Das ungarische Weinanbaugebiet MátraDie Region Mátraalja, zu Deutsch: Unterhalb des Mátragebirges. Das Gebiet liegt im Norden des Landes bei Hatvan mit dem Mittelpunkt Gyöngyös, südlich des Mátra-Gebirgszuges. Die Anbaufläche  beträgt 32.497 Hektár, davon gehören 24.261 Hektar zur Klasse 1, doch nur ein geringer Teil davon, nämlich 7.277 Hektar sind mit Reben bepflanzt.

Das Klima ist gemäßigt kontinental. Vom Nordwind werden die Reben durch die lange von Ost nach West ziehende Gebirgskette geschützt. Andererseits ist der verhältnismäßig späte Frühling typisch. Da die Berge einen Großteil des Niederschlags auffangen, ist die Gegend eher trocken. Der meiste Regen fällt zu Beginn des Sommers im Mai und Juni, anschließend wird es sonnig und heiß.

weinbaugebiet-matraalja_regionDer Boden ist vielfältig. Auf pannonischem Ton oder Löss findet sich braune Wald- oder schwarze Tonerde, mit Ton vermischte Walderde, doch auch uralte Humus- und Sandböden kommen vor. Meist ist das Terroir kalkarm, dafür gibt es Gebiete mit bis zu 60 Prozent Kalk. Die am häufigsten angebauten Trauben sind weiß: Chardonnay, Leányka (Mädchentraube), Olaszrizling (Welschriesling), Ottonel Muskotály (Ottonel Muskateller), Sauvignon blanc, Szürkebarát (Grauer Mönch – Pinot girs), Tramini (Traminer). Die Roten: Kékfrankos (Blaufränkisch), Cabernet Sauvignon und franc. Typisch für die Weißweine sind ihre Frische und leichte Säure. Zumal der Welschriesling oft eine besonders feine Duftkombination hat. In guten Jahren allerdings sind die viele Weißen voll und mineralreich.  Auch die Rotweine sind meist frisch aber kräftig und tanninhaltig.