Burgunder, Grauer Die in Deutschland und Österreich sich zunehmend einbürgernde Bezeichnung für den Pinot gris, den man hier früher – und heute immer seltener – als Ruländer bezeichnet hat. Mit dem Namenswechsel geht vielfach eine veränderte Vinifikation der aus ihm erzeugten Weine einher, dank der sich die Weine heute vom Kaiserstuhl, aber auch aus anderen Teilen Badens, aus Rheinhessen, der Pfalz u. a. rassiger, strukturierter und eleganter als früher präsentieren. Ob damit die Renaissance dieser Rebsorte in Deutschland eingeleitet werden kann, ist noch nicht erkennbar. Gegenwärtig sind noch gut 2500 ha mit ihr bestockt, womit sie auf den neunten Platz der Sortenliste abgerutscht ist. Ihr Hauptverbreitungsgebiet ist Baden und dort vor allem der Bereich Kaiserstuhl, wo rund jeder dritte Graue Burgunder-Rebstock steht.

In Österreich nimmt sie 0,7 % der Rebfläche ein (rund 390 ha), die sich vor allem am Neusiedlersee und in der Steiermark befinden. Im Wallis und dem Valle d’Aosta nennt man den Grauen Burgunder Malvoisie und im Elsaß Tokay d’Alsace.