Sehr weitflächig erstrecken sich die ausgedehnten Weinberge des Château d’Aydie – über vier Gemeinden und vier unterschiedliche Terroirs. Und in der geografischen Mitte des Besitztums erhebt sich ein ansehnliches Herrenhaus, das der Bezeichnung »Château« durchaus gerecht wird. Insgesamt sind es 55 Hektar, und entsprechend groß ist der Arbeitsaufwand an den Hangflächen und im Keller. Die Terroirs haben ihre regionaltypischen Bezeichnungen: Aydie steht für einen mit Quarzadern durchsetzten Ton-Geröllboden, St.-Lanne für ein mit alten Meeresboden-Ablagerungen durchsetztes, schweres Ton-Kalksteingemisch (hier gedeiht der Madiran besonders gut), Castelnau und Moncaup Nicodème für groben Kiesel, dessen Eigenschaft des nachhaltigen Wärmespeicherns große Vorteile bietet.

Die Appellation Madiran bedingt eine Beschränkung auf wenige Rebsorten: Tannat, Cabernet SauvignonCabernet Franc. François Laplace baut, wie es hier üblich ist, überwiegend Tannat an: »Diese Rebe gibt dem Wein seinen Charakter, seine Besonderheit. Wir filtern ihn auch nicht, nehmen also bewusst die Bildung von Sedimenten in Kauf, die sich in der Flasche wiederfinden können. Wen sie stören, der sollte den Wein zwei, drei Stunden vor dem Genuss dekantieren

Die Vinifizierung findet in 400 Liter fassenden Eichenfässern statt, die ein- bis anderthalbjährige Lagerung (Château d’Aydie Madiran Rouge: zwei Jahre!) danach wie üblich ebenfalls im Barrique. Der dunkle und an Tanninen reiche Madiran Château d’Aydie und der Odé d’Aydie sowie der vom gleichem Erzeuger angebotene weiße Pacharenc du Vic Bilh sind alles andere als leichte Konsumweine; man trinkt sie besser zu einem exquisiten Mahl. Was man darunter zu verstehen hat, mögen dem Besucher die Düfte verraten, die aus Mutter Laplaces Küche in den mit alten Eichenmöbeln ausgestatteten Kaminzimmer strömen, in das gute Freunde zur Dégustation gebeten werden, während François und seine Schwester Célie die Familiengeschichte erzählen. »Noch zu Zeiten unserer Großeltern war Weinbau nur ein Nebenerwerb. Vier Hektar waren es, mehr nicht. Rinderzucht, Schweinemast, Getreide – Frédéric war ein Bauer wie seine Vorfahren. Einer der wohlhabenderen, gewiss. Als Futtermittel wurde Mais angebaut; das machte weniger Arbeit und brachte mehr ein.« Erst 1960 änderte sich das, als Pierre Laplace den Betrieb übernahm; Kuh- und Schweineställe wurden umfunktioniert, Parzelle nach Parzelle mit Reben bepflanzt. Doch Großvater Frédéric zu Ehren wurde immerhin eine spezielle Cuvée Pacherenc du Vic Bilh benannt, ein goldgelber Aperitifwein von herber Frische.

5000 Hektoliter beträgt die erzeugte Jahresmenge, den Wein eines zweiten Gutes in der Gascogne einbegriffen, das die Familie Laplace 1999 in der Nähe von Fleurance in bester Südwestlage gekauft hat (Gamme Aramis). Weniger als ein Drittel der Gesamterzeugung wird exportiert – dass dieser Anteil sich erhöht, ist in Anbetracht der guten Nachfrage aus Japan, Kanada und England zu erwarten.

Adresse

Unsere Adresse:

Vignobles Laplace 64330 Aydie

GPS:

43.56938287635406, -0.10459589072456765


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Château d’Aydie AOC Madiran – Tannat, Cabernet Sauvignon an etwa 30 Jahre alten Stöcken:
Odé d’Aydie AOC Madiran – Tannat, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon an etwa 30 Jahre alten Stöcken;
Madiran Laplace AOC Cuvée Mansus Irani – Tannat, Cabernet Franc an etwa 30 Jahre alten Stöcken;
Sélection Fleurie Laplace Madiran – Gros Manseng, Petit Manseng.
Weißwein:
Château d’Aydie Pacherenc du Vic Bilh AOC »vendange tardive« – Petit Manseng an 15-20 Jahre alten Stöcken;
Château d’Aydie Pacherenc du Vic Bilh AOC Cuvée Frédéric Laplace – Gros Manseng, Arrufiac, Courbu, Petit Manseng an 15-20 Jahre alten Stöcken.
Rosé:
Béarn Rosé – Tannat, Cabernet Franc.

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Die Ortschaft Aydie ist an der Départementstraße 317 gelegen, 13 km westlich von Castelnau, 40 km nordöstlich von Pau. Die Zufahrt zum Château ist gut ausgeschildert.

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