Offiziell besteht die Kellerei erst seit 1992. Inhaber ist die Rozgonyi-Familie – das Ehepaar mit drei erwachsenen Söhnen. Die Jungs haben leider andere Berufe, so hilft von der Familie nur Frau Rozgonyi ihrem Mann bei der Arbeit.

Sándor Rozgonyi kommt aus einer Winzer-Familie, arbeitete seit seiner Kindheit im Weinberg, besuchte zwischen 1958 und 1962 die Weinfachschule in Tokaj, war anschließend Kellermeister einer staatlichen Kellerei. Nach der politischen Wende 1989 kaufte er vier Hektar Anbaufläche in Sátoraljaújhely, eine herrliche Südlage namens Köveshegy (Steinberg), außerdem anderthalb Hektar ebenfalls Südhang in Bodrogkeresztúr. Doch die Krönung seiner kleinen Besitztümer ist ein halbes Hektar am Szarvasdüllő (Hirschlage), die jeder in Tokaj kennt, früher königlicher Besitz, beste Südlage am berühmten Kopaszhegy (Kahlenberg) in Tokaj-Hegyalja. 1985, 1999 und 2000 pflanzte er neue Reben – die klassischen Tokajer Sorten Furmint, Hárslevelő, Zéta und Muskotályos.

Die Reben stehen 240 x 90 cm und 320 x 100 c m das heißt, die Reihen 240 cm, die Rebstöcke 90 cm bis einem Meter voneinander entfernt. So kann der Winzer (auf dem Streifen von 240 cm) mit modernen Erntemaschinen ernten. Die Entfernung von 320 cm erinnert an die riesigen, altertümlichen sowjetischen Maschinen aus der Zeit der Kommunismus. Die vom Edelschimmel befallenen Beeren müssen allerdings nach wie vor per Hand gelesen werden.

Selbstverständlich arbeitet Rozgonyi ertragsreduziert – und das nicht nur weil es neuerdings in Tokaj kontrolliert wird. „Dass die Qualität das einzig Wichtige ist, das hat hier wohl jeder entdeckt“, sagt er. Die Ernte beträgt 80 bis 100 Doppelzentner, davon 20 Doppelzentner Botritis-Beeren.

Da Kellermeister Rozgonyi ausschließlich Aszú keltert, stellt er jedes Jahr nur so viel trockenen Wein her, wie er als Grundlage für die Edelsüßen braucht – und natürlich für sich und die Familie für die Mahlzeiten zum Trinken. Den Überschuss verkauft er als Obst, von dem viele behaupten, es sei schade, es zu keltern.

Nach der klassischen Methode versetzt er den jungen Wein mit den edelfaulen Beeren, filtert sie nach einigen Tagen und füllt sie in alte 220-Liter-Eichenfässer (siehe auch Die Region Tokaj). Darin lagern die verschiedenen Aszú Weine (von drei- bis sechs-buttig) zwei Jahre und anschließend – ebenfalls traditionell so lange wie „buttig“ sie sind, auf der Flasche. Der 80 Meter lange Keller befindet sich zwischen acht und 20 Meter tief im Lössboden und wurde schon vor 600 Jahren gegraben.

Aus Aszú und Eszencia stellt er jährlich 15 bis 20 Hektoliter her. Diese kleine Menge verkauft er ab Keller. Zur Stammkundschaft gehört ein ungarischer Großhändler, zwei Restaurants, die meisten sind aber Privatkunden.

Adresse

Unsere Adresse:

H-3980 Sátoraljaújhely Hegyalja út 12

GPS:

48.40210045099957, 21.64862932343874

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Unsere Weine & Erzeugnisse


Weißwein:
Edelsüße:
Tokaji Aszú 3 puttonyos, Szarvasdőlő (Dreibuttig, Hirsch-Lage)
Tokaji Aszú 4 puttonyos, Szarvasdőlő (Vierbuttig, Hirsch-Lage)
Tokaji Aszú 5 puttonyos (Fünfbuttig)
Aszú eszencia (entsprich einem sehr süßen sechsbuttigen Wein, mit etwa 200 gr./l. Restzucker)
Eszencia (etwa 250 gr./l. Restzucker und nur noch 5% Alkohol

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Von Budapest: M3 nach Osten, Landstraße 30, Richtung Miskolc, Abzweig auf die Straße 37 bis Sátoraljaújhely, ist ausgeschildert. Die ist die Hauptstraße. Die Kellerei
selbst ist nicht beschildert, eventuell fragen.

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