Kultur ist trinkbar – diese faszinierende Tatsache möchte Hans Dienhart den Besuchern seines Weinguts vermitteln, und es gelingt ihm ausgezeichnet. Bei einem Spaziergang durch die Weinberge erklärt er eindrucksvoll, wie der mäanderartige Verlauf der Mosel vor 80.000 Jahren die Landschaft, die Menschen und den hiesigen Weinbau prägte und auf welche Weise die warmen Südhänge rund um die Gemeinde Maring-Noviand, die erstmals 634 n. Chr. urkundlich erwähnt wurde, den Wein heute beeinflussen.

Die Geologie und die zum Teil sehr mineralhaltigen Schieferböden aus prähistorischer Zeit lassen sich insbesondere beim Genuss des hier beheimateten Rieslings schmecken – sie machen ihn unverwechselbar. Den krönenden Abschluss dieses geologisch und kulturhistorisch wertvollen Ambientes bildet die römische Weinkelter aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., die sich inmitten der Rebhänge von Hans Dienhart befindet. Per Zufall wurde dieses Wahrzeichen römischer Weinkultur an der Mittelmosel 1977 bei Drainagearbeiten gefunden, inzwischen wurde es vollständig rekonstruiert. Weil dabei zum Teil mit Originalelementen, die vor Ort gefunden wurden, vorgegangen werden konnte, gibt eine Besichtigung des Gebäudes einen besonders guten Einblick in die Weinerzeugung vergangener Zeit. Hans Dienhart betreibt in der neunten Generation Weinbau, nachdem er 1975 das elterliche Weingut übernommen hatte. Die ökologische Bewirtschaftung der inzwischen 3,9 ha großen Rebfläche basiert auf dem urchristlichen Wunsch von Maria und Hans Dienhart, die Schöpfung zu schonen und in Harmonie mit ihr zu leben. Auch wenn die Arbeit dadurch anstrengender ist, sagt der Winzer, so genieße er stets das gute Gefühl, mit Freude zu wirtschaften und sich frei bewegen zu können, ohne etwas verbergen zu müssen. 1980 begann er daher, nach ökologischen Richtlinien zu arbeiten. Um seinen Grundsatz »Gesunder Boden – Gesunde Rebe – Gesunder Wein« auch nach außen hin Nachdruck zu verleihen, ist er seit 1995 Mitglied des Ecovin-Verbandes. Darüber hinaus misst Hans Dienhart den Kräften des Mondes einen großen Stellenwert bei und orientiert sich häufig am Mondkalender. Exemplarisch erzählt er von den Rebstöcken, die er 1996 bei strömendem Regen und unter den spöttischen Blicken der Winzerkollegen pflanzte – und die heute »wie Donnerschlag« gedeihen. Der Riesling ist die Hauptsorte des Weinguts. Vom herzhaften Hausschoppen über einen trockenen, halbtrockenen oder lieblichen Prädikatswein bis hin zum Hochgewächs wird er in all seinen Varianten angeboten. Als Hochgewächs gelten Qualitätsweine von besonderer Güte, die mit ihrer vollmundigen und weichen Art die höchsten Ansprüche
erfüllen.

Ein Novum, das bereits jetzt sehr gut ankommt, ist der 2001er im Barrique gereifte Riesling, der sich durch sehr viel Substanz und eine nicht zu dominante Säure auszeichnet. Selbstverständlich werden die Rieslingtrauben auch zu Sekt veredelt
und ergänzen die feinperligen Kernersekte. Der Müller-Thurgau taucht als Classic-Wein auf der Weinliste auf, ein trockener, harmonischer Wein mit schöner Frucht und milder Säure.

Die roten Rebsorten machen etwa ein Viertel des Angebots aus. Spätburgunder wie Regent werden im großen Holzfass oder im Barriquefass ausgebaut. Wie bei den Weißweinen liegt auch hier das Augenmerk auf der trockenen Geschmacksrichtung.

Öffnungszeiten

Montag

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Dienstag

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Mittwoch

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Donnerstag

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Freitag

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Samstag

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Sonntag

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nach Vereinbarung

Adresse

Unsere Adresse:

In der Duhr 6 54484 Maring-Noviand

GPS:

49.92967059999999, 6.988604200000054


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Spätburgunder, Regent
Weißwein:
Riesling, Müller-Thurgau
Weitere Erzeugnisse:
Sekt, Saft, Destillate

Angebote & Leistungen


Weinbergsführungen:
 
Weinkellerführungen:
 
Weinprobe / Verkostung:
  bis 50 Personen
Seminare:
  ökologische und historische
Übernachtungsmöglichkeiten:
  Gästezimmer
Besondere Ereignisse:
  Hoffest im August
Weitere Besonderheiten:
  Besichtigung der Römerkelter aus dem 2. Jhrdt. n. Chr., geführte Rad- und Wandertouren

Anreiseinformationen (Anfahrt)

A 61 Bingen-Mönchengladbach bis Kreuz Koblenz, dann auf die A 48 bzw. A 1 Richtung Trier wechseln und bis Ausfahrt Wittlich fahren. Dann auf der B 50 über Zeltingen und Bernkastel-Kues nach Maring-Noviand fahren.
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