Alentejo; Der portugiesische Süden (ohne Algarve), südlich des Tejo gelegen, nahezu ein Drittel des ganzen Landes, der für sein trockenes und heißes Klima bekannt ist. Nach der Reblauskrise Ende des vorigen Jahrhunderts war hier der Weinbau deutlich rückläufig, doch seit den 1980er Jahren hat hier der vielleicht spektakulärste qualitative Neuansatz des modernen portugiesischen Weinbaus eingesetzt. Inzwischen stehen ca. 13 000 ha unter Reben und verteilen sich u. a. auf die IPR-Gebiete Borba, Evora, Granja-Amareleja, Moura, Portalegre, Redondo, Reguengos und Vidigueira. Die in ihnen erzeugten Rotweine von einer wachsenden Zahl privater Weingüter (Rothschild!) zählen bereits jetzt zu den besten Portugals, aber auch manche ihrer Weißweine werden weithin geschätzt. Auch als eines der ersten portugiesischen Landweingebiete (vinho regional) definiert. Man sollte die Weine des Alentejo in jedem Fall im Auge behalten.