Die Gründung dieses Weingutes geht auf die reiche Familie Fontémoing in Bordeaux zurück, die sich im frühen 18. Jahrhundert in Le Gay niederließ, wie diese Gegend ursprünglich hieß. Aber erst 1868 taucht eine Domaine Le Gay in den Annalen wieder auf, geführt von einer Madame Greloud, nach deren Tod der Besitz an ihre beiden Söhne fiel. Er wurde geteilt, und einer von ihnen gab seinem Part den Namen Château Lafleur. In direkter Linie folgten André Robin sowie dessen Töchter Marie und Thérèse als Besitzer, letztere wiederum vertrauten Château Lafleur ihrem Neffen Jacques Guinaudeau an, dem jetzigen Chef des Hauses. Unter seiner Ägide brachten es die Weine aus den bescheidenen vier Hektar, die zum Château gehören, zu Weltberühmtheit. Als Monsieur Guinaudeau 1985 seine Aufgabe antrat, fand er bereits einen kompetenten Partner vor, unter dessen Regie Château Lafleur zu einem Spitzennamen avanciert war: Jean-Pierre Moueix. Der Name steht seit 1937 für ein erfolgreiches Handelshaus in Libourne, dem u. a. heute Château Pétrus gehört. Aber auch die Damen Greloud und Robin verstanden offenbar recht viel von der Winzerei und Küferei, denn für ihre Weine erzielten sie stets beachtliche Preise.

Die 20.000 Flaschen, die jährlich mit dem Etikett Château Lafleur versehen werden, sind – gemessen am gesamten Bordeaux-Quantum – eine verschwindend kleine Menge, und dementsprechend rar und teuer ist dieser köstliche Wein auf dem Markt. Nicht mehr als 20 Hektar beträgt die durchschnittliche Jahresernte. Die Qualität des tiefroten, opulenten und geschmeidig ausgeglichenen Châteaux Lafleur (Merlot, Cabernet Franc) vergleichen Experten gern mit der eines Pétrus…

Rings um das idyllische Städtchen Mouillac mit seinen romantischen, teils sehr alten Bauten (was das Immobiliengeschäft hier interessant macht) wechseln sich kleinere und größere, meist hügelige Rebfelder mit Buschwerk und Waldflächen ab. Nicht mehr als viereinhalb Hektar macht die bebaute Fläche aus, die zum Château Lafleur gehört. Die Bepflanzung mit Merlot macht etwa 60 Prozent aus, zu 40 Prozent Cabernet Franc. Die tiefrote Robe des Weins ist faszinierend, das Buquet nicht weniger. Hachette bescheinigt dem Wein kräftige Nuancen schwarzer Beerenfrüchte, Zimt und Vanille. Und eine sehr lange Lagerfähigkeit.

Der Boden, auf dem Merlot und Cabernet Franc so gut gedeihen, besteht aus einer Schicht feiner Kiesel, durchzogen von breiten Kalkadern. Die Stöcke haben ein Alter von rund 40 Jahren, und eine sehr selektive Lese resultiert in einem geringen Ernteetrag. Der Zweitwein Pensées de Lafleur aus gleichem Hause ist eine gute Alternative, aber auch diese rangiert aufgrund der kleinen Menge unter den gesuchten Raritäten.

Dass ein Zweitwein stets nachrangig genannt wird, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass er eventuell noch teurer als der Erstwein ist: Bei den Pensées de Lalfleur kann eine Flasche des Jahrgangs 2000 an die 85 Euro kosten. Diesen Wein erhält man kaum in einem Geschäft, sondern beim Erzeuger selbst.

Öffnungszeiten

Montag

-

Dienstag

-

Mittwoch

-

Donnerstag

-

Freitag

-

Samstag

-

Sonntag

-

nach Vereinbarung

Adresse

Unsere Adresse:

Grand Village 33240 Mouillac

GPS:

45.0007169, -0.3542374999999538

E-Mail:

-

Web:

-


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Châteaux Lafleur Pomerol AOC – Merlot, Cabernet Franc an etwa 40 Jahre alten Stöcken;
Pensées de Lafleur Pomerol AOC – Merlot, Cabernet Franc an etwa 40 Jahre alten Stöcken.

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Mouillac liegt an der Départementstraße D 246, die 6 km jenseits der N 10 Bordeaux-Angoulême nach Nordosten verläuft (8 km östlich von St.-Andréde-Cubzac). Die Zufahrt zum Château ist ausgeschildert.
Click on button to show the map.

Hinterlassen Sie eine Bewertung

Wein
Weingut
Region
Angebot
Gastfreundschaft
Veröffentlicht...
Ihre Bewertung wurde erfolgreich abgeschickt
Bitte füllen Sie alle Felder aus
Captcha check failed