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Der Cabernet Sauvignon gehört zu den Spitzenweinen und ist damit einer der wichtigsten Rebsorten der Welt. Seine Besonderheit ist, dass Bouquet und Geschmack dieser Rotweine unabhängig von Klima und Standort der Reben unverwechselbar bleiben. Aus dieser Rebsorte werden weltweit mehr Spitzenweine erzeugt als aus irgendeiner anderen roten Sorte.

 

Weintrauben der Rebsorte Cabernet Sauvignon

Weintrauben der französischen Rotwein Rebsorte Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon (franz. Rebsorte, rot)

Cabernet Sauvignon ist in der Welt der Weine eine der wichtigsten Rebsorten und wird aufgrund ihres hohen Ansehens oft als Edelrebe bezeichnet. Die Rebstöcke haben einen kräftigen und aufrechten Wuchs. Sie treiben verhältnismäßig spät aus und sind deshalb vor Spätfrösten im Frühjahr weitgehend geschützt. Die Trauben des Cabernet Sauvignon sind dichtbeerig und konisch bis zylindrisch. Die Beeren sind blauschwarz und klein; sie verfügen über eine recht dicke Schale.

Die Rebsorte ist anfällig gegen die Schwarzfleckenkrankheit und gegen Echten Mehltau. Rohfäule ist hingegen eher selten ein Problem. Der Cabernet Sauvignon ist unter zahlreichen Synonymen bekannt, zum Beispiel unter den Namen Bordeaux, Bidure Bordaoux, Petite Vidure, Petit Cabernet und anderen.

Durch natürliche Mutation und Züchtung sind aus dem Cabernet Sauvignon einige neue Rebsorten entstanden: Eine dieser Rebsorten ist zum Beispiel die Weißweinsorte Shalistin. Bestimmte Charakteristika der Cabernet Sauvignon Reben – wie etwa Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten, Hitzebeständigkeit, Geschmack der Weine – versuchte man durch gezielte Züchtung in neue Sorten hineinzutransportieren: Dabei entstanden zum Beispiel die Sorten Cabernet Cortis und Cabernet Cubin.

 
Hauptmerkmale des Cabernet Sauvignon

  • weltweit wichtigste Rotweinsorte
  • wird in Frankreich selten allein ausgebaut, sondern verleiht im Verschnitt dem roten Bordeaux seine besondere Note
  • liefert robuste und kräftige Weine mit intensiver purpurroten Färbung
  • kräftiges Aroma von schwarzen Johannisbeeren und einem strammen Tanningerüst
  • hoher Alkoholgehalt
  • gut lagerfähig
  • bei Lagerung verfeinert sich der Geschmack, er wird lieblicher und delikater.

 

Ursprung und Geschichte des Cabernet Sauvignon

Der Cabernet Sauvignon soll seine Ursprungsheimat in Bordelais (Weinbaugebiet um Bordeaux) haben. Bereits 1635 soll er dort angepflanzt worden sein. Dieser urkundliche Hinweis ist allerdings umstritten: Man nimmt an, dass Kardinal Richelieu dem Abbè Breton nicht die Rebsorte Cabernet Sauvignon, sondern die Sorte Cabernet Franc sandte. Der Cabernet Franc ist bis heute eine wichtige Rebsorte an der Loire.

Der Namensteil ‚sauvignon’ (abgeleitet vom französichen sauvage = wild) ließ früher wohl vermuten, dass die Rebsorte direkt von Wildreben abstammt. Eine DNA-Analyse von 1997 ergab aber, dass die Rebsorte Cabernet Sauvignon auf eine Kreuzung von Sauvignon Blanc und Cabernet Franc zurückgeht.

Wann und wo die ersten Reben des Cabernet Sauvignon tatsächlich entstanden sind, weiß man nicht genau. Doch spätestens im 19. Jahrhundert wurde die Rebsorte zu einer der wichtigsten Sorten für den Weinbau im Médoc. Dort wie auch in vielen anderen Weinbaugebieten genießt die Rebsorte bis heute großes Ansehen und immense Bedeutung.

 

Die größten Anbaugebiete

Cabernet Sauvignon gedeiht am besten in einem gemäßigten und milden Klima mit möglichst wenigen Temperaturschwankungen. Die Rebstöcke mögen es warm ohne Trockenheit, aber auch ohne Staunässe. Da die Wachstumszeit relativ lang ist, können die Reben in kühleren Regionen nicht voll ausreifen. Das ist der Grund, warum die Sorte in Deutschland nicht so häufig angebaut wird.

Die Rebsorte Cabernet Sauvignon wird weltweit auf rund 200.000 Hektar angebaut. Mit dieser Rebfläche liegt sie an siebter Stelle der am meisten angebauten Rebsorten. Das Hauptanbaugebiet ist mit 55.000 Hektar Frankreich, wobei etwa die Hälfte davon im Bordeaux liegt. In Deutschland werden nur etwa 300 Hektar mit dieser Rebsorte bepflanzt, über die Hälfte davon in der Pfalz.

Weitere wichtige Anbaugebiete sind in Italien, Schweiz, Kalifornien (USA), Australien, Neuseeland, Südafrika, Argentinien und Chile. Die maritimen Einflüsse in diesen Anbaugebieten bringen die besten Cabernet Sauvignon Weine hervor.

 

Ausbau und Geschmack

Cabernet Sauvignon Weine werden häufig nicht reinsortig produziert, da es selbst in Regionen mit gemäßigtem Klima vorkommen kann, dass die Reben nicht voll ausreifen. Die Weine aus diesen nicht ausgereiften Reben sind dann dünn und hart. Darum werden dem Cabernet Sauvignon oft Trauben anderer Rebsorten beigegeben, zum Beispiel Merlot. Dem Wein werden so rundere, vollere und vielschichtigere Aromen verliehen.

Cabernet Sauvignon Weine werden häufig 15-18 Monate in Eichenfässern gelagert, um die Tannine abzumildern oder zu betonen und um den Weinen einen Eichengeschmack zu geben. Je länger Carbenet Sauvignon Weine gelagert werden, desto harmonischer und kräftiger wird der Geschmack. Über einen eher samtigen Geschmack verfügen die jungen Weine.

Der Cabernet Sauvignon zeichnet sich dadurch aus, dass sein Geschmack und sein Bouquet unabhängig von Standort und Klima stets unverwechselbar bleiben: Dabei dominiert meist das fruchtige Aroma von reifen, schwarzen Johannisbeeren. Je nach Lage und Alter des Weines können auch Aromen von Zeder, Lakritz, Vanille und Paprika vorkommen.

Die Farben des Cabernet Sauvignon Weines reichen von einem hellen Granatrot bis zu einem tiefen Dunkelrot.

 

Cabernet Sauvignon genießt man am besten zu…

Der Cabernet Sauvignon wird bevorzugt zu kräftigen Gerichten mit dunklen Fleischsorten genossen. So ist er zum Beispiel ein hervorragender Begleiter zu gebratenem Lamm- oder Rindfleisch mit dunklen Saucen. Auch mit Wild- und Paprikagerichten harmoniert der Wein sehr gut.