Klaus Zimmerlings Weine sind außergewöhnlich, und ein Besuch des Weinguts hinterlässt ein Gefühl der Begeisterung. Der studierte Maschinenbauer widmete sich jahrelang zunächst nur in seiner Freizeit dem Weinbau, bevor er in der österreichischen Wachau bei einem Winzer für ein Jahr in die Lehre ging. Anschließend wagte er 1992 den Schritt in die Selbständigkeit – mit 1,5 ha Rebfläche in der Lage »Pillnitzer Königlicher Weinberg« vor den Toren Dresdens. Inzwischen ist die Fläche auf 4 ha angewachsen, und die anfangs zum Betrieb gehörende Pfirsichplantage ist weiteren Rebstöcken gewichen.

Mit der Spitzhacke muss Klaus Zimmerling den Boden bearbeiten, um neue Pflanzen setzen zu können. Doch gerade diese extremen geologischen Verhältnisse, der verwitterte Granit und Gneis, ist in Verbindung mit der Südlage der Hänge besonders günstig für den Anbau von hochwertigen Weinen. Bei sehr niedrigen Erträgen – 24 hl/ha sind schon reichlich – können bereits junge Reben ausdrucksstarke Weine hervorbringen. Für die Entfaltung eines mineralischen Charakters ist
besonders Riesling gut geeignet, der daher neben Traminer und Grauer Burgunder den Schwerpunkt darstellt. Sorten wie Müller-Thurgau und Kerner, die zunächst nahezu die gesamte Rebfläche ausmachten, hat Klaus Zimmerling etwas urückgenommen, auch weil sie sich gegenüber Pilzkrankheiten relativ empfindlich zeigen. Bei der Pflege der Weinberge wurde von Anfang an auf ökologische Grundsätze geachtet. Klaus Zimmerling nimmt den Boden als Lebewesen an und lehnt beispielsweise Kunstdünger ab, da dieser zu einem Ungleichgewicht führen würde.

Das eigentliche Ziel, das der Winzer mit viel Ehrgeiz verfolgt, liegt im Hervorbringen unverwechselbarer Weine von hoher Qualität. Sie verkörpern die besonderen Anbaubedingungen sowie die Risikobereitschaft und Geduld beim Ausbau. Klaus Zimmerling möchte jedem Wein die Freiheit gegeben, seinen individuellen Charakter zu entwickeln. Dass das Ergebnis dennoch nicht vom Zufall bestimmt ist, spricht für das Geschick des Winzers. Der Einsatz von moderner Technik ist Sachsen minimal: Die Kühlung findet mittels nasser Bettlaken statt, die Verdunstungskälte abgeben, und die Temperatur wird mit der Hand gemessen. Die Gärung dauert bei leichten Weinen einige Tage und kann sich bei den entsprechenden Voraussetzungen bis auf sechs Wochen erstrecken. Eine Holznote erhält ein Wein nur ausnahmsweise. Für seine Arbeit nutzt der Winzer die attraktiven Kellerräume des Pillnitzer Schlosses. Das Kreuzgewölbe zählt zu den ältesten Teilen des Gebäudes.

Die Weine sind überwiegend trocken. Klaus Zimmerling bietet seine Weine aufgrund der vielen kleinen Partien durchweg als Landwein an. Und da er keinen Sinn darin sieht, guten Wein billig zu verkaufen, hat jede Flasche ihren stolzen Preis – der zweifellos gerechtfertigt ist. Ein optischer Genuss sind die Flaschen im Übrigen auch, da jede von ihnen eine Abbildung einer Skulptur trägt, welche die Bildhauerin Malgorzata Chodakowska, Zimmerlings Ehefrau, angefertigt hat.

Öffnungszeiten

Montag

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Dienstag

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Mittwoch

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Donnerstag

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Freitag

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Samstag

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Sonntag

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nach Vereinbarung

Adresse

Unsere Adresse:

Bergweg 27 01326 Dresden-Pillnitz

GPS:

51.00579873423712, 13.891404954066047


Unsere Weine & Erzeugnisse


Weißwein:
Riesling, Traminer, Grauer Burgunder, Kerner, Bacchus, Müller-Thurgau

Angebote & Leistungen


Weinbergsführungen:
 
Weinkellerführungen:
 
Weinprobe / Verkostung:
  im Winter im Schloss Pillnitz, im Sommer im Weinberg
Besondere Ereignisse:
  Elbhangfest am letzten Juniwochenende

Anreiseinformationen (Anfahrt)

A 4 Eisenach-Dresden bis Ausfahrt Dresden-Neustadt, dann zunächst auf der Lommatzscher Straße Richtung
Neustadt fahren, am Dreyssingplatz auf die Leipziger Straße Richtung Loschwitz wechseln. Dann der B 6 (Anton- bzw. Bautzner Straße) folgen, bis rechts die Schillerstraße abgeht, die in die Pillnitzer Landstraße übergeht. Diese wird in Dresden-Pillnitz zur Orangerie- und schließlich zur Lohmener Straße, von der kurz vor dem Pillnitzer Schloss links der Bergweg abzweigt.

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