Faß Meist runder oder ovaler Holzbehälter, in dem Wein vergoren, ausgebaut und gelagert wird. Am besten eignet sich Eiche, doch werden auch Kastanie (in Europa) und Rotholz (Sequoia sempentirens, in Amerika) für Weinfässer verwendet, obwohl sie in der Regel den Wein weniger günstig beeinflussen als die Eiche. Währund vielerorts Standfässer (cuve) für die Vergärung eingesetzt werden, werden traditionellerweise regional unterschiedlich große Fässer fiir den Weinausbau benutzt, wobei die Frage, ob alte oder grundsätzlich neue Fässer bzw. das als optimal angesehene Verhältnis von Holz (Holzgeschmack) zu Wein, d. h. der Faßgröße von dem erstrebten Weincharakter abhängt. Folgende Größen sind gebräuchlich (siehe Tabelle unten).
Es ist allerdings nicht zu verkennen, daß selbst in diesen genannten Gebieten und häufig selbst bei Spitzenweingütern, die es eigentlich besser wissen sollten, aus ökonomischen Gründen Fässer beim Weißwein vielfach durch Stahl- oder Kunststofftanks ersetzt werden – manche von ihnen kehren inzwischen zum Holzfaß zurück -, während einige sogar glauben machen wollen, man könnte einen herausragenden Rotwein im Tank erzeugen.