Dies ist vermutlich die älteste kontinuierlich existierende Kellerei des Landes. Begründet wurde sie vom Urgroßvater Demeter um 1850, als er auf der (hervorragenden Lage) Mészhegy (Kalkberg) Reben gepflanzt hatte. Fortgeführt wurde die Arbeit vom jeweiligen Sohn. Auch Csaba Demeter, einziges Mitglied der heutigen Familienkellerei, übernahm 1997 das Geschäft vom Vater. Kurz zuvor hatte er das Studium für Gartenbau und Vinifizierung an der Wein-Akademie in Budafok beendet. Angebaut wurden schon damals Kékfrankos (Blaufränkisch), Cabernet franc und Merlot. Und weil sie ohnehin als Zutaten zum Cuvée Egri Bikavér (Egerer Stierblut) dienten, standen die Reben nebeneinander, die Trauben wurden zusammen gelesen und gekeltert. Die Produktion betrug damals 40 Hektoliter. Verkauft wurde der Stierblut an Kunden, die ihre 5- bis 10-Liter-Ballonflaschen mitgebracht hatten. Das war noch ein Überbleibsel aus kommunistischer Zeit, als die Trauben an die Genossenschaft abgegeben werden mussten und der Handel mit Flaschenweinen privat wirtschaftenden Winzern verboten war – eigentlich auch der Handel mit offenen Weinen (in Ungarn heißen sie „fließende Weine“). Die Kundschaft bestand also aus schweigsamen Genießern.

So ist Csaba Demeter der erste in der Weinmacher-Familie, der nach zwei Jahren Ausbau 1999 Egri Bikavér (Egerer Stierblut), Egri Vörös (Egerer Roter) und Egri Leányka (Egerer (Mädchentraube) in Flaschen füllte.

Das Gebäude der Kellerei wurde – zusammen mit 150 benachbarten Kellern – in den 1920-er Jahren errichtet: Eine helle Wand am Hang des Kőjuk („Steinloch“) darin Tor neben Tor. Ein hübsches Bild traditioneller Weinkultur. Hinter dem Holztor von Nr. 28 – 30 allerdings steht moderne Keltertechnik: Vorn die Holzwannen und der temperaturregulierbare Kunststofftank für die erste Gärung, die Abfüllanlage und der Verkostungsraum. Dahinter liegen mehrere, insgesamt 300 m lange Gänge, in denen die 300- und 500-Liter-Eichenfässer lagern. Alle 15 m tief unter der Erdoberfläche. Der neue, in den Tuffstein gegrabene pieksaubere Keller wurde 2001 als der schönste der Region ausgezeichnet.

Zur Zeit bewirtschaften Demeter und seine Helfer 20 Hektar Anbaufläche. Die Rebstöcke sind zwischen 45 und 20 Jahre alt und fühlen sich in der braunen Walderde, die alle Lagen bedeckt wohl. Angebaut werden die weißen Szürkebarát (Grauer Mönch), Chardonnay, und Olasz Rizling (Welschriesling) und die roten Kékfrankos (Blaufränkisch), Cabernet franc, Merlot und Oporto (Blauer Portugieser), pro Hektar durchschnittlich 3.300 Rebstöcke. Gelesen wird mit der Hand in niedrige Kunststoffkästen (damit sich die Früchte nicht zerdrücken) 1 – 1,5 Kilo pro Pflanze.

Bemerkenswerterweise werden die Weißen Trauben in Holzwannen vergoren und kommen anschließend für ein Jahr in die 300 Liter großen Eichenfässer. Der Rosé Cuvée aus Cabernet franc, Merlot und Blaufränkisch wird ebenso vergoren und ausgebaut. Die erste Gärung der Hälfte der roten Trauben vollzieht sich im Kunststofftank, die andere Hälfte in kleinen Holzwannen. Anschließend wieder vereint, folgt der zweijährige Ausbau in den 500-Liter-Fässern. Sie wurden aus ungarischer Eiche gefertigt und sind zum Teil neu, zum Teil werden sie das zweite Mal befüllt.

Die Demeter-Weine sind bei den professionellen Blindverkostern sehr erfolgreich. Allein 2006 bekamen sie beim International Challenge du Vin in Bordeaux drei Medaillen: die Fassprobe des 2005-er Rosés bronze, der Bikavér und der Törökverő Bikavér (Türken-prügelnde-Stierblutund) jeweils silber.

Die 50.000 Flaschen werden durch das ungarische Handelshaus Essencia ház hauptsächlich in Ungarn – in der Gastronomie und an Privatkunden – verkauft, aber auch in Japan. Eine Vertretung in den deutschsprachigen Ländern gibt es nicht, man muss also nach Eger reisen, um die Weine zu kosten und zu kaufen.

Adresse

Unsere Adresse:

Demeter Pincészet Kft. H-3300 Eger

GPS:

47.9016921, 20.3775437

Web:

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Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Bikavér
Törökverő Bikavér
Bikavér Reserve
alle drei aus Blaufränkisch, Cabernet franc und Merlot nur jeweils in verschiedenen Mengen
Weißwein:
Eger Csillaga (Stern von Eger), ein Cuvée aus Szürkebarát (Grauer Mönch) Chardonnay und Olaszrizling (Welschriesling)
Rosé:
Egri Rozé

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Von Budapest: M3 nach Osten, Ausfahrt Füzesabony-Eger, fährt erst einmal auf der Schnellstraße 33, dann rechts auf der Schnellstraße 25 über Kerecsend nach Eger. Vor dem Ortsschild anhalten. Wenn man jetzt den Kopf nach rechts wendet, sieht man bereits die hübsche Kellerreihe namens Kőjuk.




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