Der fruchtige Riesling ist sehr vielfältig im Geschmack und gilt als König der Weißweine.

 

Weinrebe/Weintraube für Weißwein

Die weiße Rebsorte Riesling

Riesling (Rebsorte, weiß)

Der Riesling zeichnet sich durch einen markanten Sortencharakter aus. Trotzdem ist er auch ein ausgesprochener Terroirwein. Als solcher spiegeln sein Geschmack und seine Aromen das Terroir der jeweiligen Region wider, in welcher er wächst. Seine Ansprüche an den Boden sind eher gering, dafür sind seine Anforderungen an die Lage umso höher. Besonders gut gedeiht er in steiniger Steillage entlang von Flüssen in nördlichen Gebieten. Er reift sehr spät und ist besonders anfällig für Fäulnis.

Der Riesling wird auch Weißer Riesling, Rheinriesling, Donauriesling und Klingelberger genannt. Zudem wird seine Bezeichnung in einigen anderen Sorten wie Cape Riesling, Clare Riesling, Frankenriesling, Mainriesling, Paarl Riesling, Schwarzriesling oder Welschriesling verwendet. Der Riesling ist jedoch von diesen Rebsorten abzugrenzen, welche sich zwar seines Namens bedienen, aber nicht mit ihm identisch oder verwandt sind. Absehen vom Roten Riesling gibt es keine eigenständigen Sortenvarianten. Aufgrund seiner guten Eigenschaften ist der Riesling ein guter Partner für Kreuzungen und somit als Muttersorte in Neuzüchtungen wie Müller-Thurgau, Ehrenfelsner oder Kerner eingegangen.

 

Die Hauptmerkmale des Riesling

  • in der Ortenau auch Klingenberger genannt
  • berühmteste deutsche Rebsorte (Königin der Weine)
  • benötigt klimatisch beste, sonnenreiche Weinbergslagen
  • spät reifend
  • ermöglicht bereits bei Mostgewichten zwischen 60° und 70° Öchsle beachtliche Weine
  • optimale Ergebnisse bei kleinen Mengenerträgen und maximaler Reife
  • die kleinen, dichtbeerigen Trauben bringen frische Weine mit feiner Säure und reichem Körper hervor, die ein vornehm-pkantes, pfirsichfruchtiges Bukett, Rasse und Eleganz vereinen
  • enorme Lebenskraft, große Lagerfähigkeit

 

Ursprung und Geschichte der Rebsorte Riesling

Der Ursprung des Namens Riesling ist bislang nicht eindeutig geklärt. Die vorherrschende Meinung geht davon aus, dass sich der Begriff von „rieseln“, „abrieseln“ oder „verrieseln“ herleiten lässt. Dafür spricht, dass die Blüten bei ungünstigem Wetter während der Blühzeit abrieseln können. Eine weitere Theorie nennt die Ableitung des Namens vom neuhochdeutschen Wort „Ruß“ (dunkel) und sieht darin einen Hinweis auf das dunkle Rebholz dieser Sorte. Der Ursprung des Namens Riesling ist bislang nicht eindeutig geklärt. Die vorherrschende Meinung geht davon aus, dass sich der Begriff von „rieseln“, „abrieseln“ oder „verrieseln“ herleiten lässt. Dafür spricht, dass die Blüten bei ungünstigem Wetter während der Blühzeit abrieseln können. Eine weitere Theorie nennt die Ableitung des Namens vom neuhochdeutschen Wort „Ruß“ (dunkel) und sieht darin einen Hinweis auf das dunkle Rebholz dieser Sorte.

 

Die größten Anbaugebiete

Der Riesling wird beinahe in allen Weinländern der Welt kultiviert und zu Weinen verarbeitet. Er beansprucht weltweit eine Rebfläche von über 50.000 Hektar. Eine besondere Bedeutung hat diese Weißweinsorte in Deutschland, Frankreich und Österreich. Eine große flächenmäßige Ausbreitung nimmt der Riesling auch in Russland, der Slowakei, Bulgarien sowie Australien und USA ein. Ebenso wird er auch in Argentinien, Italien, Griechenland, Mexiko, Portugal, Spanien, Südafrika, Tschechien und Ungarn angebaut.

