Kelterhaus und Keller der Familie Hudácskó befinden sich in einer hübschen, stillen Villengegend unweit von Tokaj. Vater János ist für die Arbeiten im Weinberg zuständig, Frau Katalin und die 30-jährige Tochter Anita für den Keller, die Bewirtung der Gäste und den Verkauf. „Wie verkaufen tatsächlich das Meiste ab Keller“, sagt Anita lächelnd. Eine Tatsache, die mit dem Charme von Mutter und Tochter zusammenhängen mag. Der jüngere Bruder (28) ist Computerfan, Mathematiker, Physiker. „Immerhin interessiert er sich für den Wein“, sagt die große Schwester, „er kostet mit, wenn wir den Cuvée machen – sein Geschmack ist ausbaufähig.“ Auch die Hudácskós sind eine alte Winzerfamilie: Anfang der Kommunistischer Ära alles verloren, durften sie 1975 einige Pazellen kaufen. Die Trauben freilich mussten sie der Genossenschaft abgeben – und natürlich machten sie für sich, ihre Freunde und Verwandte einige Hundert Liter Wein.

Aus der Wiedergutmachung 1989 kauften sie zunächst ein Hektar alten Weingarten auf dem Várhegy (Burgberg), dann später weiter einige Hektar. 2003 pflanzten sie 2,5 Hektar ebenfalls auf dem Burgberg neu. „Eigentlich ist es ein Hügel“, sagt Anita, „die Lagen schauen nach Süden, Südosten, Südwesten. Die Spitze und weiter nach Norden ist Naturschutzgebiet.“ Aber auch zwischen den 50 Jahre alten Reben stehen wilde Kirsch- und Birnbäume. Der Boden ist vulkanisch, wie überall in Tokaj: In der Tiefe Riolit-Tuffstein, darüber grobe Steine aus Andesit. Die Reben stehen ziemlich weit voneinander entfernt – auch die Neupflanzungen: Die Reihen 3,20 cm, die Pflanzen 1,20 m durchschnittlich knapp 4.000 pro Hektar. „Es ging nicht anders“, sagt Anita, „wir haben immer noch den alten breiten Traktor.“

Die Sorten auf dem insgesamt 15 Hektar großen Anbaugebiet sind die Tokajer Klassiker: MuskatellerFurmint und Lindenblättriger, außerdem ein wenig Mädchentraube (ungarisch: Leányka). Als Erbe aus der kommunistischen Zeit stehen die Reben der alten Pflanzungen zusammen. Sie werden auch zusammen in kleine blaue Kunststoffkästen gelesen, im Edelstahltank reduktiv vergoren und dienen als Grundwein bei der Herstellung der Edelsüßen Cuvées (siehe Region Tokaj und die Herstellung vom Aszú-Wein). Die handgelesenen Botritisbeeren vergären mit dem Grundwein und Naturhefe in Holzwannen und kommen für drei bis fünf Jahre in teils neue, teils alte Eichenfässer. „Eben so lang, bis sie richtig gut schmecken“, sagt die junge Winzerin. „Wir machen auch schon mal Probe-Vermählungen.“

Den Bau der Villa mit Kelterhaus und Keller haben sie 1994 begonnen, 2000 vollendet – „und seither bauen wir an“, sagt Anita lächelnd. Der Keller ist nur 50 Meter Lang, muss also für die 200 Fässer verlängert werden. Zur Zeit stehen einige von ihnen in einem gemieteten Keller.

Die Familie Hudácskó stellt jährlich 25.000 Flaschen her, davon 3.000 bis 5.000 edelsüßen Aszú (in 0,5 l Flaschen) – wenn sie überhaupt genug Botritis-Beeren ernten. So gab es weder 2001 noch 2004 einen Aszú-Wein.

Zu den biologisch erzeugten Weinen gibt es bei den Verkostungen traditionelle Speisen vom Bauern nebenan: Ziegenfrischkäse, den fetten ungarischen Kuhquark, kalten Entenbraten und vieles andere mehr – verführerische Angebote.

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H-3917 Bodrogkisfalud Klapka utca 35

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Unsere Weine & Erzeugnisse


Weißwein:
Edelsüße Weißweine:
Tokaji Fordítás (die zweite Gärung nach dem Pressen der Botritistrauben – ein leichter duftender Wein, mit noch 80 bis 150 g/l Restzucker je nach Jahrgang)
Tokaji Aszú 6 Puttonyos (Cuvé aus Muskateller, Furmint und Lindenblättriger; 180 g/l Restzucker)
Aszúeszencia (450 g/l Restzucker)

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Von Budapest: M3 nach Osten, Ausfahrt Miskolc, Schnellstraße 30, Richtung Miskolc; Ausfahrt Szerencs, auf der 37 vorbei an Szerencs, Mád, dann rechts Richtung Tokaj abbiegen über die Eisenbahnschienen fahren und gleich die erste Abzweigung nach links. Das ist schon die Klapka utca in Bodrogkisfalud. Das achte Haus auf der linken Seite trägt das große Kellerei-Schild.

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