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Es ist eine malerische Landschaft mit flachen Hügeln, einem herrlichen Blick auf den Balaton (Plattensee) und das bergige Nordufer auf der gegenüber liegenden Seite. Das langgezogene Gebäude der Kellerei im Landhausstil mit zwei vierkantigen Türmen steht an der Spitze eines Weinberges, inmitten von Reben. Von außen ist es klassisch; innen – Presse, Stahltanks, Keller, Abfüllanlage – hochmodern. Beschützt wird die Kellerei vom Heiligen Donat, der fürs Abwehren von Blitzschlägen aber auch anderer Unbillen der Natur zuständig ist. So trägt sie auch den Beinamen St. Donatus, Balatonlelle.

Das Unternehmen des Weinbauingenieurs Vencel Garamvári steht gleich auf drei Beinen. Seine Geschichte begann 1990 mit der Eröffnung einer Weinhandlung namens Vinarium in Budapest; 1993 kaufte Garamvári die Weingärten am Balaton, ließ Presshaus und Keller in Balatonlelle bauen; schließlich 1996 übernahm er die Sektkellerei Chateau Vincent in Budafok, nahe der Hauptstadt.

Das Terroir südlich des Sees ist für den Weinbau ideal. Das Klima ist mild bis warm. Die Sonne scheint mindestens 2000 Stunden, der See reflektiert das Licht, der Niederschlag beträgt 600 bis 800 mm imJahr. Dazu kommt der Dunst des Sees und seine temperatur-ausgleichende Wirkung. Die Böden sind mit einer Mischung aus Löss und Sand, brauner Wald- und Vulkanerde bedeckt. Zwischen den Reben, als Zeichen auf den Verzicht von Herbiziden,grünt dichtes Gras.

Die Weingärten betragen zusammen 70 Hektar, außerdem bekommt der Winzer Most von einem Weinbauern im südungarischen Szekszárd. Auf den Süd-West-Lagen Sínaihegy, Illés-tető, Pupos und Rózspuszta bei Balatonlelle baut Garamvári auf zwölf Hektar Chardonnay, auf acht Hektar Sauvignon blanc, auf viereinhalb Hektar Rízlingszilváni (Müller-Thurgau), auf 13 Hektar Cabernet Sauvignon, auf 14 Hektar Merlot und auf zusammen 4,5 Hektar Pinot noir, Shyraz und Blauburger. Dazu die autochtonen ungarischen weißen Sorten Szürkebarát (Grauer Mönch) auf achteinhalb Hektar, Irsai Olivér auf zwei Hektar und Muskotály (Muskateller) auf drei Hektar. Es sind etwa je die Hälfte weiße und rote Trauben.

Die Reben sind auf 38 Hektar zwischen zwei und zehn Jahren, auf 30 Hektar 20 bis 24 Jahre alt. Und sie stehen recht dicht, zwischen 3800 und 5000 pro Hektar. Die alten Pflanzen, deren Reihen wegen der sowjetischen Erntemaschinen drei Meter weit von einander gepflanzt wurden, werden nach und nach durch neue ersetzt.

Ertragsreduziert arbeiten sie in den besonders guten Weingärten. „Die Weine von diesen Lagen haben wir in zwei Familien zusammengefasst“, sagt der Winzer. „Die eine ist am Etikett mit einem Reiher zu erkennen – der seltene Vogel brütet unterhalb des Weinkellers und repräsentiert für uns die geschützte Natur. Die andere Weinfamilie trägt an den Etiketts das Garamvári-Wappen.“ Auf diesen Lagen ernten sie 40 – 50 Hektoliter, an den anderen, den Sektlagen 75 – 90 Hektoliter pro Hektar. Die ertragsreduzierten Weißen werden mit der Hand gelesen. Die duftigen Muskotály und Rízlingszilváni bleiben vier bis fünf Stunden auf der Maische liegen, dann werden sie gefiltert. Die erste Gärung findet im temperaturregulierbaren Stahltank statt. Dann kommt der Chardonnay für vier bis sechs Monate in kleine Eichenfässer, spundvoll gefüllt. So entsteht ein eleganter, frischer, sortentypischer Wein. Auch die ertragsreduzierten Rotweine werden mit der Hand gelesen, dann entrappt, gemahlen und in der Rotweingärungsanlage auf 25° C etwa 25 bis 30 Tage mit Zuchthefe vergoren und die Maische mazeriert. Anschließend reift ein Teil im Edelstahltank weiter. Die Lageselektionierten robusten Rotweine, etwa der Sínaitetői Cabernet Sauvignon, reifen in Barriquefässern acht bis 14 Monate. Am Ende der Prozedur hat man rubinrote, frische, fruchtige Weine im mediterranen Stil.

Die Kellerei in Balatonlelle verlassen jährlich 600.000 bis 800.000 Flaschen, und viele von ihnen bekommen Auszeichnungen. Die meisten freilich in Ungarn. Doch ein Cabernet Sauvignon-Merlot-Rosé wurde für den staatlichen schwedischen Import ausgewählt; und der 2000-er Cabernet Sauvignon von der Lage Sínai, wurde 2003 beim Wine Challenge in London mit einer Silbermedaille ausgezeichnet. Auch ein Sekt, der Chateau Vincent in Budafok, aus dem duftenden Tokajer Lindenblättriger bekam bei einer ungarischen Blindverkostung Silber.
Getrunken wird etwa 65 bis 70 Prozent der Weine aus Balatonlelle in Ungarn – und zwar die Besten. Der Rest reist in die USA, nach England und in die Schweiz. In Deutschland verkauft nur „Kaufhof“ in Berlin Garamvári-Weine und die Konsum-Kette in Ostdeutschland.

Den handgerüttelten Sekt der Kellerei trinken die Ungarn ganz allein, und das mit wachsender Begeisterung. Seit einigen Jahren ist Chateau Vincent die führende Familien-Sekt-Kellerei des Landes geworden.

Adresse

Unsere Adresse:

H-8638 Balatonlelle Kishegyi út 42

GPS:

46.7439387642744, 17.674159968307094

Telefon:
Web:

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Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Lellei Merlot
Lellei Pinot noir
Lellei Cabernet Sauvignon (auch als Reserve)
Rózspusztai Merlot
Boglári Cabernet Sauvignon
Balatonlellei Merlot-Cabernet Cuvée
Balatonlellei Pinot noir
Sínai Cabernet Sauvignon
Weißwein:
Lellei Chardonnay (auch als Reserve)
Lellei Sauvignon
Lellei Muskotály
Balatonlellei Pinot girs
Rosé:
Lellei Cabernet-Merlot-Rosé

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Von Budapest: M7, die zur Südseite des Balaton (Plattensee) führt, Ausfahrt Balatonlelle, auf die Landstraße 67, Richtung Süden, Kaposvár. Nach wenigen Kilometern und nach der festungsartigen Kellerei Konyári (siehe dort) findet man die Kellerei Garamvári Szőlészet. Insgesamt sind es etwa 140 km.

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