Die Gesamtheit verschiedenartiger reizvoller und angenehmer Düfte, die ein guter, reifer Wein durch den Kontakt mit Sauerstoff ausströmt, bezeichnet man als Bukett; die Wirkungen eines derartigen Weins auf die Geruchsorgane können einen der schönsten Sinneseindrücke vermitteln. Viele Kenner sind in der Lage, allein schon am Bukett Herkunft, Rebsorte, ungefähres Alter, Art und Qualität eines Weins festzustellen.

Junge Weine mögen Aroma, Duft, Wohlgeruch, Fruchtigkeit oder Blume besitzen – Bukett ist etwas anderes, obwohl es alle diese Eigenschaften mit enthalten kann. Durch die langsame Oxydation gewisser Bestandteile des Weins, unter anderem des Alkohols und vor allem der Polyphenole, entstehen Ester, die das Bukett vornehmlich verursachen. Weine aus nördlichen Gegenden und solche, die langsam und bei niedrigen Temperaturen vergoren wurden, haben in der Regel mehr Bukett als andere Weine. Ähnlich weisen Weine von kalkhaltigen, steinigen und gemeinhin weniger fruchtbaren Böden oder aus langsamer reifenden Rebsorten mehr Bukett auf. Man braucht im übrigen durchaus kein Experte zu sein, um das Bukett eines feinen Weines erkennen zu können und schätzen zu lernen.

Kurzbeschreibung:

Bukett – auch Blume, Bouquet (französisch) genannt; Gesamtheit der charakteristischen Geruchseindrücke eines ausgereiften Weins; angenehmer Duft, der sich im Glas entfaltet; kann aus der Traube stammen oder während der Gärung und Lagerung entstehen; variiert je nach Rebsorte, Anbaugebiet und Jahrgang sehr deutlich; wichtiges Kriterium bei der Qualitätsbeurteilung.