Es ist eine geschichtsträchtige Landschaft. Der „Kleine Berg“ (Kishegy) wurde im 11 Jh. von König András (Andreas) I. der Abtei Tihany (auf der Halbinsel im Balaton) geschenkt. Schon damals lebten und arbeiteten hier zwei Winzerfamilien. Nach den Türkenkriegen im 16. und 17. Jh. zogen erst im 18. Jh. wieder Menschen in die entvölkerte Landschaft und pflanzten auch wieder Reben. Bei dem Grafen Szalay, der im 19. Jh. die barocke St. Donát Kapelle bauen ließ, arbeiteten die Ur-Urgroßeltern der Konyáris.

Den ersten kleinen eigenen Traubengarten kaufte János Korányi erst in den 1970-er Jahren, und machte Weine für den Hausgebrauch. Nach der politischen Wende 1989 wurde der Winzer Konyári Kellermeister beim Nachbarn, der St. Donátus Kellerei.

Heute betreibt er Weinbau und  Kellerei zusammen mit seinem Sohn Dániel, der zunächst an der Agraruniversität dann an der Hochschule für Lebensmittelkunde studiert hat. Anschließend arbeitete er in Italien, Südafrika, Kalifornien und Neuseeland.

Der Familienbetrieb umfasst 24 Hektar. Die Lagen erstrecken sich auf einer malerischen Hügelkette südlich von Balatonlelle auf Höhen zwischen 150 und 250 Meter über dem Meeresspiegel. Sie heißen Kishegy (Kleiner-Berg), Öreghegy (Alter-Berg), Bánomhegy (Mein-Leid-Berg), Jánoshegy (Johannisberg) und Sínaihegy (nach dem Gebirge auf der Ägyptischen Halbinsel). Die Böden enthalten viel Kalk, stellenweise mit Geröll, Lehm und Löss gemischt.

Etwa die eine Hälfte der Reben ist mit 20 – 30 Jahren recht alt. Die andere Hälfte wurde von den Konyáris zwischen 2000 und 2005 gepflanzt. Von den alten Reben stehen 3.700 auf einem Hektar, von den jungen 5.500. Es sind Chardonnay, Sauvignon Blanc, Cabernet Sauvignon und franc, Kékfrankos (Blaufränkisch) und Merlot. Etwas mehr als die Hälfte der Trauben, die hier reifen, sind rot. Zwischen den Rebstöcken wächst Gras, und von den meist recht steilen Lagen haben die Besucher einen atemberaubenden Blick auf den Balaton (Plattensee).

Die Konyáris arbeiten ertragsreduziert, lesen mit ihren Helfern per Hand und zwar fünf bis acht Tonnen pro Hektar.

Das Gebäude mit Presshaus, Keller, Abfüllanlage hinter einem schmiedeeisernen Tor ähnelt einer freundlichen Festung. Bis in eine Höhe von zwei Metern besteht es aus hellem Sandstein, darüber helle Ziegel. Aufgelockert werden die Mauern durch hohe Tore und Lüftungsöffnungen. Im Gegensatz zum burgartigen Bau besticht innen neueste Technik. In den hübsch mit Bögen gemauerten Kellerräumen reihen sich Barriquefässer aneinander. Feierlich eingeweiht wurde das Gebäude im Juli 2004. Neben dem neuen Keller hat das Unternehmen auch einen anderen, der bereits 1757 gegraben und gebaut worden ist.

Bemerkenswert unter den weißen Weinen ist der Cuvée aus Sauvignon Blanc und Chardonnay, der im Stahltank sieben Monate auf der Maische gelegen hat. Bei diesem Sigillum Loliense dominiert nicht die Gerbsäure, er ist seidig, konzentriert und hat vielfältige, komplexe Aromen. Er wird jedes Jahr aus den besten Trauben gekeltert. Der lateinische Name, „Der Siegel von (Balaton-) Lelle“, bezieht sich auf die Trauben auf dem Stempel von 1760 und ist eine Ommage  an die Ahnen der Familie, die hier in den Weinbergen gearbeitet haben.

Der Merlot-Blaufränkisch-Cuvée ist trotz jährlicher Schwankungen rubinrot, hat zurückhaltende Gerbsäuren und duftet nach Waldbeeren und immer auch ein wenig nach Waldboden. Insgesamt verlassen jährlich 160.000 Flaschen die Kellerei. Getrunken werden sie, wie die meisten ungarischen Weine, im Land selbst, allerdings auch von vielen treuen Touristen aus deutschsprachigen Ländern. Kleine Mengen verkauft Doris Kugler, Hasenweg 26, in Neu-Ulm (Tel.0731-81841) und Barbara Endres in ihrem „Weinkomplott“ in München.

Adresse

Unsere Adresse:

Konyári Pince H-8638 Balatonlelle

GPS:

46.78408312913226, 17.696299189175306


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Konyári Merlot-Kékfrankos
Konyári Cabernet Sauvignon Konyári Loliense,
Cabernet Sauvignon – Merlot
Weißwein:
Konyári Sigillum Loliense, fehér
Rosé:
Konyári Balatonboglári Rozé

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Von Budapest: M7, die zur Südseite des Balaton (Plattensee) führt. Nach Ende der Ausbaustrecke weiter auf der Schnellstraße 7; an der Kreuzung der Straßen 7 und 67 (Kreisverkehr) auf die Landstraße 67, Richtung Süden, Kaposvár. Nach der weißen Kapelle rechts, Richtung Balatonboglár. Bald folgt das Schild mit der Aufschrift Kishegy und am Ende des Weges, nach 1,5 km erblickt man die festungsartige Kellerei Konyári. Insgesamt sind es etwa 140 km.




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