Attila Geres Vorfahren kommen aus Stuttgart. Seine Urgroßeltern waren schon Winzer, er selbst allerdings hatte als Förster gearbeitet, „bis ich Katalin und mit ihr einen Weinberg geheiratet habe“, sagt er. 1987 ließ er bei der staatlichen Hungarovin seine ersten 20 Hektoliter Rotwein abfüllen – denn als Privatunternehmer durfte er es nicht. Es war ein Blauer Portugiese (Kékoportó). Kurz zuvor entdeckte er, dass der Wein durch die malolaktische Gärung ganz von selbst einen wunderbaren Säureabbau durchmacht. „Bis dahin kannte ich nicht einmal das Wort,“ sagt er.

Heute ist Attila Gere, Vater zweier Kinder und ständig guter Laune, einer der wichtigsten Weinmacher des Landes. 1994 wurde er zum Winzer des Jahres gewählt. Spätestens seitdem kennt ihn jeder ungarische Weinliebhaber. Sein insgesamt 50 Hektar großes Anbaugebiet liegt an den besten Lagen von Villány: Ördögárok (Teufelsgraben), Csilagvölgy (Sterntal), Kopár (Kahlkopf) und Konkoly (Unrage). Auf 15 Hektar baut er Merlot an, auf zwölf Cabernet franc, auf neun Cabernet Sauvignon und auf acht Hektar Blauer Portugieser. Pro Hektar stehen 7.200 Reben, die Reihen 2,3 Meter von einander, je zwei Pflanzen zusammen in einer Entfernung von 1,2 Meter. Also recht luftig. Gelesen wird mit der Hand und zwar nur 0,7 – 1kg für seine besten Weine, für die einfachen etwa das Doppelte.

Neu ist die Rebenmaschine, die neben der Sortierbank auf einer durch ein Vordach geschützten Terrasse steht. Die erste Gärung findet im 1.900-Liter, mit einer Kühlschlange versehenen Holztank statt. So kann er die Maische im heißen August auf einer Temperatur von 26° C. halten. „Im Edelstahl wird der Wein frischer“, sagt er, „aber im Holztank bekommt er mehr Charakter und einen anderen Fruchtton“. Im Jahr 2002 erbauten blitzsauberen, Keller stehen 800 Barriquefässer, 80 Prozent aus ungarischer Eiche, der Rest aus französischer. Eine Probe zeigt, das französische Holz macht den Wein schon im Fass runder, „weiblicher“, sagt Gere.

Grandios ist sein 2000-er Cabernet franc Selection, von 40 Jahre alten Reben aus dem Sterntal, herrlich vollmundig der 2000-er Kopár, ein Cuvée von der gleichnamigen Steillage aus Cabernet Sauvignon und Cabernet franc. Seinen großen Weine produziert er nur in guten Jahren. Sein 2002-er Solus, ein reinsortiger Merlot, wurde 2004 in Wien mit einem ersten Preis geehrt. Jährlich verlassen 500.000 Flaschen die Kellerei.

Seit 1991 betreibt die Familie Gere im Zentrum von Villány in einem romantischen Bauernhaus mit einem mediterran anmutenden Garten eine kleine 13-Zimmer-Hotelpension. „Wir haben einen erfreulichen Weintourismus in Ungarn“, sagt der Winzer. „Die Weinliebhaber kommen aus dem ganzen Land, sie machen etwa neunzig Prozent der Besucher aus. Nur zehn Prozent sind Ausländer.“ So verkauft er seine besten Weine – Solus, Kopár und Cabernet franc Selection – nur ab Keller. Sechs andere bekommt man auch in guten Supermärkten in Ungarn.

Neben seiner eigenen Produktion kooperiert Gere schon seit 1993 mit einem der besten österreichischen Winzer Franz Weninger, der auch in Sopron eine Kellerei betreibt (siehe die Weinregion Sopron). Aus dieser Zusammenarbeit ist der in großen Fässern gereifte Cuvée Phoenix entstanden. „Beide profitieren wir von der Zusammenarbeit, die nicht nur Arbeit ist, sondern mittlerweile auch Freundschaft“, sagt Attila Gere.

Adresse

Unsere Adresse:

H-7773 Villány Erkel Ferenc utca 2

GPS:

45.86521666764501, 18.445358136953928


Unsere Weine & Erzeugnisse


Rotwein:
Kékoportó
Athus Cuvée
Cuvée Phoenix
Cabernet Sauvignon
Kékfrankos Prestige (Blaufränkisch)
Cabernet Sauvignon Barrique und die Prestige-Weine
Cabernet Franc
Kopár Cuvée

Weniger-Gere-Rotweine:
Cuvée Phoenix
Villányi Cabernet franc selection
Rosé:
Rosé Cuvée

Angebote & Leistungen


Übernachtungsmöglichkeiten:
 

Anreiseinformationen (Anfahrt)

Von Budapest: Landstraße 6 nach Süden westlich der Donau (und eine ganze Weile der Donau entlang), nach Pécs (Fünfkirchen), von dort ebenfalls Richtung Süden auf der Landstraße 58 über Harkány (einem hübschen Thermalbad) und Siklós nach Villány. Auf dieser Hauptstraße, von Siklós kommend bald hinter der Ortseinfahrt sieht man ein hohes, schmiedeeisernes Tor mit der Aufschrift Gere Attila. Die Pension und die Weinschenke befinden sich auf dem Hauptplatz, etwa in der Mitte der Hauptstraße, am Diófás tér (Platz).

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