Das Château Palmer gehört zu den großen Legenden des Bordelais. Es ist der Mittelpunkt eines jener Weingüter im Médoc, das auf Initiative eines britischen Unternehmers entstand, wie schon der Name erkennen lässt.

Charles Palmer (1777-1851), Sohn wohlhabender Eltern mit guten Beziehungen zur Aristokratie, folgte 1808 seinem Vater in das Amt des Bürgermeisters im damals sehr beliebten Badeort Bath und war auch Mitglied des Unterhauses. 1814 erstand er das Weingut Château de Gascq, das er vergrößerte und dem er seinen Namen gab. Doch ein ausschweifender Lebensstil überstieg seine Mittel und zwang ihn zum Verkauf zahlreicher Rebflächen, Immobilien und kleiner Landhäuser. 1830 umfasste sein Besitz »nur« noch 163 Hektar. Um das Weingut Palmer kümmerten sich Verwalter, Palmer selbst sorgte für den Verkauf der Weine, die seinen Namen trugen, in seinem Heimatland. Dank guter Beziehungen war Palmer’s Claret bald in den besten Londoner Clubs eingeführt und genoss nicht zuletzt auch die Gunst des zukünftigen Königs George IV. Doch 1843 war Palmer endgültig pleite, er musste sich nun auch von seinen restlichen Besitztümern trennen. Auf dem von den Bankern Emile und Isaac Péreire übernommenen Anwesen entstand während des »Second Empire« das Château Palmer anstelle des alten Château de Gascq. Der grandiose Bau besticht den Besucher heute wie einst durch seine noble Eleganz, und nicht weniger eindrucksvoll ist die Technik, die man in den Riesenkomplexen nebenan besichtigen kann. 42 konisch geformte Inoxtanks (jede Parzelle wird separat vinifiziert), Hunderte von Eichenfässern im chai, Technik in höchster Vollendung: Hier ist das Reich des Oenologen Thomas Duroux, der in Zusammenarbeit mit dem Technischen Leiter Philippe Delfaut und dem Entwicklungsleiter Bernard de Laage die Arbeit seines in Fachkreisen berühmt gewordenen Vorgängers Bertrand Bouteiller fortführt. Der Ausbau im Barrique vollzieht sich von 16 bis zu 21 Monaten. Für die Bindung der Sedimente im Wein wird Eiweiß zugegeben.

Seit 1938 gehört der gesamte Komplex einer Gemeinschaft französischer, englischer und niederländischer Familien. Die rund um das Schloss und seine Wirtschaftsgebäude gelegenen Rebflächen des Weingutes Palmer, inzwischen auf 52 Hektar reduziert, genießen eine ausgezeichnete Lage auf den Kuppen von Margaux und Cantenac. Der Boden ist von groben Kieseln durchsetzt, hier auch »poudingues de Palassou« genannt. Dieser Boden eignet sich besonders zur Gewinnung von Spitzenweinen, und dank seiner Lage auf den Höhen der Garonne-Ufer kommt den Rebstöcken das einzigartige ozeanische Mikroklima des Médoc zugute. Gelesen wird grundsätzlich per Hand – bis zu 100 Studenten kommen alljährlich zu dieser Arbeit her. Manchmal reisen ganze Busgruppen zur Besichtigung an, aber bis auf bestimmte Präsentgebinde teurer, älterer Jahrgänge findet kein Verkauf an Privatkunden statt. Der gesamte Vertrieb erfolgt über eine Auswahl von Handelshäusern in Bordeaux, über die auch der Export geht, aber nur zwei von ihnen (Millesima und Duclot) versenden auch kleinere Partien an »particuliers«. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich der Palmer-Zweitwein Alter Ego, ein schon relativ jung – nach zwei Jahren – zu genießender Margaux, gleichwohl ausgestattet mit hohem Lagerpotenzial.

Öffnungszeiten

Montag

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Dienstag

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Mittwoch

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Donnerstag

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Freitag

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Samstag

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Sonntag

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Täglich, jedoch ohne Verkauf.

Adresse

Unsere Adresse:

33460 Margaux

GPS:

45.04210564498307, -0.6772383795168935


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Château Palmer Margaux AOC – Merlot, Cabernet Sauvignon, Petit Merlot an durchschnittlich 35 Jahre alten Stöcken;
Alter Ego de Palmer Margaux AOC – Merlot, Cabernet Sauvignon, Petit Merlot an durchschnittlich 35 Jahre alten Stöcken.

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Margaux liegt 26 km nördlich von Bordeaux; von der Ringstraße ab Ausfahrt 7 der D 2 und in Margaux der Beschilderung zum Château folgen.
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