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Das Jahr habe irgendwie keinen richtigen Abschluss, wenn die reifen Trauben im Herbst nicht mit der Hand, sondern mit dem Vollernter geerntet werden würden. An diesem Satz von Regina Hothum lässt sich bereits erahnen, mit welcher Einstellung sie und ihre beiden Männer – ihr Ehemann Karlfried und ihr Sohn Andreas Hothum – Weinbau betreiben. Die Familie bleibt bodenständig in ihrer Arbeit und besinnt sich auf bewährte Arbeitsmethoden. Modernste Technik kommt nur selten zum Zuge, oft ist sie auch gar nicht notwendig. Das beste Beispiel dafür ist wohl die eigene Sektherstellung von Karlfried Hothum. Mit Feingefühl und Leidenschaft möchte er »Gutes noch besser machen« – und es gelingt ihm. Die sorgfältige Handarbeit ist nicht nur für das traditionelle Flaschengärverfahren notwendig, bei dem der Sekt handgerüttelt wird. Darüber hinaus erfolgt eine warme Degorgierung der Gutssekte ohne Maschinen, was heutzutage in Deutschland kaum noch anzutreffen ist. Denn üblicherweise werden die Flaschen oben vereist, um den Hefepfropfen, der sich bei der allmählichen Über-Kopf-Lagerung gebildet hat, entfernen zu können. Oder es wird warm degorgiert, dann allerdings mit speziellen Maschinen. Karlfried Hothum dagegen verzichtet auf das Vereisen und die Technik und wendet lieber Handwerkskunst an: Es muss blitzschnell gehen, wenn er die Flasche öffnet, die Hefe herausschießt und die Flasche mit dem Daumen wieder zugehalten werden muss, damit so wenig wie möglich Sekt verloren geht, bevor der Korken die Flasche endgültig verschließt. Langes Üben, Ehrgeiz und natürlich Fingerspitzengefühl sind hierfür notwendig. Das Ergebnis sind Sekte, die eine durch und durch schonende Behandlung erfahren haben, von der Lese bis zur verkaufsfertigen Flasche. Das Angebot der Weine reicht vom Grünen Silvaner brut über einen Spätburgunder Weißherbst bis zu einem Rotling extra trocken. Als Perlwein gibt es den Muskateller »Musecco«, der die Kunden mit seiner fruchtigen Würze überzeugt.

Andreas Hothum ist 1999 nach seinem Weinbaustudium in Geisenheim in den elterlichen Betrieb eingestiegen und brachte neue Impulse mit. So erhöhte er auf der 10 ha großen Anbaufläche den Rotweinanteil langsam auf etwa 50 Prozent. Auch begann er mit dem Ausbau der Weine im Barriquefass, was inzwischen als seine große Leidenschaft bezeichnet werden kann. Eine Spezialität ist der im Barrique ausgebaute Frühburgunder.

Alle Weine liegen zumeist im trockenen Bereich. Die im Edelstahltank ausgebauten Weißweine sind feinfruchtig und leicht. Viele haben Kabinettqualität und eignen sich mit relativ wenig Alkohol bestens als Essensbegleiter. Aber auch einige Spätlesen sind zu finden, »starke Weinpersönlichkeiten mit innerer Balance und Reife«. Der Familienbetrieb, der sich aus einem ehemals landwirtschaftlichen Gemischtbetrieb herausgebildet hat und seit 1989 ökologisch bewirtschaftet wird, baut jedoch nicht nur Wein an. Ein anderer Schwerpunkt ist der ebenfalls ökologisch erzeugte grüne und weiße Spargel.

Öffnungszeiten

Montag

-

Dienstag

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Mittwoch

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Donnerstag

-

Freitag

-

Samstag

10:00 - 17:00 Uhr

Sonntag

-

und nach Vereinbarung

Adresse

Unsere Adresse:

Germaniastraße 30 55459 Aspisheim

GPS:

49.90609200000001, 7.982311699999968

Telefon:
E-Mail:

Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Spätburgunder, Frühburgunder, Dornfelder, Portugieser
Weißwein:
Silvaner, Riesling, Weißer und Grauer Burgunder, Morio-Muskat
Weitere Erzeugnisse:
Sekt, Saft, Brände, eigener Spargel, Honig, Olivenöl

Angebote & Leistungen


Weinbergsführungen:
 
Weinkellerführungen:
 
Weinprobe / Verkostung:
  bis 20 Personen
Weitere Besonderheiten:
  Weinbergwanderungen

Anreiseinformationen (Anfahrt)

A 61 Koblenz-Ludwigshafen bis Kreuz Bingen, dort auf die B 41 Richtung Ingelheim fahren, sogleich aber rechts nach Aspisheim abbiegen.
Oder A 63 Mainz-Alzey bis Kreuz Alzey, dort auf die A 61 Richtung Koblenz wechseln und weiter wie oben.

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