»Wein in Freiheit« nennt Jean-Michel Stephan seinen Coteaux de Tupin, der in den besten Restaurants von Paris, Montreal, New York und Madrid serviert wird – und bei Tisch zu Hause bei einigen wenigen Kennern, die entdeckt haben, dass die Weine der Domaine Stephan zu den echten Geheimtipps gehören. Aber sie kosten auch mehr als andere. Preis der Freiheit!

1991 erwarb Jean-Marie Stephan sechs kleine Parzellen in Tupin, einem kleinen Dorf bei Semons am obersten Zipfel des Appellationsbereiches Côte-Rôtie. Es waren zur sonnigen Südwestseite ausgerichtete Hangflächen des »braunen und blonden« Terroirs, wie es hier heißt: eine Mischung lehmigen und sandigen Bodens mit Granitsplitt, insgesamt vier Hektar. Das ergibt keine 14.000 Flaschen im Jahr. Als »einen Verrückten, der mit jeder Ernte Geld verliert« bezeichnen ihn Kollegen der Branche. Aber vielleicht irren sie sich. Denn rechnen kann Jean-Marie Stephan durchaus.

Drei Cuvées umfasst das Sortiment, und sie unterscheiden sich in der Robe, im Bukett und im Geschmack alle deutlich voneinander. Der »normale« Côte-Rôtie besteht aus 90 Prozent Syrah und 10 Prozent Viognier; der Coteaux de Tupin ist ein hundertprozentiger Syrah, der Vieilles Vignes erhält 10 Prozent Voignier zur Abrundung. Seine Syrah-Rebstöcke sind über 100 Jahre alt und stehen auf sehr steinigem Boden. Geerntet wird selbstverständlich in Handarbeit, ebenso das Entrappen der Trauben. Der Coteaux de Tupin bringt es bei einer Ertragsmenge von 25 hl/ha auf 1200 Flaschen im Jahresschnitt, der Vieille Vignes auf vielleicht 2500 – da heißt es frühzeitig disponieren.

Bis zu 24 Monate in überwiegend neuen Eichen-Barriques (»ich kaufe sie ausschließlich bei Seguin Moreau in Chagny«) werden die Weine ausgebaut, und dann sind sie noch lange nicht für den Genuss bestimmt. Nach der Abfüllung vergehen in der Regel vier bis sechs Jahre, bevor der Chefsommelier des George V. in Paris einen Coteaux de Tupin oder Vieilles Vignes der Domaine Stephan auf die Karte setzt.

Jean-Marie nimmt sich die Freiheit – oder gönnt sich den Luxus – in kleinem Maßstab bis hin zur eigenen Flaschenabfüllung genauso zu arbeiten wie Betriebe, die zwanzig Mal so groß sind. Kein Verrückter, sondern ein passionierter Enthusiast, der eigene  Wege geht und damit äußerst erfolgreich ist. Über schlechte Umsätze kann er sich jedenfalls nicht beklagen.

Adresse

Unsere Adresse:

RN 86 69420 Tupin-Semons

GPS:

45.485633, 4.792465

Web:

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Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Domaine Stephan Côte Rôtie AOC – Syrah, Viognier an 10-30 Jahre alten Stöcken;
Domaine Stephan Côte Rôtie AOC Coteaux de Tupin – Syrah an 40-50 Jahre alten Stöcken;
Domaine Stephan Côte Rôtie AOC »vieilles vignes« – Syrah, Viognier an 100 Jahre alten Stöcken.

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Tupin-Semons liegt an der Nationalstraße N 86, etwa 9 km südlich von Vienne, Richtung Serrières. Ein Schild weist den Weg zur Domaine.
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