Für die Weine des Weinguts Graf von Kanitz gilt die Qualitätsphilosophie »Lieber weniger, dafür feiner«. Sie zeigt sich besonders deutlich bei den Spitzenweinen mit der Bezeichnung »Erstes Gewächs«. Als Erstes Gewächs dürfen nur solche trockenen Weine vermarktet werden, die bestimmte zusätzliche Qualitätskriterien erfüllen. Im Jahr 1999 wurde dafür unter wissenschaftlicher Obhut festgelegt, welche Weinbergparzellen im Rheingau für die Spitzengewächse im trockenen Bereich geeignet sind. Ein Großteil der Rebfläche des Weinguts Graf von Kanitz wurde für das Erste Gewächs klassifiziert.

Mit einem Anteil von fast 90 Prozent an der insgesamt 12 ha umfassenden Anbaufläche ist der Riesling die Hauptsorte. Der Wein ist zart, feingliedrig und fruchtig. Der Gewürztraminer mit seinem würzigen Aroma wird als trockener Wein mit relativ wenig Säure angeboten und bildet einen Gegensatz zum Riesling. Entweder als Weißherbst oder als Rotwein wird der Spätburgunder ausgebaut. Der überwiegende Teil der Kanitz’schen Weine ist trocken, Sie finden aber auch einen eleganten halbtrockenen Riesling Kabinett oder einen halbtrockenen Qualitätswein in der Literflasche. Nicht unerwähnt dürfen die ausgezeichneten Spätlesen und Auslesen bleiben, die ausgewogen und sehr gehaltvoll, verspielt mit frischer Säure oder voller reifer Aromen sein können. Die Weine des Gutes, das im Verband der Prädikatsweingüter (VDP) und zugleich beim ökologischen Verband Ecovin Mitglied ist, fallen auf im Rheingau, weil sie schlanker und mineralischer sind. Begünstigt wird ihr Qualitätsniveau durch die leicht erwärmbaren Lagen auf Quarzit- und Schieferböden, die sich alle in unmittelbarer Nähe zum Rhein befinden und relativ steil sind. Beim Ausbau wird darauf Wert gelegt, die Frische mit auf die Flasche zu bringen. Die in Edelstahltanks gereiften Weißweine werden spätestens im Mai abgefüllt; nach einer Flaschenreife, die je nach Qualität einige Jahre beanspruchen kann, sind die Weine angenehm langlebig. Die Rotweine verbleiben mindestens ein Jahr im Holzfass, wobei nicht das Toast-Aroma im Vordergrund steht, sondern die Atmung des Weines.

Dieses Weingut blickt auf eine lange Historie zurück. Vermutlich im 13. Jahrhundert erbaut, war es bis zum Ende des 18. Jahrhunderts im Besitz des Freiherrn vom Stein, der als Preußischer Minister die Bauern von der Leibeigenschaft befreite, als Berater des russischen Zars tätig war und beim Wiener Kongress eine bedeutende Rolle spielte. Seit 1926 gehört das Gut den Grafen von Kanitz, es wurde stets über die weibliche Erbfolge vererbt. Christian Linz löste Anfang 2003 den bisherigen Betriebsleiter und Kellermeister Ralf Bengel ab. Dieser hatte auf Wunsch des Grafen von Kanitz, der in Westfalen auf Schloss Cappenberg wohnt, das Weingut endgültig auf die ökologische Wirtschaftsweise umgestellt und durch seinen Ehrgeiz erreicht, dass die hohen Qualitätsansprüche des Weinguts stets erfüllt wurden. Dieser Herausforderung stellt sich nun als sein Nachfolger Christian Linz, der zuvor 14 Jahre lang in Neuseeland ein Weingut leitete.

Öffnungszeiten

Montag

9:00 - 17:00 Uhr

Dienstag

9:00 - 17:00 Uhr

Mittwoch

9:00 - 17:00 Uhr

Donnerstag

9:00 - 17:00 Uhr

Freitag

9:00 - 17:00 Uhr

Samstag

nach Vereinbarung

Sonntag

-

Adresse

Unsere Adresse:

Rheinstraße 49 65391 Lorch

GPS:

50.0433504, 7.803748400000018


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Spätburgunder
Weißwein:
Gewürztraminer, Riesling
Weitere Erzeugnisse:
Sekt, Wein- und Hefebrand

Angebote & Leistungen


Weinprobe / Verkostung:
  bis 30 Personen
Weitere Besonderheiten:
  Offener Weinkeller am letzten Maiwochenende

Anreiseinformationen (Anfahrt)

A 66 Frankfurt/Main-Wiesbaden bis Eltville am Rhein, dann auf der B 42 über Rüdesheim nach Lorch fahren.
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