Der Weinhof Herrenberg ist eines der jüngsten ökologischen Weingüter in Deutschland – und zugleich eines der besten. Manfred und Claudia Loch kamen zum Weinbau »wie die Jungfrau zum Kinde«, erzählen sie heute. 1992 kauften sich die beiden Weininteressierten – er gelernter Kfz-Mechaniker, sie Arzthelferin – mit 12 ar ihren ersten Weinberg. Jahr um Jahr nahm die Rebfläche langsam zu, bis sie schließlich als Hobby zu groß und zum Leben zu klein war. Da die beiden zudem einen sehr hohen Anspruch an Weinqualität hatten, tranken sie sich schnell in ein Level, das kaum mehr bezahlbar war, berichtet Manfred Loch. Da stellten sie sich die Frage: Wenn wir die Lagen und die Weinberge haben, warum erzeugen wir unseren Spitzenwein nicht selber?
Bis ein neues Wirtschaftsgebäude samt Keller gebaut werden konnte, war der Anfang allerdings sehr beschwerlich. Die ersten Jahrgänge wurden nachts in einem viel zu kleinen Keller gekeltert, um die kostbaren Herbsttage optimal zu nutzen. Das Ergebnis waren dennoch bereits damals herausragende Rieslinge, die in der Weinbranche große Beachtung fanden. Seither stellen die Lochs Jahr für Jahr faszinierende Saarrieslinge vor, bei denen ein Wein besser ist als der andere. Die Rebfläche ist inzwischen auf 2,5 ha angewachsen und besteht ausschließlich aus steilen Spitzenlagen mit Schieferböden und optimaler Ausrichtung. Prachtstück ist eine Parzelle mit 100 Jahre alten, tief verwurzelten Reben im Wiltinger Schlangengraben. Alle Weine werden parzellenrein ausgebaut, um das jeweilige Terroir im Wein optimal zu Geltung zu bringen. Die Erträge sind mit 30 bis 35 hl/ha ausgesprochen niedrig und tragen gemeinsam mit dem hohen Reifegrad, dem schonenden Transport und dem Ausbau in Edelstahltanks zu dem aromatischen Genusserlebnis bei.

Während Manfred Loch für den Ausbau und den Verkauf verantwortlich ist, kümmert sich Claudia Loch um die Reberziehung im Weinberg. Hierbei geht sie mit viel Herzblut und sehr akribisch vor. An jedem Rebstock arbeitet sie intensivst, schließlich liegt hier der Schlüssel für die Weinqualität. Um eine optimal aufgebaute Laubwand zu erhalten, wendet sie einen komplizierten und daher auch sehr seltenen Schnitt an. Dessen Ziel ist ein ausgefeiltes Blatt-Frucht-Verhältnis, das eine höhere Assimilation und damit auffallend aromatische Beeren mit weit überdurchschnittlichem Reifegrad zur Folge hat.

Nach den ökologischen Richtlinien des Ecovin-Verbandes arbeitet das Paar von Anfang an, etwas anderes sei ihnen gar nicht in den Sinn gekommen. Zum einen hatte Claudia Loch bereits in dem 800 Quadratmeter großen Hausgarten ihr Händchen für Kompostwirtschaft und Bodenfruchtbarkeit bewiesen. Zum anderen nahmen sich die Lochs auch ein wenig den Weinbau um 1900 zum Vorbild, als die Saarrieslinge ihre Blütezeit erlebten. Trotz Pilzkrankheiten und Schädlingen wurden damals Spitzenweine erzeugt, und zwar bei Erträgen zwischen 15 und 30 hl/ha, bei der Verwendung von viel Stallmist und ohne den Einsatz von Reinzuchthefe. So lag es nahe, sich an diesen Vorgaben zu orientieren.

Das Gros der Weine wird im trockenen Bereich verkauft, wobei der Geschmack außergewöhnlich mineralisch, würzig und gehaltvoll ist. Aber gibt es ein Jahr für edelsüße Weine, so werden eben edelsüße Weine erzeugt, so Manfred Loch. Diese eigneten sich allerdings nicht für den täglich Genuss, sondern seien eher »Meditationsweine«. Jeder Wein hat eben seine Persönlichkeit – und für die Lochs ist ein Wein stets ein Kunstwerk und Kulturgut, mit dem es sich immer wieder auseinander zu setzen lohnt.

Öffnungszeiten

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Adresse

Unsere Adresse:

Hauptstr. 80, 54441 Schoden

GPS:

49.63917360000001, 6.57758960000001


Unsere Weine & Erzeugnisse


Weißwein:
Riesling
Weitere Erzeugnisse:
Sekt

Angebote & Leistungen


Weinbergsführungen:
 
Weinkellerführungen:
 
Weinprobe / Verkostung:
 

Anreiseinformationen (Anfahrt)

A 48 bzw. A 1 Koblenz-Trier-Saarbrücken bis Dreieck Moseltal fahren und dann der A 602 bis Trier-Verteilerkreis folgen. Von dort auf der B 51 Richtung Saarburg bis Konz und von Konz über Wiltingen nach Schoden fahren.
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