Die Grillen zirpen, die Vögel zwitschern, die langen Holztische sind mit grün-weiß-karierten Leintüchern gedeckt, die Weinlaube über ihnen spendet den zahlreichen Gästen Schatten. Rundherum erstrecken sich Weingärten und ostwärts hat man herrliche Aussichten auf den bläulich-grünen See.

Die ganze Familie Söptei (sprich Schöptei) arbeitet sowohl in Weinberg und Keller als auch in Küche und Gastgarten mit. Mutter Zsuzsana (sprich Schuschanna) kocht leichte ungarische Gerichte, die sie für die Weine der Kellerei entwickelt hat. Eine der Glanzleistungen des Hauses ist ihre Entenleberpastete. Vater Géza kümmert sich um die Reben. Die Söhne Róbert und Zsolt keltern die Weine, außerdem ist Robert in der Küche der Chef. Zsolt bedient die Gäste im Restaurant und seine Frau kämpft mit Behörden und Vorschriften.Außerdem hat sie 2001 David zur Welt gebracht. Der Junge wird Winzer in sechster Generation – so Gott will.

Der erste Söptei kam 1850 aus dem Dorf Söpte (das i bedeutet „von dort her“) ins Balaton-Oberland. Und bereits dieser Urahn János pflanzte die ersten Reben. Das jetzige Oberhaupt der Familie ist Vater Géza. Er war während des Kommunismus’ Kellermeister bei der örtlichen Erzeugergemeinschaft. 1972 erweiterte er den kleinen privaten Weingarten, baute 1974 Kelterhaus und Keller aus und eröffnete 1994 das Gasthaus unter der Weinlaube. Zsolt und Róbert, 1974 und 75 geboren, absolvierten die Fachschule für Weinanbau in Balatonfüred und die Gastgewerbeschule in Veszprém, arbeiteten zwischen 1994 und 2001 bei Winzern und in Restaurants in Österreich und Deutschland.

Heute bewirtschaftet die Familie fünf Hektar Anbaufläche im Pécselyer Becken, nahe Csopak. Das weite Tal, das an ein Amphitheater erinnert, hat einen Durchmesser von sechs Kilometern, schmiegt sich in die Bergkette vom Balaton-Oberland und wird so vor den kalten Nord-Nordwestwinden geschützt. Der Boden ist in der Tiefe lehmiger Löss, darüber liegt Kalksteinbruch. Angebaut werden Welschriesling, Rieslingsilvaner, Pinot blanc, Chardonnay,  Gelber Muskateller, Grauer Mönch, Blaufränkisch und Merlot. Die Reben wurden 2002 gepflanzt, „und der erste Most vom Welschriesling 2004 hatte einen Zuckergehalt von 90 – 110 Öchsle-Grad“, sagt Zsolt Söptei, „wir waren unsagbar glücklich.“

Auf einem Hektar stehen nur 3000 Pflanzen. Von den weißen Trauben lesen sie per Hand durchschnittlich zwei Kilo pro Rebstock, was etwa sechs Tonnen pro Hektar ausmacht. Bei den Roten sind es 1,2 bis 1,5 Kilo, insgesamt maximal 4,5 Tonnen. Die Weißen liegen zuerst gekühlt sechs bis acht Stunden auf der Maische, dann vergären sie auf 14° bis 18° C. im geschlossenen Edelstahltank. Die Roten, im offenen Stahltank vergoren und mazeriert, kommen für sechs bis 18 Monate in neue ungarische Barriquefässer (225 l.). Jährlich stellt die Familie Söptei 18.000 bis 25.000 Flaschen her, maximal 25.000. Die meisten sind Weißweine. (Fast) alle werden reinsortig gekeltert.

Als erste Auszeichnung bekam ihr 2002-er Müller-Thurgau-Muskateller-Cuvée beim Wettbewerb der Winzer in der Region Veszprém eine Goldmedaille. Dem folgten unzählige andere. Und bis heute geht es in Kellerei und Gartenrestaurant mit viel Fleiß, Arbeit und Glück aufwärts.

Adresse

Unsere Adresse:

H-8229 Csopak Istenfia utca 5

GPS:

46.973902, 17.9042481


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Kékfrankos (Blaufränkisch)
Merlot
Weißwein:
Olaszrizling (Welschriesling)
Pinot blanc
Szürkebarát („Grauer Mönch“ – Grauburgunder)
Sárgamuskotály (Muskateller)
Chardonnay
Rizlindszilváni-Sárgamuskotály Cuvée (Müller-Thurgau-Muskateller-Cuvée
Rosé:
Kékfrankos rozé (Blaufränkisch Rozé)
Weitere Erzeugnisse:
Außerdem stellt die Kellerei Traubensaft (ohne Konservierungsmittel) und Tresterschnaps her.

Angebote & Leistungen


Gastronomie:
 

Anreiseinformationen (Anfahrt)

Von Budapest: M7 Richtung Balaton (Plattensee), nach Polgardi auf die Schnellstraße 71 (die am Nordufer um den See führt), bei der Abzweigung nach Veszprém rechts auf die Schnellstraße 73; beim Opelhändler (auf der rechten Seite) nach links abbiegen dann ist man schon (auf der Parallelstraße zum See) in Csopak (sprich Tschopak). Von hier ab ist Söptei beschildert. Kellerei und Gartenrestaurant befinden sich etwa 200 Meter bergauf.
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