Côte d’Or Französisches Dépanement im Herzen der alten Provinz Burgund südöstlich von Paris mit 9089 ha Rebfläche. Zugleich bezeichnet Côte d’Or (wörtnlich: Goldener Hang) jene sanft zum Saône-Tal abfallenden Hänge, die wenige Kilometer südlich von Dijon beginnen und sich über Beaune hinaus bis nach Santenay über eine Länge von etwa 50 km parallel zur Autobahn Dijon-Lyon erstrecken. Westlich davon sind die Hänge steiler, höher und abgesehen von den Rebinseln der Arrières-Côtes für Weinbau ungeeignet, östlich davon liegt die fruchtbare Flußebene, deren Böden für Weinbau zu reich und fett sind. Allein die kargen kalkhaltigen und mit Braunerde vermischten Böden jenes schmalen Rebbandes der Côte d’Or liefern optimale Bedingungen für den Weinbau. Alle großen Burgunder kommen von hier, und man unterteilt das Gebiet in die beiden Bereiche der Côte de Nuits und der Côte de Beaune. Hier ist das Reich des Pinot noir für die Rotweine und des Chardonnay für die Weißweine. Ganz generell kann man sagen, daß die Rotweine, von Süden nach Norden ziehend, immer besser werden und an Statur, Rasse, Eleganz und Feinheit zunehmen, um ihre Apotheose schließlich im unvergleichlichen Chambertin zu finden, während die Weißweine, im Norden noch kaum anzutreffen, nach Süden immer bedeutender werden, um ihren einzigartigen Höhepunkt im Montrachet zu erreichen. Etwa in der Mitte beider Linien liegt der einmalige Corton, der einzige grand cru Burgunds für Rot- und Weißweine. Übrigens darf kein Wein der Côte d’Or mit der Bezeichnung „Appellation Côte d’Or contrôlée“ in den Handel gebracht werden, denn eine derartige Ursprungsbezeichnung gibt es nicht, so daß der Name Côte d’Or nie auf dem Etikett in Verbindung mit Wein erscheinen wird.