Besitzer der Kellerei sind Dr. György Lőrincz und zwei seiner stillen Teilhaber. Die Beschützerin, Namensgeberin und Managerin ist die „heilige“ Andrea – seine Frau. Das Ehepaar hat vier Kinder zwischen drei und 15 Jahren. Die Weine der Familie Lörincz gehören zu den besten des Landes.

Die Kellerei am Öreghegy (Alter Berg) mit einer hohen, hellen Steinmauer, breitem Einfahrtstor und einem mit rotem Spitzdach bedeckten Turm macht auf den ersten Blick den Eindruck einer freundlichen Festung. Hier befinden sich Presshaus, Gärhaus, Abfüllanlagen. Der Tuffstein-Keller hat zwei Gänge mit je 50 Meter. Hier lagern etwa 300 Fässer mit zehn und 20 Hektoliter Fassungsvermögen und über 22 Barriquefässer.  Dr. Lőrincz, geboren 1967, studierte Weinbau, speziell die Vinifikation von Rotweinen und schrieb seine Dissertation über die Macération carbonique (Kohlensäure-Maischegärung) im Beaujolais. Seine Karriere begann 1997, als er einige Fässer Cabernet Sauvignon für seinen Vater kelterte und sich mit diesem Wein 1999 bei einer Blindverkostung in Eger anmeldete – und die Goldmedaille bekam. So gründete er noch im selben Jahr seine kleine Familienkellerei. 2002 kam es mit dem ersten Investor zur ersten Neugründung, 2005 mit den jetzigen Partnern zur zweiten. Wenn alles gut geht und die Schutzheilige ordentlich schützt, bleibt es dabei.

Dr. Lőrincz bewirtschaftet 18,5 Hektar Weingärten. Der Boden besteht in der Tiefe aus Tuffstein, darauf gebundene lehmige Erde. Er baut Chardonnay, Pinot blanc, Rheinriesling, Welschriesling an, außerdem Cabernet Sauvignon und frank, Pinot noir, Blaufränkisch, Merlot, Syrah und Zweigelt (Rotburger). Die ältesten etwa 10.000 Reben stammen von 1973, die jungen wurden 2002 und 2003 gepflanzt. Wie überall in Ungarn, stehen die alten Pflanzen recht weit von einander entfernt. Bei den Neupflanzungen liegen zwei Meter zwischen den Reihen und 80 Zentimeter zwischen Reben. Insgesamt sind es etwa 150.000. Durch die rigorose Mengenbeschränkung werden pro Pflanze zwischen 400 Gramm und 1,2 Kilo gelesen. Per Handlese versteht sich. Das ergibt 25 Hektoliter Most pro Hektar.

Die Fermentation der Weiß- und Roséweine – nach entrappen, pressen und dem Zusatz von Reinzuchthefe – vollzieht sich in Holzwannen. Wegen der größeren Menge von roten Trauben werden nur die besten Qualitäten – mit wilder Hefe – im Holz vergoren, die mittleren Qualitäten im Stahltank. Das ist etwa je die Hälfte. Anschließend reifen sie in Eichenfässern: Die Weißen sechs bis zehn Monate, die roten zwölf bis 16 Monate.

Die Stars der Kellerei sind zwei kunstvolle Cuvées: der weiße Napbor (Sonnenwein) und der Klassische Egri Bikavér (Egerer Stierblut). Der Napbor besteht zu etwa 60 Prozent aus Chardonnay und zu 40 Prozent aus Welschriesling. Lese und Vinifikation finden getrennt statt (schon wegen der verschiedenen Reife- und Erntezeiten), erst die ausgebauten Weine werden vermählt. Die Lese von Chardonnay und Olaszrizling (Welschriesling) findet zwischen dem 19. September und dem 17. Oktober statt. Die Trauben werden entrappt, die Beeren gemahlen, gepresst und nachdem sich der Most gesetzt hat unter Zugabe von
Reinzuchthefe in der Holzwanne vergoren. Der anschließende Ausbau im Holzfass dauert zehn Monate. Der Napbor hat eine helle Goldfarbe, sein Duft ist eine komplizierte Mischung – die sich freilich jedes Jahr ein wenig ändert – von Pfirsich, Vanille, Orange, Haselnuss und Zimt. Sein Säuregehalt pendelt um 5,3 Gramm pro Liter, sein Alkoholgehalt um 12,3 Volumprozent, der Extraktgehalt um 23 Gramm pro Liter. Er ist ein trockener, komplexer Weißwein mit herrlichen Aromen und frischen Säuren.

Anders der dunkelrote Egri Bikavér (Egerer Stierblut) – der in der Region aus bis zu zehn Traubensorten der Gegend komponiert werden darf. Bei St. Andrea besteht er aus Kékfrankos (Blaufränkisch), Cabernet franc, Merlot, Pinot noir und Turán. Gelesen und gekeltert wird zwischen September und November. Nach entrappen und mahlen folgt die Gärung auf der Maische. Sie dauert zwischen 21 und 26 Tagen. Anschließend der 21-monatige Ausbau im Holzfass und schließlich das Schönen (Beseitigung von Trübungen) mit Eiweiß. Das Ergebnis ist ein tief purpurroter Wein mit präsenten aber weichen Tanninen, einer Duftmischung von Pfeffer und anderen Gewürzen, dazu Aromen von Dörrobst, Kakao und Sauerkirsche – mit kleinen jährlichen Abweichungen.

Die etwa 60.000 Flaschen jährliche Produktion wird in den Budapester Fachgeschäften Batthyány utca 59 und Ráday utca 7 verkauft; außerdem per e-mail: klub@bortarsasag.hu und in Deutschland im „Ungarischen Weinhaus“ in Traunstein.

Adresse

Unsere Adresse:

H-3394 Egerszalók Ady Endre utca 88

GPS:

47.86407787999454, 20.32762759819377


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Egri Vörös (Egerer Roter)
Cabernet franc
Pinot noir
Kétágú Pinot noir
Kiseged Zweigelt (Rotburger)
Mithos (einsortig Merlot)
Egri Bikavér (siehe oben)
Bikavér Superior Merengő (Merlo, Cabernet Sauvignon, Cabernet franc und Blaufränkisch)
Weißwein:
Pinot gris
Olaszrizling (Welschriesling)
Kővászó Chardonnay
Sziráki Chardonnay
Napbor (Sonnenwein), siehe oben
Rosé:
St. Andrea Rosé (Cuvée aus Pinot noir, Blaufränkisch, Merlot und Cabernet Sauvignon)

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Von Budapest: Autobahn M3 nach Osten, Ausfahrt Füzesabony-Eger, fährt auf der Schnellstraße 3 nach
Kerecsend und von dort auf einer Landstraße über Demjén nach Egerszalók – beide Dörfer sind ausgeschildert. Oder: von Kerecsend auf der Schnellstraße 25 in die herrliche Barockstadt Eger, von dort 6 km Richtung Verpelét und dem ebenfalls beschilderten Thermalbad nach Egerszalók; das letzte Haus in der
Ady Endre utca trägt die Nummer 88.
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