Der fröhliche Lockenkopf, der den Besucher schon mal mit einem »buenos dias« empfängt (weil die spanischen Grenze nicht weit ist) und ebenso die langue d’Oc beherrscht, auch als Béarnais oder Gascon bezeichnet, ist Jean-Bernard Larrieu. »Adishatz e planvienguts en çò de Lapeyre« :Willkommen auf Clos Lapeyre! In Larrieus Regie ist auf Clos Lapeyre die dritte Generation im Weingeschäft, vorher konzentrierte man sich hier ausschließlich auf den Anbau von Gemüse und Obst, vor allem Erdbeeren. Obstbäume gibt es hier immer noch genügend; Plantagen und Weinberge gehen nahtlos ineinander über. Die Belieferung der Märkte mit Erdbeeren stellte man 1985 ein.

Das kleine Paradies im Süden von Pau am Fuß der Pyrenéen, erst seit 1972 unter Marcel Larrieu als Weingut firmierend, umfasst eine Gesamtrebfläche von 12 Hektar, gut für etwa 80.000 Flaschen. Und über die wird meist innerhalb kurzer Zeiträume disponiert.

Vier Weine, ausschließlich weiße, umfasst Larrieus Sortiment. Beim Clos Lapeyre Jurançon bzw. Jurançon sec handelt es sich um zarte, aromatische Trinkweine – Motto: »Zu jeder Tageszeit, weil’s Spaß macht!« – aus Gros Manseng und Petit Manseng, während der Vitatge Vìelh sehr viel mehr Anspruch erhebt und als nicht vor Ende Oktober eingebrachte Spätlese von mehr als 60 Jahre alten Stöcken (»vitatge vìelh bedeutet »vieille vigne«, also alter Rebstock) ein gewisses Kaliber hat. Er ist eine Assemblage aus Gros Manseng, Petit Manseng und Courbu. Die Vinifizierung erfolgt im Inoxtank, der Ausbau im Holz. Die pure Versuchung stellt der in nur sehr kleiner Menge hergestellte, lange gereifte La Magendìd de Lapeyre dar, für den Ende November eine geringe Menge von »trockenen« Beeren (ausschließlich Petit Manseng) gelesen wird. Nur 15 Hektoliter pro Hektar lassen sich erzeugen.

Die terrassenförmig angelegten Parzellen befinden sich in 250 bis 325 m Höhe üdM. Chemisch-synthetische Substanzen werden hier grundsätzlich nicht verwendet, dafür Naturkompost und auf Naturbasis erzeugter Schwefel. Wie bei einem kleinen Familienbetrieb üblich, ist die ganze Sippe mit von der Partie. Der Diplom-Oenologe Jean-Bernard Larrieu hat aber noch eine zweite Leidenschaft; Er sammelt antikes Winzer- und Bauerngerät. Die Cave gleicht einem Museum, und es fällt nicht leicht, sich bei der Verkostung des frischen Jurançon Sec nicht von den Hunderten historischer Exponaten ablenken zu lassen, liebevoll arrangiert und pädagogisch wertvoll auch beschriftet. Und zum Abschied empfiehlt sich ein Blick in den Bauernladen »Saveurs du Béarn«, auch wenn nicht gerade Mirabellen- oder Aprikosensaison ist: Im Jurançon stellen sie auch einen ausgezeichneten Käse her!

Adresse

Unsere Adresse:

La Chapelle de Rousse 64110 Jurançon

GPS:

43.2980063, -0.4391647999999577


Unsere Weine & Erzeugnisse


Weißwein:
Lapeyre Jurançon AOC – Gros Manseng, Petit Manseng an etwa 40 Jahre alten Stöcken;
Lapeyre Jurançon Sec AOC – Gros Manseng an etwa 40 Jahre alten Stöcken;
Vitatge Vìelh Jurançon Sec AOC – Gros Manseng, Peteit Manseng, Courbu an etwa 60 Jahre alten Stöcken;
La Magendìa de Lapeyre Jurançon Sec AOC – Petit Manseng an etwa 40 Jahre alten Stöcken.

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Von Pau die N 134 nach Süden nehmen, am Ortsausgang von Jurançon rechts auf den Hang dem Schild »La Chapelle de Rousse« folgen, nach 800 m links
Hinweis auf »Clos Lapeyre«, nach 400 m rechts auf den Chemin de Larreda, an der Hühnerfarm vorbei, nach weiteren 500 m Zufahrt zum Anwesen.
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