Die Stiegelmars betreiben schon seit 1571 Weinbau. Hinter der österreichischen Grenze, im burgenländischen Gols, leiten Junior Axel und seine Frau Herta die Arbeiten. Im ungarischen Badacsony residiert seit 1998 Senior Georg Stiegelmar, der Pionier, der seine Weine im Burgenland schon in den 1980-er Jahren trocken ausbaute, als seine Nachbarn noch (Glykol-) süße Getränke herstellten.

Von ihrem schneeweißen Winzerhaus hoch oben am Badacsony-Berg haben Georg, genannt Juri und seine Frau Teresia, genannt Reserl, einen herrlichen Blick auf den See. Rundherum, ihre drei Hektar Weingärten in südwestlicher Steillage. Obendrein liegt all dies im herrlichen Naturschutzgebiet Balaton Oberland.

Nach Badacsony sind die Stiegelmars gekommen, durch János, einen Freund vom St. Georgsberg nebenan. Als sie ihn vor vielen Jahren einmal im Herbst besuchten und sich der Frühnebel über dem See erhob, waren sie von der Landschaft hingerissen. So sagten sie sich und János, „dass wir uns hier unseren Alterssitz gut vorstellen könnten“, erzählt Juri Stiegelmar. Natürlich nicht ohne Arbeit, natürlich mit Weinmachen, mitten in der sanften Hügellandschaft über dem Balaton. Also hat sich János nach einem Häuschen umgesehen und fand tatsächlich auch bald eines mit Reben rundherum. Die Kombination ist durchaus nicht ungewöhnlich, denn in Badacsony ist fast jeder Winzer. Die Stieglmars haben Haus und Grund gekauft, und damit begannen die Schwierigkeiten: Die Straße ist recht Steil, doch noch schlimmer, das Haus war in einem so schlechten Zustand, dass es abgerissen werden musste. „Dafür haben wir es im schönsten ungarischen Landhausstil wieder erbaut mit dicken Säulen vor der Terrasse im ersten Stock“, sagt Frau Reserl.

Die Erde, in dem die sieben Jahre alten Reben von Welschriesling und Pinot gris wachsen, ist recht abwechslungsreich. Der Untergrund besteht aus Granitsteinen, darüber ist es ein vulkanischer Lehm-Sand-Schwemmboden. Mal ein wenig mehr Lehm, mal mehr Sand.

Die Laubarbeit machten das Paar und einige Mitarbeiter, zur Lese kommen freilich mehrere ungarische Helfer. Anschließend geht es einigermaßen hektisch zu: Die Trauben werden gewogen, untersucht, der Weinrichter stellt seine Bescheinigung aus und die Früchte reisen nach Österreich. Die ungarische Firma Stieglmar Senior, in der Reserl und Juri Gesellschafter sind, verkauft sie an die österreichische Firma Stiegelmar Junior, die Herta und Axel gehört. In zwei Stunden sind die gut gefederten Lkw im nahen Gols. Dort wird entrappt, und drei Stunden nach der Lese werden die weißen Beeren leicht gepresst und im temperaturgesteuerten Stahltank vergoren. Schließlich kommen sie ins Barrique, wo sie verhältnismäßig lange reifen. So bleibt der Graue Mönch (Pinot gris) schon mal vier Jahre im Fass. Schließlich abgefüllt, kommen die Weine wieder nach Ungarn – zur gefälligen Verkostung auf der malerischen Terrasse unter dem duftenden Nussbaum.

Der zwei Jahre junge Welschriesling mit 12 % Alkohol und einer guten Säure ist sauber, frisch und harmonisch. Der acht Jahre alte Welschriesling „Juris Villa“ mit 11,5 % Alkohol hat eine weichere Säure, viel Körper und einen wunderbaren Honigton. Der zwei Jahre alte Graue Mönch (Pinot gris) aus dem Barrique ist kräftig und herrlich rund. Und der mit neun Jahren wahrhaft ergraute Mönch verströmt einen süßlichen Duft, ist reif und schmeckt
geradezu fett.

Die neueste Nachricht von der Villa Juris: Von 2007 an reifen in den Barriquefässern der Stiegelmars die ersten Merlot-Jahrgänge vom Balaton. Sie werden zweifellos wunderbar.

Adresse & Kontakt

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H-8258 Badacsonylábdihegy Turista út 10

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46.79289001101186, 17.478884070865206


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Juris Villa, Merlot Barrique
Weißwein:
Juris Villa, Welschriesling
Juris Villa, Welschriesling Barrique
Juris Villa, Pinot gris
Juris Villa, Pinot gris Barrique

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Von Budapest: M7 Richtung Balaton (Plattensee), nach Polgárdi auf die Schnellstraße 71, die an der Nordseite des Sees entlang führt, bei Badacsony auf die Római út (Römerstraße, die tatsächlich von den Römern erbaut wurde und zwischen den Hügeln parallel zur Schnellstraße verläuft) dort links, Richtung Süden und von der Römerstraße schließlich rechts in die Turista út (Touristenstraße); dort bergauf bis zum Ende der Straße.
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