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Die Figulas sind eine vierköpfige, leidenschaftliche Winzerfamilie. Das Oberhaupt, Figula Mihály senior mit den vielen weißen Locken, kam 1952 auf die Welt. Er studierte noch in Zeiten des Sozialismus an der Budapester Universität für Gartenbau. Anschließend arbeitete der Gartenbauingenieur mit Spezialausbildung für Rebenanbau bei Großkellereien in Balatonfüred, Sopron, Győr und Csopak. Dabei dachte er häufig an den Großvater seiner Frau, István Tolnai, den bedeutenden Winzer der 1930-er und 40-er Jahre von Balatonfüred. „Ich überlegte mir immer wieder“ sagt er heute, „das verpflichtet doch zur Selbstständigkeit.“ Also nahm er seinen ganzen Mut und den der Familie zusammen und gründete mit seiner Frau Edit und seinem Sohn Mihály junior 1991 die Kellerei in Balatonfüred. Zwei Jahre später füllten sie die ersten 1000 Flaschen ab. 1992 – 93 bauten sie über dem alten 30 Meter langen Keller für 1000 Hektoliter ein neues Gebäude als Wohn- und Presshaus mit einem Verkostungsraum und zwei Gästezimmern.

Frau Edit Figula, ebenfalls studierte Weinbauingenieurin, betreibt neben der Arbeit im eigenen Keller ein Weinlabor. Zu ihr kommen die Winzer aus der Umgebung mit der Frage: „Küss die Hand Edit, was fehlt diesem Wein“. Sie misst dann den Alkohol-, Säure- und Extraktgehalt, macht eine mikrobiologische Untersuchung – nur zur Sicherheit. Denn meist hat sie bereits den Fehler erschnuppert.

Auch der älteste Sohn Mihály junior hat in Budapest die Weinbau-Universität beendet und arbeitet im Weinberg und im Keller mit. Nur der Jüngste, János, studiert im österreichischen Graz an der Musikakademie. Das macht ihn aber keineswegs zum Antialkoholiker. Im Gegenteil. János Figula ist einer der vier besten Wein-Feinschmecker in der Familie – zumal wenn es um die Zusammensetzung von Cuvés geht.

Das Anbaugebiet beträgt heute 20 Hektar. Etwa 80 Prozent davon befindet sich in Szőlős, wo die 20 – 30 Jahre alten Reben Olaszrizling (Welschriesling), Sauvignon blanc, Muskotály (Muskat), Chardonnay und die ungarische Sorte Zenit gedeihen. In Pécsely wachsen die 2003 gepflanzten Cabernet Sauvignon und Sémillion; in Balatonfüred Chardonnay. Der Boden besteht überall aus einem Kalkuntergrund mit Lehm obendrauf. Die Reihen der alten Reben stehen drei Meter weit auseinander, die Pflanzen einen Meter. Bei den Neupflanzungen sind es zwei Meter und 80 Zentimeter. Die Ertragreduzierung bei den Lageselektierten Sorten durch Rebschnitt nach der Lese (in Ungarn heißt es St.-Martin-Schnitt), und dem Sommerschnitt machen natürlich viel Arbeit. Dazu das Auflockern des Bodens und die Handlese. Aber die Qualität der Weine lohnt es.

Die einfachen, reduktiv hergestellten Weine werden temperaturgesteuert im Stahltank vergoren und sind nach 2 – 3 Monaten trinkfähig. Die Spätlesen gären, ebenfalls gekühlt, in Eichenfässern in denen sie auch ausgebaut werden. In die Flaschen kommen sie etwa im Mai. Ähnlich der Cabernet Sauvignon, dessen Tresterhut (Ungarisch: Bettdecke) bei Figulas noch per Handarbeit immer wieder hinunter gedrückt wird, um eine intensive rote Farbe zu bekommen. Bemerkenswert bei der Cuvé-Herstellung ist die Vermählung der Moste schon vor der ersten Gärung (und nicht erst der Weine, wie woanders).

Die einfallsreichen Ausbaumethoden und die gründliche Arbeit wurden mehrfach belohnt – mit gleich vier Silbermedaillen: für den 97-er Sémillon bei der ungarischen Blindverkostung Vinagora 1998; den 97-er Sauvignon Blanc 1998 in Brüssel; den Szileniusz Cuvé von 2001 in Paris 2004; und den Cabernet Sauvignon Jahrgang 2004 ein Jahr später beim Challenge International Du Vin in Bordeaux. Obendrein wurde Mihály Figula senior im Jahr 2000 zum Weinbauer des Jahres gewählt – 2004 erhielt Figula junior dieselbe Auszeichnung.

Kein Wunder: Der Chardonnay von Balatonfüred ist Jahr für Jahr blass-strohgelb und hat den feinen Duft und Geschmack von grünen Äpfeln. Der frische Welschriesling von Balatonszőlős hat beständig schöne, ausgeglichene Säuren. Und bereits der erste Cabernet Sauvignon 2003 gehörte ein Jahr später zu den Spitzenweinen bei der ungarischen Blindverkostung Pannon Bormustra. Er ist heute typisch für die Kellerei: Sein Tannin ist kräftig aber auch samtig und erdrückt nicht die schöne Fruchtaromen.

Die insgesamt 100.000 Flaschen jährlicher Produktion werden meistenteils in der Kellerei in Balatonfüred und in der gehobenen Gastronomie des Landes getrunken. Etwa 30 Prozent kaufen private Abnehmer aus dem Ausland. Und auch die ungarische Weinhandelsfirma bietet sie per Internet an: www.bortarsasag.hu

Adresse

Unsere Adresse:

Siske utca 44/b H-8230 Balatonfüred

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Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Cabernet Sauvignon
Weißwein:
Balatonszőlősi Olaszrizling (Welschriesling)
Sauvignon blanc
Balatonfüredi Chardonnay
Muscat Ottonel
Chardonnay barrique
Sziléniusz Cuvé
Pinot gris
Tramini

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Von Budapest: M7 Richtung Balaton, weiter (zur Nordseite) auf die Schnellstraße 71, Ausfahrt Balatonfüred, geradeaus bis zum Zentrum, dort rechts auf die Jókai Mór utca, dann in die Verlängerung, die Ady Endre utca bis zum Szt. István tér (Platz), wo die Csárda utca (Kneipengasse) beginnt, immer weiter (auf der langen Linkskurve) bis zum letzten Haus.

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