Unter den einstigen Besitzern der Domaine aux Moines in der Nähe von Savennières wären zwei zu nennen, die besonders signifikant sind: Der Orden des Heiligen Nikolaus zu Angers (dort seit dem Jahre 1060 ansässig) und – 866 Jahre später – ein gewisser Herr Carl Benz, dessen von ihm gegründete Firma kurz zuvor mit dem Konkurrenten Daimler fusioniert hatte. Der Automobilpionier Benz verabschiedete sich von seinem Landsitz in Frankreich jedoch rasch wieder und veräußerte ihn an eine Madame Faure, nachdem er einen Kostenvoranschlag für die Renovierung des heruntergekommenen Anwesens erhalten hatte…

Es vergingen weitere Jahrzehnte, bis das kleine, so gut wie unbedeutende Weingut endlich aus seinem Dornröschenschlaf geweckt wurde. Mit einer Vision vor Augen und unendlich viel Fleiß schaffte es Monique Laroche, Besitzerin einer einzigen kleinen Parzelle, die Domaine zu restaurieren, etwas Fläche hinzuzukaufen und nebenbei sogar einen guten Wein zu machen. Im Jahre 2001 stieg ihre als Oenologin ausgebildete Tochter Tessa ins Geschäft ein; beide bilden ein hervorragendes und mittlerweile sehr erfolgreiches Team. Der wunderschöne Panoramablick ins Tal von ihrem gepflegtes Anwesen mit dem von alten Linden gesäumten Hof dürfte auch Carl Benz sehr gefallen haben.

»Seit Anfang an verstehe ich mich als Öko-Winzerin, benutze im Weinberg und im Keller keine Chemikalien, bekenne mich zu allen Prinzipien des Umweltschutzzes und habe dadurch immer ganz bewusst einen geringeren Ertrag in Kauf genommen,« sagt Monique Laroche, Mitglied der Confrères des Chevaliers de Sacavin. »Aber wir verzichten darauf, unsere Erzeugnisse auf dem Flaschenetikett als Biowein zu bezeichnen. Das haben wir zwar ein Jahr lang gemacht, und dafür kassierte der Optivigne-Verband 1220 Euro. Zwanzig Jahre lang verkauften wir unsere Weine auch ohne ein solches teures Prädikat, also werden wir das auch künftig so halten.«

Savennières ist eine viel gerühmte AOC-Bezeichnung, der Ertrag ist auf 40 Liter pro Hektar Anbaufläche begrenzt. Nur ganze 30 Hektar umfasst das Anbaugebiet insgesamt; zur Domaine aux Moines gehören davon 8,8. Als Rebsorte herrscht Chenin vor, wie er für den typischen, trockenen Weißwein dieser Gegend bevorzugt wird; nur zehn Prozent der Cépage ist Cabernet-Sauvignon und Cabernet-Franc, verwendet für einen Anjou Village Rouge. Für die Freunde etwas »weicherer« Weine gibt es die Cuvée des Nonnes und die Cuvée de l’Abbesse.

Die Laroches können es sich erlauben, ihre Weine zuzuteilen; mehr als 40.000 Flaschen sind es nicht, die pro Jahr abgefüllt werden. Im »grand chai« findet die Vinifizierung in thermogekühlten Inoxtanks statt, im »petit chai« setzt sich der Reifeprozess in 25 Eichenfässern fort. Kleinere Mengen älterer Jahrgänge – zurück bis 1988 – hält man für gute Stammkunden bereit, die nachbestellen möchten. Ein Savennières darf gern 20 Jahre alt werden, und für fast jeden Jahrgang gab es bisher hohe Prämierungen: Die Wände des Dégustationsraums zieren 32 Urkunden, aus denen das hervorgeht, und es werden sicher noch viele hinzukommen. »Un grand vin au féminin pluriel« hat ein Journalist den Savennières Roche aux Moins genannt, eine Bezeichnung, die Monique und Tessa Laroche als großes Kompliment verstehen.

Adresse

Unsere Adresse:

Roche aux Moines 49170 Savennières

GPS:

47.390887, -0.6438438000000133


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Anjou Villages AOC Rouge – Cabernet-Franc, Cabernet-Sauvignon.
Weißwein:
Savennières Roche aux Moins AOC Grand Vin Blanc Sec – Chenin;
Savennières Roche aux Moins AOC Cuvée des Nonnes Blanc Moeilleux – Chenin;
Savennières Roche aux Moins AOC Cuvée de l’Abbesse Blanc Doux – Chenin.

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Von der Nationalstraße N 23 Angers-Nantes auf die D 106 und von dort auf die D 111 nach Savennières. Die Zufahrt zur Domaine ist ausgeschildert; die Straße endet auf der Bergkuppe.




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