Die Brüder (ungarisch: testvérek), der 41-jährige Attila und der 31-jährige Péter Juhász betreiben eine der größten Familienkellereien Ungarns. Trauben bauten die Eltern zwar schon vor mehr als 30 Jahren an, doch bis Ende des Sozialismus mussten sie die Früchte für einen lächerlichen Preis bei der Staatlichen Landwirtschaftlichen Kooperative abliefern. So haben sie erst 1993 den ersten Kékfrankos (Blaufränkisch) in Flaschen gefüllt. Im selben Jahr haben sie mit dem Bau des Wohn- und Presshauses und des Kellers begonnen. Das Gebäude ist traditionell, der Keller hat fünf Parallelgänge, die Kellertechnik supermodern. Beim Keltern ihrer besten Rotweine bevorzugen die Brüder allerdings die altbewährte – wenn auch nicht mehr Fuß- so doch Handarbeit.

Attila Juhász, studierter Elektroingenieur, lernte alles was man bei der Arbeit im Weinberg wissen muss von seinen Eltern, die Kunst der Vinifizierung von seinem jüngeren Bruder. Der sympathische Mann berichtet stolz, dass Péter erfolgreich Weinbauingenieur und Ökonomie studiert habe und seine Diplome in der ganzen EU anerkannt werden. Die Qualität der Juhász- Weine wird ebenfalls EU-weit geschätzt, wie die Auszeichnungen zeigen.

Die Kellerei bewirtschaftet rund 100 Hektar. Davon sind 30 Hektar eigene Weingärten, 70 Hektar sind gepachtet. Die wichtigste Lage heißt Paptag („Pfaffenglied“). Auf zehn Hektar nach Süden geneigter weicher Tufferde, gedeihen Kékfrankos (Blaufränkisch), Cabernet SauvignonCabernet franc und Merlot – die wichtigsten Zutaten des berühmten Cuvé der Region, des Egri Bikavér (Egerer Stierblut). Auf den Lagen Ferenchegy und Pünkösdtető besteht der Boden in der Tiefe aus Riolit-Tuffstein, darüber liegen Vulkan- oder Kalkerde. Hier fühlen sich mehrere Reben wohl: die Bordolaise-Sorten, der Pinot noir, Blaufränkisch, Oportó und Blauburger: Insgesamt 90 Prozent rote Trauben.

Auch hier sind die alten Reben lockerer gepflanzt. So stehen nur 3000 von ihnen auf einem Hektar, während bei den Neupflanzungen die Zahl etwa 5000 beträgt. Geerntet wird mit der Hand, nach strenger Ertragsreduzierung nur ein Kilo pro Pflanze. Daraus entstehen etwa 5.500 Hektoliter Most. In der Verarbeitung gibt es drei Kategorien: Ein Teil wird nach der ersten Gärung per Tanklastwagen ins Ausland verkauft. Die einfachen Rotweine werden im Stahltank vergoren und bleiben gut zwei Wochen auf der Maische, die während dieser Zeit automatisch gerührt wird. Anschließend werden sie in 50, 60 oder 100 Hektoliter großen Fässern ausgebaut. Ihre Spitzenweine allerdings vergären im 14° C. kalten Keller in kleinen Eichenwannen, wo sie mit den Händen geknetet und gerührt werden. Durch den geringen Umfang der Wannen und die niedrige Temperatur kann sich der Most kaum erwärmen. Auf diese Weise verläuft die Gärung nicht allzu stürmisch. Nach einer Wochen auf der Maische kommen die Weine für mindestens zwei Jahre in längliche Burgunder Barriquefässer und schließlich reifen sie noch ein Jahr in Flaschen. Auf diese Weise entstehen die reinsortigen Cabernet Sauvignon, der Cabernet franc, der Pinot noir und die großen Cuvées: Der Egri Bikavér (Egerer Stierblut) bestehend aus vier Weinen mit dem Blaufränkischen als Grundlage und Egri Cuvée, der ebenfalls aus vier Rotweinen komponiert wird.

Die hervorragende Arbeit der Brüder Juhász wurde bei mehreren Blindverkostungen ausgezeichnet. Beim wichtigen International Challenge du Vin 2003 in Bordeaux bekam der 2002-er Egri Kékfrankos (Egerer Blaufränkisch) eine Bronzemedaille; 2005 ebenfalls in Bordeaux wurde der Pinot noir mit Bronze bedacht; und 2006 bekam der 2003-er Olasz Rizling (Welschriesling) dieselbe Auszeichnung.

Einen Großteil der jährlich 100.000 Flaschen Produktion verkauft das Budapester Handelshaus In Vino Veritas, meistenteils an die gehobene Gastronomie. 2.500 Restaurants bieten die Juhász-Weine mit Erfolg ihren Gästen an. Einen ebenfalls beträchtlichen Teil verkaufen die Brüder selbst in ihrem kleinen Laden in der Kellerei.

Adresse

Unsere Adresse:

H-3394 Egerszalók Széchenyi ut 79

GPS:

47.86520548132681, 20.318048674460897


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Egri Cuvée
Egri Kékfrankos (Blaufränkisch)
Cabernet Sauvignon
Pinot noir
Egri Bikavér (Stierblut)
Weißwein:
Egri Leányka (Mädchentraube)

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Von Budapest: M3 nach Osten, Ausfahrt Füzesabony-Eger, kommt erst auf die Schnellstraße 3, dann auf der Schnellstraße 25 in die malerische Barockstadt Eger. An mehreren Stellen, so auch im Stadtzentrum stehen Schilder, mit Hinweis auf die historische Kellerreihe in Egerszalók (Törtenelmi Kőjuki Pincesor, Egerszalok). Der Ort befindet sich westlich von Eger. Man kann auch nach der Autobahnausfahrt Füzesabony auf der Schnellstraße 3 nach Kerecsend fahren und von dort auf einer Landstraße über Demjén nach Egerszalók gelangen – beide Dörfer sind ausgeschildert (in Egerszalók befindet sich ein neu eröffnetes Thermalbad).

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