In Deutschland ist Riesling die meistangebaute Rebsorte mit einer Fläche von knapp über 23.000 Hektar. Damit nimmt sie mehr als 20 % der gesamten deutschen Anbaufläche in Beschlag. Die bedeutendsten Anbaugebiete liegen an der Mosel und im Rheingau (80 % der gesamten Rebfläche). In Österreich spielt diese Weißweinsorte flächenmäßig eine eher geringe Rolle (4 %), nicht aber hinsichtlich ihrer Qualität, zumal hier einige der weltweit besten Rieslinge erzeugt werden. Die bekanntesten österreichischen Riesling-Lagen sind die Wachau, das Kremstal, das Kamptal, das Traisental und Wien. In Frankreich beschränkt sich die Qualitätsweinerzeugung aus Rieslingtrauben ausschließlich auf das Weinbaugebiet Elsass, wobei die Anbaufläche knapp über 3.000 Hektar liegt.

 

Anbaugebiete weltweit*

LandAnteil in %LandAnteil in %
Deutschland44,9Kanada1,7
USA9,7Kroatien1,4
Australien8,2Slowenien1,4
Frankreich7,0Slowakei1,2
Ukraine5,4Italien0,9
Österreich3,7China0,9
Moldavien2,7Chile0,7
Ungarn2,6Sudafrika0,4
Tschechische Republik2,4Spanien0,3
Neuseeland2,0Luxemburg0,2
Russland1,8Argentinien0,2

* Quelle: Wikipedia

Anbaugebiete in Deutschland*

AnbaugebietFläche haAnteil %
Deutschland23.29322,4
Baden-Württemberg3.244k. A.
Bayern, Franken32718,5
Hessen, Rheingau2.701k. A.
Rheinland-Pfalz16.86926,4
Ahr
468,2
Mittelrhein
30668,2
Mosel
5.34361,6
Nahe
1.17027,9
Rheinhessen
4.26716,1
Pfalz
5.73724,3

* Quelle: Wikipedia

Der Riesling und seine Bedeutung für die Weinlandschaft

Der Riesling ist weltweit eine der vielseitigsten weißen Qualitätsweinsorten. Die Spanne der Rieslingweine ist sehr groß. Sie reicht von Alltagsweinen bis zu erlesenen Prädikatsweinen. Aufgrund der Vielseitigkeit dieser Rebsorte gibt es Rieslingweine in allen Qualitätsstufen und Geschmacksrichtungen. Von trocken über halbtrocken bis lieblich, decken diese Weißweine die gesamte Palette ab.

Filigrane, halbtrockene Rieslinge aus dem deutschen Anbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer weisen oft weniger als 10% Alkoholgehalt auf. Daneben gibt es trockene, kräftige Tropfen aus Australien und USA. Die ebenfalls trockenen Smaragd-Qualitäten aus der Wachau können mitunter mehr als 14 % Alkoholgehalt erreichen. Weltweit bekannt sind auch die üppig- süßen deutschen und österreichischen Beeren- und Trockenbeerenauslesen. Ebenso berühmt sind die besonders lang gereiften Vendanges Tardives und die noch süßeren Sélections de Grains Nobles aus dem französischen Elsass. Aufgrund des natürlichen Säuregehalts eignet sich diese Rebsorte auch zur Herstellung von Sekt.

 

Ausbau & Geschmack

Der klassische Riesling zeigt Farbnuancen von blassgelb bis grünlich-gelb. Er ist ein fruchtiger Wein, dessen Duft von Fruchtnoten wie Apfel, Pfirsich, Marillen und Zitronen geprägt wird. Riesling vermittelt am Gaumen eine rassige Säure mit gutem, festem Körper und hohen Extrakten. Damit sind die Weine sehr geschmacksintensiv. Geprägt vom jeweiligen Terroir können Rieslinge auch eine mineralische Note entwickeln, die Erinnerungen an Schiefer und Feuerstein weckt. Rieslingweine zeichnen sich durch eine besonders langsame Ausbauphase aus, weshalb sie ihre Qualitätsspitze meist erst nach einigen Jahren erreichen. Qualitativ hochwertige Weine verfügen über eine sehr hohe Lagerfähigkeit. Im Verlauf der Alterung können sie anregende Fruchtaromen mit rosenartigen Duftnoten und einen sogenannten Petrolton (Juchtenton) entwickeln.

 

Riesling Wein genießt man am besten zu…

Als Speisebegleiter eignen sich ganz besonders gereifte Rieslinge, während die Jungweine ideale Sommerweine sind. Trockene Rieslingweine harmonieren gut mit leichten Gerichten wie Salaten, Fisch, gekochtem Fleisch und Geflügel. Halbtrockene Rieslinge und Spätlesen passen gut zu frischen Käsespezialitäten. Süße Spätlesen oder edelsüße Auslesen schmecken zu süßen Desserts und Schokolade.