Ahr; Kleiner Fluss, der zwischen Koblenz und Bonn in den Rhein mündet. Im mittleren und unteren Ahrtal das nach Sachsen, Saale-Unstrut und der Hessischen Bergstraße viertkleinste deutsche Weinanbaugebiet mit 506 ha Ertragsrebfläche. Auf den steilen Schieferhängen eines der nördlichsten deutschen Anbaugebiete werden zu 80 % rote Rebsorten angepflanzt, vor allem Spätburgunder (263ha) und Portugieser (95ha), während unter den weißen Sorten Riesling (48ha) und Müller-Thurgau (42ha) dominieren. Die Rotweine, wenn auch mitunter etwas schlank im Körper und relativ hoch in der Säure, können fruchtig und charaktervoll sein und zu den besten ihrer Art in Deutschland zählen. Als die bedeutendsten Weinbauorte gelten aufgrund der Bonität ihrer Böden und der Bedeutung ihrer Weine: Ahrweiler, Dernau, Heimersheim, Marienthal, Mayschoß und Walporzheim, letzteres zugleich der Name für den ganzen Bereich, während Klosterberg der Großlagenname ist.