere, erklärt Rudolf Trossen. Gerade in einer Zeit der Beliebigkeit, Uniformität und Austauschbarkeit möchte er seinen Wein zum unverwechselbaren Ausdruck der hiesigen geologischen und klimatischen Situation werden lassen. Diesen Heimatwein beschreibt er gar in Gedichtform:
»Wenn ein Wein nach Erde duftet oder Stein
Und durch subtilste Fruchtaromen tänzelnd
Den Ort, wo er gewachsen, offenbart,
wenn er authentisch ist, nach Oben offen, zart,
dann nennt man ihn: den ‚Heimatwein’.«
Dem gegenüber gebe es den »Frankenstein« – technisiert, geschminkt und parfümiert, anonym und im Charakter klein. Im Keller geht Rudolf Trossen stets offen in die Situation hinein und erkundet mit viel Fingerspitzengefühl, wie der Wein werden will. Jeder Herbst sei von den spannenden Wochen geprägt, in denen sich die Zukunft entwickelt. Er vergleiche den Weinkeller dann mit einem Atelier, in dem der Weinkünstler den Rohstoff der Natur plastiziere. Seine 30-jährige Berufserfahrung ist ihm dabei eine wesentliche Stütze.

Das Ergebnis sind trockene, halbtrockene und feinherbe Rieslinge, die von einer angenehmen Spritzigkeit geprägt sind. Diese resultiert aus der schonenden Vorgehensweise im Keller, da auf groben Maschineneinsatz und unnötige Pump- oder Bewegungsvorgänge verzichtet wird. Das Angebot reicht vom trockenen Qualitätswein über den feinherben Kabinett bis hin zur trockenen Spätlese und fruchtigen Auslese. Die Rotweine werden zum Teil im Barriquefass ausgebaut. Als nicht-alkoholisches Getränk können die Kunden das Kristdyn Traubenelixier entdecken. Es vereint Traubensaft, Weinrebenblätter und Traubenkernöl und dient der körperlichen und seelisch-geistigen Erfrischung und Kräftigung. Dieses Stärkungsmittel hat Rudolf Trossen gemeinsam mit vier weiteren Winzern aus der Taufe gehoben. Ziel ist es, die Kräfte und Substanzen der gesamten Rebe ohne alkoholische Gärung zu vereinen.

Öffnungszeiten

Montag

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Dienstag

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Mittwoch

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Donnerstag

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Freitag

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Samstag

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Sonntag

-

nach Vereinbarung

Adresse

Unsere Adresse:

Bahnhofstraße 7 54538 Kinheim-Kindel

GPS:

49.971779, 7.050529600000004


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Spätburgunder, Dornfelder
Weißwein:
Riesling
Weitere Erzeugnisse:
Sekt, Tresterbranntwein, Essig, Kristdyn Traubenelixier

Angebote & Leistungen


Weinbergsführungen:
  auch in Kombination mit Imbiss und Weinprobe
Weinkellerführungen:
 
Weinprobe / Verkostung:
  nach Vereinbarung (u.a. Kulturgeschichte am Beispiel der Rebe, Ökologie der Rebe, auch mit Diaschau),

Anreiseinformationen (Anfahrt)

A 61 Bingen-Mönchengladbach bis Kreuz Koblenz, dann auf die A 48 bzw. A 1 Richtung Trier wechseln und dieser bis Ausfahrt Wittlich folgen. Von dort auf der B 50 und später B 53 über Platten und Ürzig nach Kinheim fahren.




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