Franken Mit 5482 ha Ertragsrebfläche eines der kleineren Weinbaugebiete und – abgesehen von den beiden kleinen Gebieten Saale-Unstrut und Sachsen – zudem das östlichste in Deutschland und das einzige mit kontinentalem Klima, dessen Nachteile (erhebliche Gefährdung durch Spät- und Frühfröste – dagegen warme, sonnenreiche Sommer) durch eine weitgehende Begrenzung auf kleinklimatisch bevorzugte Lagen, vor allem um Würzburg, teilweise ausgeglichen werden. Damit verglichen die nach Baden höchsten Qualitätsanforderungen aller deutschen Weinbaugebiete zumal für Kabinettweine und Spätlesen.Nach einer Zeit der Irrungen sind heute rund 50 % der Erzeugung trockene Abfüllungen (meist in der Form des sog. »fränkisch trocken«, d. h. unter 4 g/l Restzucker), die die charaktervolle Art der Weine in besonderer Weise zum Ausdruck bringen. Die besten von ihnen weisen eine schöne Frucht auf in Verbindung mit einem charakteristischen Bodenton, der ihnen einen unverkennbaren Ausdruck unter den deutschen Weinen verleiht.
Die Weine, zu 45 % aus Müller-Thurgau und zu 20 % aus Silvaner sowie aus zahlreichen Neuzüchtungen gewonnen (knapp 4 % Rieslinganteil und 292 ha rote Rebsorten), werden in der Regel in Bocksbeutel abgefüllt, der in Deutschland sonst nur noch im Badischen Frankenland und in einigen Gemeinden der Ortenau verwandt werden darf.
Das Gebiet ist in die vier Bereiche Mainviereck, Maindreieck, Steigerwald und Bayerischer Bodensee unterteilt. Die bedeutendsten Weinbauorte sind: Bürgstadt, CastellEscherndorf, HomburgHörstein, Iphofen, Randersacker, Thüngersheim und Würzburg. Die Rebflächen der drei Würzburger Großgüter: Staatlicher Hofkeller, Juliusspital und Bürgerspital sind über das gesamte Anbaugebiet verteilt. Steinwein