Das Herrenhaus in dem großen, von dicken Mauern umgebenen Hof auf dem bewaldeten Hügel stammt aus dem Jahre 1910 und ist im Louisiana-Kolonialstil gehalten. Das Betreten des Anwesens durch ungebetene Besucher könnte der große Schäferhund verhindern – würde das arme Tier nicht lahmen. Aber an den antiken Kutschwagen in der Remise, des Hausherrn ganzer Stolz, dürfte sich gewiss kein Unbefugter zu schaffen machen, und die Cave ist bestens gesichert…

Jean-Luc und Catherine Viguier bewirtschaften den Betrieb auf den Höhen des Départements Hérault in der dritten Generation; bis 1945 gehörte der Betrieb zu einer Coopérative. Jean-Luc, Pferdeliebhaber und passionierter Winzer gleichermaßen, hat in seiner an der Akademie von Montpellier als Oenologin ausgebildeten Ehefrau die ideale Partnerin gefunden; sie bilden das klassische Familienteam und teilen sich alle Arbeiten nach festen Regeln. Vor etwa 30 Jahren haben Jean-Lucs Eltern auf den meisten ihrer Weinberge neue Reben gepflanzt; der Bestand beträgt heute knapp 45 Hektar. Der Besitz ist zwar mehr als doppelt so groß, wird aber nicht zur Gänze für den Weinbau genutzt.

Auf dem grobsteinigen, durch die Tonhaltigkeit hellrot gefärbten Boden stehen die Rebsorten Syrah, Mourvèdre, Grenache, Carignan, Cinsault, Roussanne, Marsanne Voignier und Cabernet Sauvignon. Die Viguiers schätzen sich glücklich, dass sämtliche Parzellen in unmittelbarer Nähe zur Domaine liegen. Auf dem Hügel, auf dem ihr Anwesen steht, befand sich einst eine Burg der Tempelritter, gebaut 1235 – Teile der starken Fundamente aus jener Zeit stehen noch heute.

Lese und anschließende Traubenselektion werden per Hand vorgenommen, lediglich einige besonders lange Rebreihen werden maschinell abgeerntet. »Das ist vernünftiger als das Rekrutieren von weiteren zwanzig Amateuren für die Dauer von wenigen Tagen,« meint Jean-Luc Viguier. 30 bis maximal 40 hl/ha beträgt der Leseertrag. Die Arbeit im halb unterirdisch angelegten Keller leitet Catherine, die in der Region einen Club der Winzerinnen ins Leben gerufen hat (und zur Weihnachtszeit für deren Kinder eine »Winzerkrippe« mit 100 Figuren aufbaut); sie kontrolliert die Vinifizierung in den Inoxtanks und den langfristigen Ausbau der Weine im Chai, während Jean-Luc die Arbeit draußen erledigt, »à l’extérieur«, wie es heißt.

Dass aus dem Hérault einige ausgezeichnete Landweine kommen, deren typisches Terroir unverwechselbar ist, haben Frankreich-Reisende längst entdeckt, und die Coteaux du Languedoc wie auch gerade die Vins de Pays d’Oc der Domaine Saint-Jean de l’Arbousier – die jährliche Erzeugung beträgt insgesamt rund 1000 Hektoliter – haben auch in Deutschland viele Liebhaber gefunden.

Das Ehepaar Viguier und ihr Sohn Nicoals führen einen bescheidenen Lebensstil. »Wir brauchen dazu nicht viel,« lautet ihre Philosophie. »Das Geld ist zwar immer knapp, aber wir haben Wein, Brot und gute Laune, das ist genug, um glücklich zu sein.«

Adresse

Unsere Adresse:

34160 Castries

GPS:

43.67764958484941, 3.9854958368837288

E-Mail:

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Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Domaine Saint-Jean de l’Arbousier Coteaux du Languedoc AOC – Grenache, Syrah;
Domaine Saint-Jean de l’Arbousier Syrah Vin de Pays d’Oc – Syrah;
Domaine Saint-Jean de l’Arbousier Cabernet Sauvignon Vin de Pays d’Oc – Cabernet Sauvignon.
Weißwein:
Domaine Saint-Jean de l’Arbousier Coteaux du Languedoc AOC – Grenache Blanc, Roussanne, Marsanne, Viognier.

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Von Castries (Nationalstraße N 110, etwa 11 km nordöstlich von Montpellier) nach Norden auf der D 26 E3 der Beschilderung nach Peyranne folgen, links abbiegen und 1,5 km dem Weigweiser zur Domaine folgen.
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