Der großgewachsene, meist gut gelaunte Mann, genannt Boxi, ist einer der wichtigsten Winzer des Landes. Er und Vali, „die Frau meines Lebens“ sind leidenschaftliche Winzer, ihre Weine haben bei der wichtigen ungarischen Blindverkostung Pannon Bormustra Csúcsbora (Spitzenwein der Pannonischen Weinschau) mehrmals erste Preise bekommen und József Bock wurde 1997 als Winzer des Jahres ausgezeichnet.

Wie der Name schon sagt, ist der Mann deutscher, genauer schwäbischer Abstammung – wie viele in Villány und Umgebung. Die Familien wurden im 17. Jh. nach den Türkenkriegen von Maria Theresia in die entvölkerten Gebiete Südungarns angesiedelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Großeltern enteignet, andere Familien sogar vertrieben. Vater Bock kaufte schon Ende der 50-er Jahre einen Weingarten zurück. József, der gelernte Schlosser, übernahm das kleine Gut mit Kellerei 1981 und füllte schon 1987 die ersten Weine in die Flaschen. Er war unter den ersten neuen Winzern, kurz vor der politischen Wende.

Der 50 Hektar große Familienbesitz befindet sich auf den besten Lagen der Region: acht Hektar auf der berühmten Lage mit dem deutschen Namen Jammertal, 2,5 Hektar auf dem ebenso bekannten Kopár (Kahlkopf) und drei Hektar auf Fekete hegy (Schwarzer Berg). Inzwischen bringen die 6.000 neu gepflanzten Reben auf dem Südhang des Fennsík (Hochplateau) die ersten Erträge.

Angebaut werden die roten Cabernet Sauvignon, Kékoportó (Blauer Portugieser), Cabernet franc, MerlotKékfrankos (Blaufränkisch), Pinot noir und auf einem Hektar Shyraz (Syrah) – außerdem die Weißen: Olaszrízling (Welschriesling), Hárslevelő (Lindenblättriger) und Chardonnay. Die Weißweine und der Blaufränkisch werden sortenrein ausgebaut. Doch berühmt, begehrt und teuer sind die kräftig-animalische „Bock-Cuvée“ aus den beiden Bordeaux-Sorten (mehrheitlich aus Cabernet Sauvignon) und die Royal Cuvée überwiegend aus den Cabernet-Sorten und Pinot noir. Tiefdunkel, würzig, fruchtig und gut strukturiert ist die Cuvée Capella, die Bock seit 1999 produziert. Die meisten seiner Spitzenweine lagern länger als ein Jahr in Barrique-Fässern – aus ungarischen Eichen. Capella sogar 21 Monate.

Auf den Etiketten der besten Weine prangt ein Bock, die der einfachen schmücken Landschaftsmotive. Den Kékoportó (Blauer Portugieser) präsentieren die Bocks jedes Jahr am 11. November, dem Tag des Heiligen Martin (der im heutigen Westungarn geboren wurde). Der junge Kékoportó ist der bekannteste Primeurwein Ungarns.

Vali und József Bock sind leidenschaftliche und erfolgreiche Winzer – und noch mehr: Der Barriquekeller ist nicht nur hell und übersichtlich, er ist hübsch gemauert. Im Gebäude darüber befindet sich ein Restaurant, in dem typisch ungarische Gerichte gekocht werden, die zu den Weinen passen. Für die müden und satten Gästen stehen 17 saubere Zimmer bereit. Und die letzte gute Nachricht: 2004 haben die Weinhandlung und Restaurant Bock Bisztro in Budapest, neben dem Corinthia Grand Hotel Royal, Erzsébet krt. (Ring) 43 – 49, seine Pforten geöffnet.

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Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Villányi kékoportó
Villányi kékfrankos
Cabernet Franc
Villányi Merlot barrique
spezial reserve
Villányi Pinot noir
Capella Cuvée
Bock Cuvée
Royal Cuvée
Libra Cuvée
Weißwein:
Primeur:
Villányi Portugieser

Weißwein:
Chardonnay barrique
Rosé:
Villányi rozé

Angebote & Leistungen


Übernachtungsmöglichkeiten:
 

Anreiseinformationen (Anfahrt)

Von Budapest: Landstraße 6 nach Süden westlich der Donau (und eine ganze Weile der Donau entlang) nach Pécs (Fünfkirchen), von dort ebenfalls Richtung Süden auf der Landstraße 58 über Harkány (einem hübschen Thermalbad) und Siklós weiter nach Villány. Die Batthyány Straße zweigt etwa in der Mitte der Hauptstraße (Baross Gábor utca), ab. Außerdem kennt jeder das Restaurant und die Kellerei und viele sprechen Deutsch.

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