Bereits die Ankunft auf dem Anwesen stimmt auf angenehme Überraschungen ein. So vermittelt etwa die herrliche Zypressenauffahrt zur Gutsvilla ein Gefühl der Entspannung, was sich beim Fahren in Schritttempo noch intensivieren lässt. Hier könnte bereits vor über 1000 Jahren eine bunte Gesellschaft entlang geritten sein, denn wie ein Dokument im Staatsarchiv von Siena belegt, vermachte der Langobardenkönig Berengario 994 das heutige Weingut Gagliole seinem Sohn Ildebrando als Hochzeitsgeschenk zum Lehen.

Was auch immer seitdem auf diesem Anwesen produziert wurde, so gute Weine wie heutzutage gab es jedenfalls wohl kaum. Denn im Januar 1990 erwarben der Rechtsanwalt und Bankier Thomas Bär und seine Frau, die Kunst- und Naturliebhaberin Monika Bär-Bettschart das Gut und haben mit Unterstützung des Sangiovese-Experten Dr. Stefano Chiocciolli die Weinberge rekultiviert und setzen auf bestmögliche Qualität. Anerkennenswert ist zudem, dass das Paar die antiken Gemäuer behutsam renovierte, die alten Wirtschaftsgebäude wieder aktivierte und trotz moderner Kellertechnik die Substanz und Stimmung des traditionsreichen Kellers erhalten konnte. Das Wohnhaus selbst war schon 1960 unter dem Vorbesitzer vom renommierten Münchner Architekten Sep Ruf modernen Bedürfnissen angepasst worden. Seinem Stil entsprechend vermittelt es Leichtigkeit, Licht und Raum und fügt sich trotzdem zwanglos in das antike Ambiente ein.

Zum Zeitpunkt des Kaufs gehörten 3 Hektar Rebfläche zum Weingut. Mittlerweile hat sich die Rebfläche an den Hängen eines Hügels auf ca. 500 m Seehöhe auf 9 Hektar ausgeweitet. „Damit haben wir unsere maximale Größe erreicht“, versichert Thomas Bär. „Wir wollen weiterhin alle Arbeiten von Hand durchführen und größte Aufmerksamkeit auf jedes noch so kleine Detail legen. Daher können und wollen wir nicht weiter wachsen.“

Eigentlich ein bisschen schade, denn die zwei kleinen Bäche, die den Hügel von Gagliole umspielen, beeinflussen in spannender Weise das Mikroklima. Selbst in der heissesten Periode des Jahres kühlt das sanft plätschernde Wasser während der Nacht die Luft bedeutend ab, was die Zuckerreife der Trauben bremst und somit eine längere Hangzeit ermöglicht. Gleichzeitig garantieren die kühlen Nächte eine ausdrucksvolle Aromatik und eine erfrischende Säure.

Die spürt man etwa beim Einstiegswein Rubiolo aus Sangiovese und Merlot, der 12 Monate lang teils in großen Holzfässern, teils in Stahltanks ausgebaut wird. Es ist ein weicher, fruchtiger Wein mit harmonischen Tanninen, der bis zu 5 Jahre liegen kann. Darüber steht der Gagliole aus Sangiovese und 10 Prozent Cabernet Sauvignon, der über 14 Monate in Barriques reift, sich mit dichter roter Frucht, kraftvoller Struktur und feinen Tanninen präsentiert und bis zu 8 Jahre lang Trinkspaß bietet.

Das Highlight ist der Pecchia aus Sangiovese und 5 Prozent Merlot, der nur in Topjahren produziert wird. Dieser Weinberg existiert seit 1900 und war in der Erinnerung der lokalen Winzer immer der Beste von Gagliole. Pecchia ist übrigens ein altitalienisches Wort für Biene, welche auch heute noch im Weinberg anzutreffen sind. Das Topgewächs bietet ein intensives fruchtiges wie würziges Aroma und zeigt sich im Mund mit dichter Frucht, üppigen Tanninen und enormer Länge

Adresse

Unsere Adresse:

Località Gagliole 42 53011 Castellina in Chianti (Siena

GPS:

43.4593694, 11.2545212


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Pecchia IGT, Gagliole IGT, Chianti Classico Rubiolo
Weißwein:
Gagliole Bianco

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Über die Schnellstraße Florenz-Siena oder über die kurvenreiche, malerische Chiantigiana, SS222. In Castellina auf die Straße nach
Poggibonsi, SS429, abbiegen, nach ca. 500 m kommen dann die ersten Gagliole Wegweiser.
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