Das ungarische Weinanbaugebiet PannonhalmaDas Weingebiet Pannonhalma, die sanft hügelige Region, befindet sich im Nord-Westen des Landes, südlich der Stadt Győr, die wiederum zwischen Wien und Budapest liegt. Die Gebirgskette Bakony und Vértes liegen im Süden und Südosten, die Nordwinde könnten weitgehend ungehindert über die Landschaft hinweg fegen – schließlich misst der höchste Hügel gerade einmal 317 Meter. Doch seltsamerweise fegen hier die Winde nicht.

Das Klima ist gemäßigt Kontinental und ausgeglichen. Niederschlag, Temperatur und die Zahl der Sonnenstunden liegen im statistischen Landesdurchschnitt.  Das gesamte Anbaugebiet ist 3.944 Hektar groß, davon gehören 3.236 Hektar zur Klasse I. Bedauerlicherweise sind davon bislang nur 650 Hektar bepflanzt.

Den Grund des Bodens bilden Seesand, Ton und Kies aus der erdgeschichtlicher Zeit Miozen, als ein Grossteil des Karpatenbeckens vom Pannonischen Meer bedeckt war. Auf diesem Grund haben sich braune Walderde und Lössböden abgelagert, mosaikartig von Sandflächen unterbrochen.

Pannonhalma ist seit jeher ein Weißwein-Anbaugebiet. Auf der Größten Fläche (190 Hektar) wird Welschriesling angebaut, dem folgen Müller-Thurgau mit 81 Hektar, und je ein wenig Chardonnay, Traminer und die ungarische Sorte Ezerfürtő Tausendtraubiger). In der Abteikellerei wird seit kurzem auch Pinot noir angebaut. Die Region befindet sich noch am Beginn ihrer Entwicklung. Ein charakteristischer Weinstil hat sich während der vergangenen 18 Jahren nach der politischen und wirtschaftlichen Wende noch nicht ausgebildet. Die zweifellos wichtigste Veränderung ist die Neugründung der Abteikellerei mit Hilfe Tibor Gáls, eines der wichtigsten Winzers des Landes und Berater der Mönche.