In Somló kennt man ihn als Stephan, den Deutschen. In Bayern, wo der jugendlich aussehende Enddreißiger lange gelebt hat, war er der Ungar. Während eines Urlaubsaufenthalts in Deutschland, lernte seine ungarische Mutter Herrn Spiegelberg kennen und lieben, den späteren Vater des ungarisch-deutschen Winzers. Sie arbeitete während des Kommunismus an der Ungarischen Botschaft in Ostberlin und als Dolmetscherin. Stephan ging in Berlin zur Schule, lernte Elektromechaniker, verbrachte aber jede Ferien bei der Großmutter in Somlójenő. Dort ritt er auf einem gemieteten Pferd umher, besuchte alle die kleinen Dörfer, die Hügel und die Täler der Umgebung. 1993 kaufte er zusammen mit seinen Eltern ein Ferienhäuschen und weil dazu auch ein Weingarten gehörte, eben auch den.  Bald bot man ihnen gleich nebenan die Ruine eines alten Presshauses an und weil die preiswert war, kauften sie die auch.

Das Weinmachen lernte István Spiegelberg autodidaktisch bei Besuchen der Winzer in der Region. „Ich habe ihre Weine verkostet“, berichtet er, „und wo es mir geschmeckt hat, da habe ich viele Fragen gestellt.“ Sein erster Somloer Cuvée, Jahrgang 1993, wurde beim Weinwettbewerb der Region 1998 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. „Den habe ich gar nicht selbst gemacht“, meint er bescheiden. „Zumindest haben die Erde, der Rebstock, das Wetter, die wilde Hefe, das Holzfass und die Zeit daran kräftig mitgewirkt.“ Zwischen 1998 und 2006 hat er noch insgesamt 13 Medaillen bekommen, was ihm einige Winzer missgönnten. Er geht mit seinen Weinen trotzdem zu den Wettbewerben und langsam gewöhnen sich die Kollegen an seinen Erfolg.

István Spiegelberg, der seit März 2006 auf dem Somlóberg wohnt, besitzt inzwischen knapp zwei Hektar Rebfläche am Somlóberg und fünf renovierte Weinkeller. Im größten Keller aus dem Jahre 1827 mit 80 Meter Fläche und 17 Meter Länge findet die Verarbeitung, Sturmgärung und der Ausbau der Weine statt. Unter den alten Bögen lagern 15 Fässer verschiedener Größe.

Die Südwestlage „Ilona Dőlő“ liegt malerisch zwischen der Kapelle der heiligen Ilona und einer Quelle namens „Séd“. Der Boden besteht aus verwittertem Basaltgestein und Humus. Hier baut er Trauben an, die sich in der Gegend traditionell wohl fühlen: Die ungarischen Sorten Juhfark (Lämmerschwanz) und Furmint, außerdem Olaszrizling (Welschriesling). Durch den strengen Rebschnitt liest er nur etwa eine bis drei Trauben von einem Kilo pro Rebstock. Vergoren und ausgebaut werden sie in Eichenfässern von 500 bis 1.000 Litern Größe. Sie haben eine elegante Säure, sind sehr mineralisch und strotzen nur so vor Aroma. Die jährliche Produktion beträgt etwa 4.000 Flaschen. Verkauft werden sie in gehobenen Fachgeschäften im ganzen Land, in der Spitzengastronomie und im Ausland (Deutschland, Frankreich und den USA). Doch stimmungsvoller ist der Einkauf nach einer Degustation im schönsten der Weinkeller, erbaut im Jahre 1823. Hier lagern keine Weine, die Besucher bekanntlich nicht mögen. Hier wird getrunken und gesungen. Dazu serviert István Spiegelberg Paprika-Knoblauch-Würste, Käse, süße Fleischtomaten, ungarische Paprikaschoten und frisches, selbst gebackenes Weißbrot. Zum besonderen Erlebnis wird der Abend, wenn die Folkloregruppe Fonó die kulinarische Veranstaltung untermalt.

Adresse

Unsere Adresse:

H-8478 Somlójenő Somló hegy hrsz. 1121.

GPS:

47.1248257, 17.3547108


Unsere Weine & Erzeugnisse


Weißwein:
❧ Weißweine
Somlói Juhfark (Lämmerschwanz)
Somlói Furmint
Somlói Olaszrizling (Welschriesling)
Somlói Vegyes fehér (Gemischter Weißer – Cuvée)

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Von Budapest: M7 Richtung Balaton (Plattensee), Ausfahrt Székesfehervár auf der Landstrasse Nr. 8, Richtung Westen über Veszprém, Herend und Devecser. Nach Devecser und dem Somlóberg, der sich rechter Hand erhebt, nach rechts abbiegen, Richtung Somlószőlős. Wegweiser „Hotel Somló“ folgen, links vom Hotel zur „Szent Ilona Kapelle“, von dort dem Wegweiser „Spiegelberg Borpince“ folgen.
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