In Weinsberg bilden die berühmte Weinbauschule, die Rebenzüchtungs- und Forschungsanstalt sowie das Staatsweingut das Zentrum des württembergerischen Weinbaus. Insgesamt umfassen die Rebflächen des Weinguts 40 ha an Südwest- und Südhängen des württembergischen Unterlandes. 12 ha davon sind rund um die Burg Wildeck angesiedelt und werden seit 1993 ökologisch nach den Richtlinien des Naturland-Verbandes bewirtschaftet.

Burg Wildeck ist ein Versuchsbetrieb, in dem das Gesamtsystem des Ökologischen Weinbaus erprobt wird. Erfahrungen werden gesammelt und neue Sorten geprüft, ferner erfolgen Versuche mit verschiedenen Pflanzenbehandlungsmitteln, etwa mit Kompost- und Kräuterextrakten zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten. Denn in der ökologischen Weinbauforschung ist es eines der wesentlichsten Anliegen, ein Ersatzmittel für Kupfer zu finden, um gegen Pilzkrankheiten möglichst umweltschonend vorgehen zu können.

Die Geschichte Wildecks geht bis in das 13. Jahrhundert zurück, als die Erbauer und früheren Eigentümer befestigte Bauwerke zum Schutz von Grenzen und Verkehrswegen benötigten. Der heutige Burgturm stammt aus dem 14. Jahrhundert. Erste Besitzer der Burg waren die Herren von Heinriet und später die Grafen von Löwenstein. 1933 wurden die Burg, der Wald und die Weinberge an den württembergischen Staat verkauft. Seit dieser Zeit werden dort weinbauliche Versuche durchgeführt.

Die Wildecker Weinberge liegen am Rand des Schwäbischen Waldes auf 350 Meter Meereshöhe und damit rund 100 m höher als die restliche Rebfläche des Staatsweinguts. Dies macht sich durch eine etwa 1° C niedrigere Durchschnittstemperatur bemerkbar, so dass die Vegetation hier etwas verzögert ist. Da sie jedoch im Herbst länger anhält, werden bei einem zugleich relativ geringen Ertragsniveau fruchtige, aromareiche Weine erzeugt. In einem alten Bericht aus dem 17. Jahrhundert wird Wildeck wegen seiner »muscateller« Weine gerühmt. Ferner befindet sich die Burg in einem Hochtal, das stets frei von Nebel ist. Trotz der niedrigeren Temperaturen ist deshalb die Sonnenscheindauer verhältnismäßig hoch. Dies begünstigt wiederum säurereiche, spritzige Weintypen, welche sich bestens für die Versektung eignen.

Unter der Obhut von Wolfgang Heller, dem Verwalter der Burg Wildeck, wachsen insbesondere die Burgundersorten Spätburgunder, Schwarzriesling und Samtrot sowie die regionalen Spezialitäten Lemberger und Trollinger heran. Im Weißweinbereich dominiert der Riesling. Alle Weine werden gemeinsam mit dem Lesegut der restlichen Gutsflächen ausgebaut.

Schon Anfang der 1980er Jahre begann man, den Barriqueausbau intensiv zu erforschen. Heute ist die Weinbauschule der wissenschaftliche Arm der württembergischen Barrique-Studiengruppe Hades. Auch der einst vergessene Schillerwein wurde 1978 vom Staatsweingut wieder entdeckt. Dieser traditionelle Württemberger Roséwein ist heute – inzwischen ergänzt um den Schillersekt – eine Spezialität des Hauses.

Öffnungszeiten

Montag

9:00 - 17:00 Uhr

Dienstag

9:00 - 17:00 Uhr

Mittwoch

9:00 - 17:00 Uhr

Donnerstag

9:00 - 17:00 Uhr

Freitag

9:00 - 17:00 Uhr

Samstag

-

Sonntag

-

und nach Vereinbarung

Adresse

Unsere Adresse:

Traubenplatz 5 74189 Weinsberg

GPS:

49.15091565714214, 9.288670713689953


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Lemberger, Trollinger, Spätburgunder, Schwarzriesling, Samtrot
Weißwein:
Riesling, Müller-Thurgau, Kerner, Traminer, Weißer und Grauer Burgunder
Weitere Erzeugnisse:
Sekt, Saft, Brände, Liköre

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

A 81 Würzburg-Stuttgart bis Ausfahrt Weinsberg/Ellhofen, von dort auf der B 39 nach Weinsberg fahren.
Oder A 6 Mannheim-Nürnberg bis Kreuz Weinsberg, dort auf die A 81 Richtung Stuttgart wechseln, bis Ausfahrt Weinsberg/Ellhofen fahren und weiter wie oben.
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