Der junge Csaba Vesztergombi stammt aus einer alten Winzerfamilie. Schon im Familienwappen aus den 1700-er Jahren sieht man einen aufrecht stehenden, lächelnden Fuchs mit erhobenem Schwanz, Krone auf dem Kopf und einer übergroßen Traube zwischen den Vorderpfoten. Der erste Bergrichter der Region (der von den Winzern gewählt wird und bei Streitigkeiten schlichten soll) war in den 1800-er Jahren der Ur-Ur-Ur-Großvater von Csaba. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden auch die Vestergombi-Weinberge verstaatlicht, die Familie durfte nur ein Viertel Hektar pro Mitglied behalten. Und weil sie zu viert waren – immerhin ein ganzes Hektar.

Schon Csabas Vater Ferenc, hatte Weinbau studiert, arbeitete anschließend in staatlichen Großbetrieben. Als man ab 1980 Parzellen mieten durfte, wuchs der Weingarten auf anderthalb Hektar, „und das“, sagt Csaba Vesztergombi, „mit einer der besten Lagen der Region“.

Heute bewirtschaften Vater und Sohn 26 Hektar, wovon 20 Hektar schon Trauben bringen – nur rote Trauben: Kadarka, BlaufränkischMerlot, Pinot noir, Cabernet Sauvignon und franc. Alle sind Südlagen (Hidaspetre, Kerékhegy, Porkolábvölgy), der Boden besteht aus Löss mit rotem Lehm gemischt. Die Pflanzungen sind vielfältig. Die ältesten sind 100-jährige Kadarka-Reben. Dieselbe Sorte wurde vor 40 Jahren nachgepflanzt – doch wurden die Stöcke im sozialistischen Großbetrieb zu sehr ausgebeutet, „Und das erträgt auf Dauer kein Weinstock“, sagt Csaba Vestergombi, „auch der Kadarka nicht“. Schließlich bringt ein Teil der eigenen Neupflanzugen seit 2003 auch Früchte.

Bemerkenswerterweise stehen die neu gepflanzten Reihen 2,80 Meter auseinander, die Reben 80 Zentimeter entfernt. „Die engeren Zeilen“, sagt Vesztergombi, „saugen den Boden zu sehr aus“. Außerdem sei es ein Folter für den Mann, der bei der Arbeit im winzigen Traktor eingezwängt sitzen muss. Für die einfachen Weine lesen sie zwei und ein halb bis drei Kilo Trauben, für die besten Weine ein bis anderthalb. Das heißt eine Traube pro Trieb und jeder Pflanze belassen sie acht Triebe, die klassisch an Drahtrahmen befestigt sind. Dabei hängen die Früchte in etwa gleicher Höhe, damit sie gleichzeitig reif gelesen werden können.

Im Untergeschoss der weißen Wein-Villa mit dem spitzen roten Turm befinden sich zwei neue Keller. Der eine ist 500 Quadratmeter groß, mit neogotischen Kuppeln geschmückt und beherbergt mehrere Edelstahlbehälter von insgesamt 800 Hektoliter Fassungsvermögen. Die Luft ist kühl, sauber und trocken. Im anderen 200 Quadratmeter großen unterirdischen Raum liegen 20 schlanke, helle Barriquefässer, sechs 40 Hektoliter- und fünf 50 Hektoliter fassende große Fässer. Im Erdgeschoss der Villa sind auch die Abfüllanlage, das 300 Quadratmeter große Flaschenlager untergebracht, im ersten Stock befinden sich vier hübsch eingerichtete Gästezimmer und der große, helle Verkostungsraum.

Die Sturmgärung findet im Edelstahltank statt, anschließend werden die großen Roten im Holzfass ausgebaut. „Vater meint“, sagt Csaba Vesztergombi, „dass durch die Gärung im Holz der Wein nur ein minimales zusätzliches Aroma bekommt.“ Außerdem ist Vater Vesztergombi gegen Barriquefässer, aber Sohn Csaba hat sich bei „seinen“ Weinen durchgesetzt. Zweifellos zählen ihre Kadarka und Bikavér (Stierblut) zu den Besten in der Region.

Adresse

Unsere Adresse:

H-7100 Szekszárd – Palánki hegy Borkút utca 3

GPS:

46.347491658683, 18.706284558408


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rosé:
Szekszárdi Rosé
Szekszárdi Pinot noir Rosé
Szekszárdi Kékfrankos (Blaufränkisch)
Szekszárdi Bikavér (Stierblut; aus Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon, Merlot und Kadarka)
Szekszárdi Cabernet Sauvignon
Szekszárdi Merlot Selection
Turuk Cuvé (aus Cabernet franc und Merlot)
Csaba Cuvé (ebenfalls aus Cabernet franc und merlot – aus dem Barrique)

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Von Budapest: Schnellstraße Nr. 6 neben der Donau Richtung Süden über Dunaújváros und Paks Richtung Szekszárd. Nach Tolna noch vor Szekszárd auf die Schnellstraße 6 Richtung Pécs. Nach etwa einem Kilometer sieht man links auf einem Hügel die weiße, mit einem roten Turm geschmückte Wein-Villa Vestergombi. Doch da man hier nicht links abbiegen kann, muss man bis nach der Ausfahrt Richtung Siófok (am Balaton) fahren – und umkehren.

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