Mátyás Szőke, ein freundlicher, kräftiger Mann in den 60-ern, ist gelernter Maschinenbauingenieur und leidenschaftlicher Weinmacher. Seit er zurückdenken kann, waren seine Ahnen Weinbauern und die Eltern die größten Winzer der Region Mátra – bis zur Enteignung durch die Kommunisten 1949. So studierte der junge Mann Maschinenbau, kelterte bereits in den 1970-er Jahren heimlich und verkaufte die Weine an seine Freunde und deren Freunde. Damals war er der wichtigste inoffizielle Weinhändler der Region. Erst nach der politischen Wende 1989 durfte er die Familientradition fortsetzen.

1990 bekam er das Gut seiner Eltern zurück und begann ein neues Winzerhaus mit Keller zu bauen. Das braunbeige Steingebäude, ausgerüstet mit der neuesten Kellertechnik, wurde 2004 vollendet. Inzwischen hat er im Berg, dem Haus gegenüber, einen zweiten 250 Meter langen Keller bauen lassen. Dort lagern und reifen die Weine in großen und kleinen Fässern und in Flaschen.

Matyás Szőke ist verheiratet, hat zwei erwachsene Söhne von 30 und 34 Jahren und vier Enkelkinder. Seine Frau Anna, der jüngere Sohn Zoltán und dessen Frau arbeiten im Weinberg und Keller mit. „Ich habe mich wie ein Kind gefreut“, sagt Szőke,„als Zoltán mit seinem Weinbaustudium begann, freilich noch mehr, als er damit fertig geworden war – und unser Kellermeister wurde.“

Heute bewirtschaften die Szőkes insgesamt 40 Hektar Parzellen. Im lehmigen braunen Waldboden gedeihen zumal die weißen Trauben gut: die ungarischen Irsai Olivér, Királyleányka (Königstöchterchen), Ottonel Muskotály, Sárga Muskotály (Muscat lunel), Zengő, die internationalen Chardonnay und Szürkebarát (Pinot girs). Aber auch die drei Roten: Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon und franc. Die ältesten Rebstöcke stammen aus dem Jahr 1986, dazu wurde seit 1990 ständig neu gepflanzt. Im Durchschnitt stehen 5000 Reben pro Hektar. Die Ertragsreduzierung praktizieren sie besonders in schlechten Jahren: „Dann schneiden wir im Sommer eben mehr Trauben weg“, sagt Mátyás Szőke. So ernten sie ein bis anderthalb Kilo Trauben von einem Rebstock. Mit dem, was sie dazu kaufen – von einem Weinbauern, der ebenfalls ertragsreduziert und nach Szőkes Vorschriften arbeitet – werden daraus etwa 4.500 Hektoliter Wein im Jahr. 70 Prozent Weiß, 30 Prozent Rot – als weiser Respekt vor dem Terroir, schließlich ist Mátraalja eine Weißweinregion.

Die Fermentation der Weißen vollzieht sich reduktiv im geschlossenen Stahltank. Die Ernte vom Vorjahr reift ohne mit Sauerstoff in Berührung zu kommen und wird im Juni – Juli auf Flaschen gefüllt. Auch die Roten werden zur Hälfte im Stahltank vergoren, zur anderen Hälfte im kühlen Keller in großen Fässern. Die meisten reifen zwei bis drei Jahre in denselben großen Fässern, einige kommen noch 16 Monate ins Barrique. So auch sein Barrique Cuvée aus Cabernet Sauvignon und franc, der 2005 als „Wein der Region“ ausgezeichnet wurde.

Die 15.000 – 20.000 Flaschen jährliche Produktion wird an die heimische Gastronomie und Fachgeschäfte verkauft.

Adresse

Unsere Adresse:

H-3036 Gyöngyöstarján, Széchenyi utca 72

GPS:

47.8174392, 19.8649771


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Mátraaljai Kékfrankos, Blaufränkisch
Cabernet Sauvignon, Barrique, Mátraaljai
Weißwein:
Mátraaljai Irsai Olivér
Királyleányka Mátrai
Olaszrizling, Welschriesling, Mátrai
Sürkebarát, Pinot gris, Mátraaljai
Mátrai Muscat Ottonel, trocken
Gyöngyöstarjáni Muscat Ottonel, lieblich
Süßwein:
Muscat Lunel, késő szüreteléső, édes (spätlese, süß)

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Von Budapest: M3 Richtung Osten, Ausfahrt Gyöngyös. Dann auf der Schnellstraße Nr. 3, nach Gyöngyös, Ausfahrt Gyöngyös-nyugat (Gyöngyös-West). Von dort Richtung Gyöngyöspata bis zur Abzweigung nach Gyöngyöstarján. Im Zentrum des Dorfes steht ein Plan, außerdem weiß jeder wo die Kellerei des Matyás Szőke zu finden ist.




Hinterlassen Sie eine Bewertung

Wein
Weingut
Region
Angebot
Gastfreundschaft
Publishing ...
Your rating has been successfully sent
Please fill out all fields