Der anderthalb Hektar kleine Weinberg des Gábor Karner liegt malerisch auf der Spitze eines Hügels. So reicht die Lage Vitézföld (Helden-Erde) von Ost bis Südwest. Der Blick geht weit nach Süden ins Tal. Der Boden besteht aus rotem Lehm, in anderthalb Meter tiefe ist Kalk- und Tuffstein.

Winzer Karner ist verheiratet, hat zwei Kinder, die ihm schon gern im Weinberg helfen. „Meine Frau macht den Papierkram“, sagt er, „das ist für mich schwerer als Weinmachen“. Beide haben noch einen Job zum Geldverdienen und sind nur halbtags Winzer. Er hat an der Technischen Hochschule für Weinbau in Budafok, nahe Budapest, studiert, nicht aus Tradition sondern aus Liebe zum Wein. „Ich bin der Erste Winzer in der Familie“, sagt er. Mit dem Weinmachen hat er 1999 begonnen. Die ersten Trauben die er gekeltert hat waren Traminer, Blaufränkisch und der ungarische rote Siller (sprich: Schiller). Und zwar aus gekauften Trauben, denn eigene hatte er damals noch nicht. Die Weine waren zwar erfolgreich, aber der Winzer selbst war unzufrieden. „Da alles am Weinberg beginnt, muss man die Reben selbst anbauen und pflegen“, sagt er, „wenn man Qualität erzeugen will.“ Die Lage Vitézföld von 2,5 Hektar hatte er schon, aber erst 2004 hat er sie bepflanzt. Dort wachsen auf anderthalb Hektar Blaufränkisch (Kékfrankos), auf dem halben Hektar Welschriesling (Olasz rizling) auf dem Rest Pinot noir und Shyraz (Syrah). Das sind 8000 Reben pro Hektar. Geerntet wird mit der Hand und zwar nur 600 Gramm bis ein Kilo pro Rebstock. Insgesamt ergibt ein Hektar fünf Tonnen Trauben, daraus entsteht 3000 Liter Wein, was schließlich 4000 Flaschen bedeutet – extreme Ertragsreduktion für möglichst beste Qualität.

Der Keller hat ein ehrwürdiges Alter von 230 Jahren, ist aber mit 14 Meter zu kurz und zu schmal. So gräbt Winzer Karner gerade im weichen Tuffstein weiter und breiter. Die erste Gärung des Welschrieslings vollzieht sich in spundvollen Eichenfässern. Anschließend weiter in gebrauchten Eichenfässern reduktiv ausgebaut, wird er nach etwa sechs Monaten auf Flaschen gefüllt.

Die Roten machen die stürmische Gärung in offenen Holzwannen durch und werden in 500-Liter-Eichenholzfässern ausgebaut. „Ich habe auch einige wenige Barriquefässer“, sagt Karner, „für den Fall, dass der Geschmack einer der Roten ein wenig abgerundet werden muss. Aber nur ein wenig. Sie sollen nach Trauben schmecken und nicht nach Holz“, betont er. Insgesamt bleiben seine Rotweine etwa neun Monate im Fass. Verkauft werden sie in Budapester Fachgeschäften und einigen Restaurants.

Adresse

Unsere Adresse:

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Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Vitézföldi Kékfrankos (Blaufränkisch)
Vitézföldi Cuvé (aus Blaufränkisch, Pinot noir und Syrah)
Weißwein:
Vitézföldi Olaszrizling (Welschriesling)

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Von Budapest: M3, Ausfahrt Gödöllő, Richtung Vác, über Szada, Veresegyháza von dort weiter nach Orbottyán. Beim Kreisverkehr in Orbottyán rechts, der Weg führt auf einen Hügel. Bei der nächsten Kreuzung mit dem gekreuzigten Heiland wieder rechts, der kurvenreiche Weg führt bald neben Eisenbahngleisen, die bei der ersten Gelegenheit (nach
links) zu überqueren sind. Dahinter liegt schon die Viczián Straße. Am Zaun neben dem Gartentor hängt ein (ganz) kleines Fass.

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