Der Betrieb ist die Heimat der berühmten Weinberge Tignanello und Solaia, deren Namen nicht nur Italien-Kennern geläufig sein dürfte. Die Geschichte des Weinguts zwischen den Tälern Greve und Pesa geht auf das Jahr 1346 zurück und nach wechselnden Eigentümern ist es seit Mitte des 19. Jahrhunderts im Besitz der Familie Antinori. Durch den Erwerb von mehreren kleinen benachbarten Gütern wuchs die Tenuta Tignanello im Laufe der letzten Jahrzehnte auf ihre heutige Größe von 350 Hektar Land, von denen 10 Hektar mit den Trauben für den Solaia und 47 Hektar mit den Tignanello-Sorten bepflanzt sind.
Dessen Trauben kommen ausschließlich aus der Einzellage Tignanello. Er war der erste Sangiovese-Wein, der in Barriques ausgebaut wurde und der erste moderne Rotwein, der mit für Italien nicht-traditionellen Rebsorten wie Cabernet ergänzt wurde. Er war auch einer der ersten Rotweine im Chianti-Gebiet, der ganz ohne Verwendung von weißen Trauben produziert wurde. Der Tignanello, ursprünglich Chianti Classico Riserva vigneto Tignanello, enthielt früher noch 20 Prozent aus Canaiolo und 5 Prozent Trebbiano und Malvasia. Mit dem Jahrgang 1971 wurde er dann erstmals als Tignanello Toskana IGT angeboten und 1975 wurden schließlich die weißen Rebsorten gänzlich eliminiert. Die derzeitige Traubenkonstellation besteht seit 1982, wobei der Sangiovese mit bis zu 85 Prozent den Ton angibt und mit Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc abgerundet wird. Der Wein, der seit Jahrzehnten zu den Prestigegewächsen Italiens zählt, aber ein paar Jahre hindurch in Bezug auf Qualität etwas schwächelte, zeigt sich nun wieder von seiner besten Seite. Er duftet verführerisch nach Kirschen, Pflaumen, Kräuter, Tabak, Kakao sowie Zimt und präsentiert sich mit enormer Dichte, sortentypischer Säure, perfekt eingebundenen Tanninen und einem enorm langen Nachhall.
Beim Solaia dagegen gibt der Cabernet Sauvignon mit rund zwei Drittel den Ton an, gefolgt von Sangiovese und Cabernet Franc. Im Glas zeigen sich dichte Aromen von Brombeeren, Kirschen, Cassis, Pfeffer, Kaffee, Kakao, Vanille, dazu würzige Noten und am Gaumen überzeugt der Solaia mit dichten Tanninen, enormer Frucht, feiner Mineralität und aüßerst langem fruchtigen Abgang. Nun ist es aber normalerweise kaum möglich, dieses Top-Weingut zu besichtigen. Da empfiehlt es sich, auf der ebenfalls zu Antinori gehörenden Feriensiedlung Fonte de’ Medici inmitten von Weinbergen zumindest eine Nacht zu verbringen. Die Siedlung geht auf ein Stück Land zurück, dessen Brunnen ab dem 14. Jahrhundert den Durst von Reisenden zwischen Florenz und Siena löschten, bevor sie bevor sie zur nahe gelegenen Badia a Passignano weiterreisten, die zu jener Zeit ein bekanntes Benediktinerkloster war. Heute kann man in der kleinen Anlage bestens übernachten, das Panorama oder den Pool genießen, vom Restaurant den Blick über die Weinberge von Tignanello und Solaia streifen lassen und nach Absprache Führungen mit Verköstigung zu den Weinkellern der Tenuta Tignanello unternehmen. Es lohnt sich, nicht nur wegen der Weine oder dem Spitzengrappa, auch die gesamte Atmosphäre passt.

Adresse

Unsere Adresse:

Via Santa Maria a Macerata, 31 50020 Montefiridolfi (Fi)

GPS:

43.60981180573938, 11.214973493365505


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Tignanello, Solaia

Angebote & Leistungen


Übernachtungsmöglichkeiten:
  Feriensiedlung Fonte de'Medici

Anreiseinformationen (Anfahrt)

Auf der SS Firenze-Siena, die Ausfahrt Tavarnelle V.P. in Richtung Sambuca nehmen, danach in Richtung Fabbrica-Montefiridolfi und den Hinweisschildern folgen.
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