Der Keller mit dem schneeweißen Eingang wurde im 17. Jahrhundert gegraben. „Vermutlich waren es jüdische Winzer“, sagt der große, junge Kellermeister Norbert Monyók, „denn gleich hier am Eingang wurde eine alte Steintafel mit hebräischer Schrift und dem siebenarmigen Kerzenleuchter, der Menora, eingemauert.“ Wie viele alte Keller liegt auch der Monyóksche einfach in den Hügel getrieben: Ein mit hellem Sandstein ausgekleideter Vorraum hinter dem zweiten Gittertor, dann eine steile Treppe abwärts. In mehreren, insgesamt 500 Meter langen Gängen und unterirdischen Hallen lagern 1.500 Fässer mit 2,5 – 3.000 Hektoliter Wein. Einer der Gänge führt unter der Straße zum Kelterhaus, dem Kellereingang gegenüber. Monyók hat mit etwa 40.000 Flaschen vermutlich die größte Sammlung alter bis uralter Tokajer Aszú – zumindest unter den Familienunternehmen.

Die Familie besteht aus József Monyók, dem Vater und Norbert, dem Sohn. Außerdem ist da noch die große, alte, weiße Mischlingshündin, die Norbert auf Schritt und Tritt folgt.

Die Kellerei hat keine lange Tradition. Vater Monyók, der bereits vor der kommunistischer Zeit kleine Weingärten besaß, war der erste Winzer in der Familie – und der erste Lehrer seines Sohnes. Der arbeitete und lernte anschließend bei der staatlichen Kellerei in Mád, dann im berühmten riesigen Rákóczi-Keller in Tokaj, dann in Frankreich, dann in Italien – immer als Kellermeister. Seit 1989 ist er sein eigener Weinmacher, und Partner seines Vaters. Zur Zeit schreibt er an seiner Diplomarbeit an der Gartenbau-Universität, Abteilung Weinanbau, in Budapest.

Die beiden Männer bewirtschaften 30 Hektar Parzellen, wovon 15 gemietet sind. Die Lagen (Nyulászó, Király, Betsek, Danczka und Padihegy) zählen zu den besten in Tokaj-Hegyalja.

Der Boden ist in der Tiefe vulkanischer Löss, darüber liegt schwarze Walderde. Die Weingärten neigen sich nach Süden und Südwesten. Auf ihnen wachsen und gedeihen die klassischen Tokajer Sorten – und noch etwas mehr: LindenblättrigerFurmint, Gelber Muskateller, Zéta und Kövérszőlő („Dicke-Traube“). Durchschnittlich sind es 4.000 – 5.000 Rebstöcke pro Hektar. Die ein bis anderthalb Kilo Lesegut pro Rebstock werden per Hand geerntet. Der trockene Grundwein (für die Aszú-Herstellung – siehe Die Region Tokaj) vergärt in kühl- und heizbaren Edelstahltanks, der Szamorodni in Holzwannen und wird mindestens vier Jahre in Eichenfässern ausgebaut. Der Aszú reift ebenfalls in Eiche – so viele Jahre wie viel „buttig“ (wie viel kg. Botritis-Beeren in 100 l Grundwein) er ist und schließlich noch ein Jahr in der Flasche. Durchschnittlich produziert die Kellerei etwa 1.000 Hektoliter Wein. „Doch natürlich“, sagt Norbert Monyók, „schwankt die Menge an Botritis-Beeren ganz enorm.“ In einem Jahr ist 40 Prozent verschrumpelt, im nächsten 60 Prozent.

Von den insgesamt 20.000 Flaschen, die jährlich produziert werden, sind etwa die Hälfte (in 0,5 l Flaschen) Aszú-Weine. „In manchen Jahren sind es allerdings nur 3.000“, sagt der Kellermeister, „wie die Natur so spielt.“

Verkauft wird ab Keller. Allerdings werden die Pakete inzwischen nach Frankreich, Italien, in die Schweiz und bis nach Kanada, Japan und China verschickt. Die deutschen Feinschmecker müssen sich erst einmal ins ostungarische Mád bemühen. Eine lohnende Reise, denn nicht nur die Weine, auch die Landschaft ist einmalig, die Menschen sind zauberhaft

Adresse

Unsere Adresse:

H-3909 Mád Táncsics utca 18

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Web:

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Unsere Weine & Erzeugnisse


Weißwein:
Tokaji Furmint (halbtrocken)
Hárslevelő (Lindenblättriger, halbsüß)
Sárgamuskotály (Gelber Muskateller, süß)
Tokaji Fordítás (zweite Pressung der Botritis-Beeren, süß, 8 % Alkohol)
Tokaji Aszú 3 puttonyos (60 – 90 g/l Restzucker, alle folgenden 12 – 13 % Alkohol)
Tokaji Aszú 4 puttonyos (90 – 120 g/l Restzucker)
Tokaji Aszú 5 puttonyos (120 – 150 g/l Restzucker)
Tokaji Aszú 6 puttonyos (150 – 180 g/l Restzucker)
Tokaji Aszú Essencia (180 – 450 g/l Restzucker, 8,5 % Alkohol)
Tokaji Jégbor (Eiswein, 170 –230 g/l Restzucker, 9,9 % Alkohol)

Angebote & Leistungen



Anreiseinformationen (Anfahrt)

Von Budapest: M3 nach Osten, Ausfahrt Miskolc, Schnellstraße 30, Richtung Miskolc, Ausfahrt Szerencs, auf der 37 hinter Szerencs links nach Mád. Dort beim ersten
Kresiverkehr nach links und die dritte Straße (bei der Kirche) wieder links – ist die Táncsics Straße.

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